Marc Niemann

1. Kapellmeister

Der Dirigent Marc Niemann erhielt seine Ausbildung zunächst als Pianist in Hannover und Lübeck, bevor er seine Studien bei dem renommierten Dirigentenausbilder Prof. Lutz Köhler in Berlin begann. Zusätzliche Impulse gaben ihm Meisterkurse bei Paul Goodwin, Peter Berne, Dietrich Fischer-Dieskau und Bernard Haitink. Die Oscar und Vera Ritter-Stiftung und die Richard Wagner-Stiftung förderten ihn mit Stipendien. Er begleitete bei vielen Liederabenden und ist als Kammermusikpartner überaus geschätzt.

Erste Engagements führten ihn zu den Eutiner Opernfestspielen, an die Bühnen der Hansestadt Lübeck und ans Staatstheater Braunschweig, wo er zahlreiche Opern dirigierte und mit ersten eigenen Einstudierungen betraut wurde, darunter die viel beachtete Premiere von Prokofjews „Romeo und Julia“ in der Inszenierung von Henning Paar und die CD-Produktion der Filmmusik zum Murnau-Klassiker „Schloss Vogelöd“. Als Erster Kapellmeister am Theater Pforzheim profilierte er sich durch viele erfolgreiche Einstudierungen, darunter „La Bohème“, „Eugen Onegin“ und Wolf-Ferraris „I quattro rusteghi“, die in der Fach- und überregionalen Presse sehr gute Kritiken erhielten. Einen seiner Schwerpunkte legte er auf die Entwicklung unterschiedlicher musikpädagogischer und musikvermittelnder Projekte, was zu einer bundesweit einzigartigen Angebotsvielfalt im Bereich kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche in Pforzheim führte.

Seit der Spielzeit 2008/2009 ist Marc Niemann Erster Kapellmeister am Staatstheater Cottbus und dem Cottbuser Publikum durch zahlreiche Einstudierungen und Sinfoniekonzerte bekannt, darunter die Oper „Cosima“ von Siegfried Matthus, Leonard Bernsteins „Candide“, die Uraufführung „Fürst Pücklers Utopia“ in der Regie von Johann Kresnik und im Herbst 2011 „Hänsel und Gretel“. 2012 kam hinzu die musikalische Leitung der Inszenierungen des Musicals „Anatevka“ und der Kammeroper „Der Fall des Hauses Usher“ von Philip Glass.

Für seine Leistungen wurde Marc Niemann in der Spielzeit 2011/2012 mit dem Karl-Newman-Förderpreis der Max Grünebaum-Stiftung Cottbus ausgezeichnet.

Als Opern- oder Konzertdirigent stand Marc Niemann am Pult vieler Klangkörper, unter anderem der Berliner Symphoniker, des Staatsorchesters Braunschweig, des Philharmonischen Orchesters Vorpommern Stralsund, der Bielefelder Philharmoniker, der Brandenburger Symphoniker, der Staatskapelle Halle und der Rheinischen Philharmonie Koblenz.

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