susanne marten schrieb:
verfasst am Mittwoch, den 11.12.2013 um 23:36 Uhr
 

Warum verwandelt Herr Holetschek Brechts Stück in eine Klamotte? Brecht muss nicht todernst und Überzeugungstheater sein. Aber diesen Klamauk hat er nicht verdient. Ich bin erstaunt, dass die Schauspieler das mitgemacht haben. Was ist hier noch übriggeblieben von Brechtschem Theater? Oder ist diese Inszenierung der Anbiederung an den Zuschauer geschuldet, der auf primitivstem Niveau zum Schenkelklopfer degradiert werden soll? Aus Paul Dessaus Musik Schlager-Schunkel-Einerlei zu machen, finde ich genauso schrecklich, wenn es auch nur an einigen Stellen war. Mir jedenfalls blieb das Lachen im Halse stecken.
Immerhin fand ich einen Lichtschimmer in dieser für mich finsteren Inszenierung. Das Bühnenbild ist einfallsreich, bietet Raum für aktives Spiel und Verwandlung.
Ich hoffe nicht, dass das die Zukunft meines Theaters ist!

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