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COSIMA
Friedrich Nietzsche / Siegfried Matthus
Opernfragmente von Friedrich Nietzsche über Cosima Wagner,
rekonstruiert und durch eine Rahmenhandlung ergänzt von Siegfried Matthus
GROSSES HAUS
rekonstruiert und durch eine Rahmenhandlung ergänzt von Siegfried Matthus
GROSSES HAUS
Inhalt:
Eine tragische Liebesgeschichte zwischen Richard Wagners Frau Cosima und Friedrich Nietzsche, angesiedelt in der Jenaer Nervenheilanstalt kurz vor Nietzsches Tod. So lässt sich die Handlung der 2007 uraufgeführten Oper „Cosima“ kurz und knapp umreißen. Doch was verbirgt sich nicht alles hinter dieser bündigen Formulierung!
Siegfried Matthus montierte Texte von Nietzsche, Richard und Cosima Wagner zu einer Geschichte, die es in sich hat: Nietzsche arbeitet an einer Oper und bietet sie Cosima zur Aufführung in Bayreuth an. Nachdem Cosima erfahren hat, dass sie selbst im Zentrum dieses Werks steht, versucht sie mit allen Mitteln, das Projekt zu verhindern. Schließlich greift sie zum Äußersten: Sie tötet Nietzsche mit Musik aus Wagners „Parsifal“.
Die Handlung ist erfunden, wobei das Libretto zu 95 Prozent auf Originaltexten basiert. Nietzsche, Cosima und Wagner verband tatsächlich ein sehr enges Beziehungsgeflecht. Nietzsche war zunächst ein glühender Verehrer Wagners und setzte sich engagiert für dessen Werk ein, später jedoch bekämpfte er ihn ebenso vehement.
Matthus bettet seine Geschichte – den Traum eines Philosophen von erfüllter Liebe und Erfolg als Opernkomponist – in eine phantasierte Hülle ein: Die Schilderung, das zugrunde liegende Opernfragment Nietzsches und Cosimas Tagebuchaufzeichnungen seien bei Restaurierungsarbeiten im Rheinsberger Schloss gefunden worden. Er habe diese Quellen in eine Rahmenhandlung eingebunden und Nietzsches Fragment musikalisch ergänzt.
So münden Traum und Phantasie in eine moderne Legende.
Premiere: Samstag, 4. Juli 2009
Präsentiert von

Siegfried Matthus montierte Texte von Nietzsche, Richard und Cosima Wagner zu einer Geschichte, die es in sich hat: Nietzsche arbeitet an einer Oper und bietet sie Cosima zur Aufführung in Bayreuth an. Nachdem Cosima erfahren hat, dass sie selbst im Zentrum dieses Werks steht, versucht sie mit allen Mitteln, das Projekt zu verhindern. Schließlich greift sie zum Äußersten: Sie tötet Nietzsche mit Musik aus Wagners „Parsifal“.
Die Handlung ist erfunden, wobei das Libretto zu 95 Prozent auf Originaltexten basiert. Nietzsche, Cosima und Wagner verband tatsächlich ein sehr enges Beziehungsgeflecht. Nietzsche war zunächst ein glühender Verehrer Wagners und setzte sich engagiert für dessen Werk ein, später jedoch bekämpfte er ihn ebenso vehement.
Matthus bettet seine Geschichte – den Traum eines Philosophen von erfüllter Liebe und Erfolg als Opernkomponist – in eine phantasierte Hülle ein: Die Schilderung, das zugrunde liegende Opernfragment Nietzsches und Cosimas Tagebuchaufzeichnungen seien bei Restaurierungsarbeiten im Rheinsberger Schloss gefunden worden. Er habe diese Quellen in eine Rahmenhandlung eingebunden und Nietzsches Fragment musikalisch ergänzt.
So münden Traum und Phantasie in eine moderne Legende.
Premiere: Samstag, 4. Juli 2009
Präsentiert von

Nächste Vorstellungen:
Freitag
26.03.2010 19:30 Uhr
Sonntag
20.06.2010 16:00 Uhr
Besetzung:
Musikalische Leitung:
Regie:
Martin Schüler
Bühne:
Dieter Richter
Kostüme:
Henrike Bromber
Choreinstudierung:
Christian Möbius
Choreographie:
AnnaLisa Canton
Dramaturgie:
Bernhard Lenort
Musikalische Assistenz:
Frank Bernard, Irene Berlin, Christian Georgi, Andreas Simon, Peter Wingrich
Regieassistenz:
Heidemarie Stärk
Chorassistenz:
Irene Berlin
Dame mit Schleier:
Friedrich Nietzsche:
Prof. Otto Binswanger:
Cosima:
Friedrich, ein junger Philosoph:
König Ludwig II:
Hubert Wild
Hans von Bülow:
Insassen der städtischen Irrenanstalt Jena,
Klinik Prof. Binswanger: Damen und Herren des Opernchores
Pflegepersonal, Richard Wagner, Dienstmädchen,
Leichenbestatter: Damen und Herren der Statisterie
Es spielt das Philharmonische Orchester.
