AUF HOHER SEE 
Szenenfoto mit Gunnar Golkowski, Roland Schroll und Rolf-Jürgen Gebert (v.l.n.r.)
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Szenenfoto mit Gunnar Golkowski, Roland Schroll und Rolf-Jürgen Gebert (v.l.n.r.)
Sławomir Mrożek
Schauspiel von Sławomir Mrożek
Spielwut No.3
KAMMERBÜHNE
Inhalt:
Jan Hasenfuß, Gunnar Golkowski, Rolf-Jürgen Gebert und Roland Schroll entführen die Zuschauer in die Welt des berühmten polnischen Autors Sławomir Mrożek, der 1930 in der Nähe von Krakau geboren wurde. Mrożek gilt als ein Meister des Grotesken und Absurden. Er entlarvt mit bissigem Humor menschliche Verhaltensweisen und gesellschaftliche Mechanismen. Mit feinem Gespür für dessen abgründigen Witz nimmt Regisseurin Milena Paulovics, die u. a. “Komödie im Dunkeln” oder “Sechs Tanzstunden in sechs Wochen” in Cottbus inszenierte, diese dritte Spielwut in ihre Hände.

Der Abend beginnt im Foyer der Kammerbühne mit kurzen Satiren von Mrożek, in denen die Tücken unseres zivilisierten Lebens kräftig aufs Korn genommen werden. Anschließend geht es im Saal „auf hohe See“. Dort stehen drei schiffbrüchige Männer auf einem Floß der Tatsache gegenüber, dass ihre Lebensmittelvorräte erschöpft sind. Eine Lösung ist schnell gefunden: „Wir müssen essen, aber nicht etwas, sondern jemanden.“ Doch wer von ihnen hat das Zeug zu einem saftigen Braten oder ist bereit, als „appetitliche Persönlichkeit“ dem Überleben der Gemeinschaft zu dienen? Die absurd-komischen Auseinandersetzungen stehen ganz unter dem Motto: Fressen oder gefressen werden!

Diese Reihe wird unterstützt vom Verein der Freunde und Förderer
des Staatstheaters Cottbus e. V.


Präsentiert von


Premiere: Mittwoch, 30. Dezember 2009
Nächste Vorstellungen:
Samstag
09.10.2010   19:30 Uhr

Mittwoch
10.11.2010   19:30 Uhr

Samstag
04.12.2010   19:30 Uhr

Sonntag
06.02.2011   19:00 Uhr

Sonntag
06.03.2011   19:00 Uhr
Besetzung:
Regie:
Milena Paulovics

Bühne:
Hans-Holger Schmidt

Kostüme:
Johanna Dürrwald

Dramaturgie:

Regieassistenz:
Falk Schneider


Ein Mann:

Der dicke Schiffbrüchige:

Der mittlere Schiffbrüchige:

Der schmächtige Schiffbrüchige:

Ein Briefträger:

Ein Lakai:

Pressestimmen:
Hartmut Krug, Lausitzer Rundschau, 4.1.2010
„Die Cottbuser Inszenierung zeigt Schauspieler, die mit ungemein diszipliniertem gestisch-mimischem Spiel urkomisch sind. Nicht ganz so böse und bitter vielleicht, wie es Mrozek empfand, als er schrieb: ‚Ich gehöre zu einer Generation, in deren Lachen immer Ironie, Bitterkeit oder Verzweiflung mitklingen wird.’ Doch Stück und Inszenierung lassen dem Zuschauer in keinem Augenblick durch die psychologische Präzision, mit der die Schauspieler das Beziehungsgeflecht der Männer darbieten, die Möglichkeit zu einem von Mrozek abgelehnten ‚gewöhnlichen Lachen um des Lachens willen’. Gunnar Golkowski als mittlerer Schiffbrüchiger ist der schön stutzige, gelegentlich langsam kapierende Mitläufer, Rolf-Jürgen Gebert ein energisch egoistischer, antreibender Demagoge und Roland Schroll ein panisch-ängstlicher, schmächtiger Schiffbrüchiger, der am Schluss im Selbstopfer sein Glück zu finden sucht. Sie bieten uns, mit Jan Hasenfuß, der noch als Briefträger und Lakai auftritt, intelligentes Lachtheater als eine Art grundsätzlicher Gesellschaftskomödie.“