DIE VERKAUFTE BRAUT 
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Bedřich Smetana
Komisches Singspiel in drei Akten von Bedřich Smetana
Text von Karel Sabina
GROSSES HAUS
Inhalt:
Warum beschreiten Liebende seltsame Wege zu ihrem Glück? Es könnte doch so einfach sein: Sich gegenseitig tief in die Augen blicken, „Ich bin dein, sei du mein“ flüstern und das gemeinsame Leben beginnen. Doch nein, da werden Ehen arrangiert, betreibt man Geheimniskrämerei, schürt Eifersucht und Misstrauen, kurz: Man blockiert selbst die Verwirklichung der eigenen Träume.
Wenn es dann zu einem Happy End kommt, ist das erstaunlich, und verwundert fragen sich die Beobachter: Ist solch ein „glückliches Ende“ wirklich ein glückliches Ende?
Im vorliegenden Fall lieben sich Marie und Hans. Marie aber soll Wenzel heiraten, den Sohn des reichen Gutsbesitzers Micha. Sie ist sehr unglücklich darüber und äußerst irritiert, dass Hans nichts für ihrer beider Glück unternimmt, obwohl er immer wieder seine Liebe beteuert.
Marie opponiert gegen die Ehe mit Wenzel. Mit der Zeit kommen auch ihren Eltern gewisse Bedenken, vor allem, weil der Bräutigam nie selbst erscheint. Alle Verhandlungen laufen über den Heiratsvermittler Kezal.
Wenzel ist ein schüchterner, stotternder junger Mann, der Marie nicht einmal kennt. So kann sie ihn bei einer Begegnung zum Schwur bewegen, auf seine Braut zu verzichten. Hans wiederum lässt sich von Kezal überreden, Marie gegen 300 Gulden an „Michas Sohn“ abzutreten. Die junge Frau ist dermaßen erbost über den Verkauf, dass sie nunmehr Wenzel heiraten will.
Bei diesem Stand der Dinge löst Hans den Knoten, den er selbst geschnürt hat: Auch er ist Michas Sohn, wurde aber vor langer Zeit verstoßen. Marie kann Hans heiraten, der sie die ganze Zeit im Unklaren gelassen hat und leiden ließ. Ende gut, alles gut?

Premiere: Samstag, 4. April 2009

Präsentiert von
Nächste Vorstellungen:
Samstag
13.03.2010   19:30 Uhr

Donnerstag
18.03.2010   19:30 Uhr

Mittwoch
05.05.2010   19:30 Uhr

Mittwoch
02.06.2010   19:30 Uhr
Besetzung:
Musikalische Leitung:

Regie:
Wolfgang Lachnitt

Bühne:
Bernd Franke

Kostüme:
Nicole Lorenz

Dramaturgie:
Bernhard Lenort

Choreinstudierung:
Christian Möbius

Choreografie:
AnnaLisa Canton

Musikalische Assistenz:
Frank Bernard, Irene Berlin, Christian Georgi, Andreas Simon, Peter Wingrich

Regieassistenz:
AnnaLisa Canton

Chorassistenz:
Irene Berlin


Kruschina:

Ludmila:

Marie:

Micha:

Háta:

Wenzel:

Hans:

Kecal:
Andreas Mitschke

Springer, Direktor:
Frank Wustlich

Esmeralda:
Anne Schierack, Vera Lotte Böcker

Ein Indianer:

Bauern, Volk: Damen und Herren des Opernchores und des Extrachores
Zirkustänzer: Damen und Herren des Ballettensembles

Es spielt das Philharmonische Orchester.
Pressestimmen:
Martin Stefke, Märkische Allgemeine, 6.4.2009
„Der Dirigent [Evan Christ, Anmerkung d. Red.] führte das Philharmonische Orchester, Sänger und den Chor erneut brillant durch die Partitur. Das wird schon bei der quirligen Ouvertüre klar. Christ modelliert Breite und Tiefe, atemberaubendes Tempo und poetische Stille aus Smetanas Tonkunst. Immer wieder glaubt man seinen unbedingten Drang nach Genauigkeit zu spüren, besonders im fabelhaften Sextett gegen Ende der Oper, wenn die Eltern Marie beschwören, nur ja die richtige Wahl zu treffen. Christ leitet da ohne Stock: Er lässt die Finger tremolierend zittern, ganz so, als zöge er so das leise Flehen aus den Sängerkehlen heraus.“
Jens-Daniel Schubert, Sächsiche Zeitung, 6.4.2009
„Mit sicherer Hand führte der junge Dirigent [Evan Christ, Anmerkung d. Red.] durch eine ausgefeilte Interpretation, hielt zusammen, holte herein, bestimmte den Weg. Chor, Extrachor und Solisten folgten ihm ebenso engagiert und sicher wie die Musiker im Graben. […] Wolfgang Lachnitt hat dazu eine Inszenierung gestellt, die folkloristische wie dramaturgische Überfrachtung vermeidet. […]
Neben Gesine Forberger und Matthias Bleidorn als Marie und Hans, die ihre großen Aufgaben achtunggebietend meisterten, fiel insbesondere Dirk Kleine als Wenzel auf, der eine anrührende und dennoch komische Figur gestaltete. Der große Premierenjubel darf als Besuchseinladung gelten.“
Irene Constantin, Lausitzer Rundschau, 7.4.2009
„Im Regieansatz, im Spiel und gesanglich großartig gelungen ist […]
Dirk Kleinkes Rollenporträt des Wenzel. […] Marie [Gesine Forberger, Anmerkung der Red.] erkennt ihn sehr schnell in seiner extremen Naivität aber ebenso in der entschlossenen Menschenfreundlichkeit und so ist beider Duett mit seinem vielschichtigen emotionalen Gewebe ein theatralischer und musikalischer Höhepunkt des Abends. […]
Als Bühnenfigur routiniert geführt, gesanglich souverän und spielerisch agil ist Andreas Mitschke – Gast in Cottbus – ein Kecal ohne Fehl und Tadel. […]
Auch die kleineren Partien, Zirkusleute und die Ehepaare Krusina und Micha waren erwartungsgemäß gut besetzt; köstlich Carola Fischer als handtaschenumklammernde, trotzdem fest auf den Rechten ihrer Lieblingstochter bestehende Ludmilla, schön zickig und mit Federn am Hut Anna Fischer als Háta.“