Klinik Prof. Binswanger: Damen und Herren des Opernchores
Pflegepersonal, Richard Wagner, Dienstmädchen,
Leichenbestatter: Damen und Herren der Statisterie
Es spielt das Philharmonische Orchester.
Pressestimmen:
Irene Constantin, Lausitzer Rundschau, 6.7.2009
„Die Fiktion der Nietzsche-Partitur erlaubt Matthus ein musikalisches Vexierspiel. Typische Matthus-Klänge sind in Nietzsches psychiatrischer Gegenwart zu hören, zum Beispiel wenn die Mitpatienten auf ihn einsingen, wenn er in Erinnerungen versinkt, wenn Cosima Prof. Binswanger mit Bayreuth-Freikarten besticht, damit er ihr Einblick in das entstehende Werk seines Patienten geben soll. Dann erklingt ein dichtgewebter Chorsatz, vom Opernchor sehr präsent gesungen. Man erkennt die wohlbekannt opulent eingesetzten Hörner, Harfen und Flöten in gesanglicher Melodik, die mit viel Basspräsenz energetisch aufgeladenen Erregungen und Ausbrüche. Taucht Matthus in die fiktive Nietzsche-Oper ein, erklingt selbstredend die Musik, um die des Philosophen Denken kreiste. Matthus zitiert viel Wagner, mal am Klavier gespielt als Teil der Handlung, mal in originaler Orchesterversion, dann wieder in fremdem instrumentalen Gewand, gelegentlich nur als Stil-Anverwandlung, sinnig und anspielungsreich. Neben viel originalem Nietzsche-Text gibt es Libretto-Teile von Matthus und Passagen aus Wagnerwerken […].
Martin Schüler hat die Schichtungen zwischen der Rahmenhandlung und der fiktiven Nietzsche-Oper klar herausgearbeitet und dabei doch verstanden, allem einen gewissen Duft von Irrsinn zu belassen. Ein stummes Vorspiel in der Anstalt, überblendet mit Nietzsche-Zitaten, schafft dieser Atmosphäre Raum. […]
Volker Maria Rabe sang die große Rolle des delirierend komponierenden Nietzsche rollengerecht nervös flackernd mit reichlich Vibrato, auch stimmlicher Potenz, gab ihm die bühnenfüllende Präsenz der Hauptfigur. Auch als dionysischer Tänzer im Lendenschurz machte er gute Figur. Jens Klaus Wilde, Hubert Wild, Andreas Jäpel mit schönen Wagner-Tönen und Heiko Walter, alle sehr erfreulich. Das von Marc Niemann versiert geleitete Orchester bewegte sich sicher und präzis profiliert in der Partitur.“
Martin Schüler hat die Schichtungen zwischen der Rahmenhandlung und der fiktiven Nietzsche-Oper klar herausgearbeitet und dabei doch verstanden, allem einen gewissen Duft von Irrsinn zu belassen. Ein stummes Vorspiel in der Anstalt, überblendet mit Nietzsche-Zitaten, schafft dieser Atmosphäre Raum. […]
Volker Maria Rabe sang die große Rolle des delirierend komponierenden Nietzsche rollengerecht nervös flackernd mit reichlich Vibrato, auch stimmlicher Potenz, gab ihm die bühnenfüllende Präsenz der Hauptfigur. Auch als dionysischer Tänzer im Lendenschurz machte er gute Figur. Jens Klaus Wilde, Hubert Wild, Andreas Jäpel mit schönen Wagner-Tönen und Heiko Walter, alle sehr erfreulich. Das von Marc Niemann versiert geleitete Orchester bewegte sich sicher und präzis profiliert in der Partitur.“
Jens Daniel Schubert, Sächsische Zeitung, 6.7.2009
„Der Zuschauer erlebt eine Stunde bewegtes und bewegendes Musiktheater. Spielort ist die Nervenheilanstalt Jena, in der Nietzsche eine Oper komponiert. Faszinierend individuell und konsequent hat Schüler den Chor geführt, dessen Sänger nur wenige Gesangsstellen haben, aber als Anstaltsbewohner eindrucksvoll szenisch präsent sind. Ebenso fesselnd ist Volker Maria Rabe als Nietzsche, der komponierend seine unerfüllte Liebe zu Cosima verarbeitet.“


