Hanna Schwarz schrieb:
verfasst am Sonntag, den 19.04.2015 um 19:13 Uhr
 

Mitreißend auf allen Ebenen! Abgesehen von den wunderbaren Schauspielkünsten und der gute Balance zwischen komödiantischen Elementen und der Ernsthaftigkeit des Lebens ist dieses Stück in erster Linie bewegend. Im Vordergrund stehen zwar die Probleme der arbeitstüchtigen Mittelschicht, jedoch wird auch die Zerrissenheit der jüngeren Generation sehr treffend dargestellt. Diese können sich hervorragend mit der Rolle von Johannes Kienast identifizieren und machen sich Gedanken über ihren jetzigen Stand im Leben. Daher auch sehr empfehlenswert für Schüler und Studenten, die sich auf einen fesselnden Abend freuen können.

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Bärbel Manke schrieb:
verfasst am Donnerstag, den 16.04.2015 um 09:08 Uhr
 

Gestern Abend durften wir eine wunderbare Inszenierung des Staatstheaters sehen.
Das Stück ist hochaktuell und sehr gut angelegt. Teilweise taten die Aussagen der Darsteller weh, richtig weh, denn dem Publikum wird der Spiegel vorgehalten. Wie weit geht der Einzelne, wenn er/sie fürchten muss, die Arbeitsstelle zu verlieren. Wen verrät man und wen hofiert man. Teilsweise habe ich an Manns "Untertan" denken müssen.
Ich danke dem Ensemble für den wunderbaren Abend. Das Stück ist sehenswert, dank der Darsteller, des Bühnenbildes und der Gesamtinszenierung.

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Mario Ewert schrieb:
verfasst am Mittwoch, den 15.04.2015 um 11:47 Uhr
 

Am 11.04.15 sah ich in unserem Haus mehr als nur eine gute Schauspielinszenierung. Darsteller, Ausstattung und Dramaturgie ließen kaum jemanden unberührt. Hier wurde offensichtlich mehr als nur eine CD zerstört, auch so manche Illusion – des sogenannten Mittelstandes – wurde als solche lokalisiert und zur Bewertung gebeten.
Unbedingt ansehen, danach sollte man sich viel zu erzählen haben.

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Dr. Joachim Saretz schrieb:
verfasst am Sonntag, den 12.04.2015 um 14:11 Uhr
 

Am Sonnabend vormittag war in der örtlichen Zeitung noch die Rede von einer Fusion des Staatstheaters mit den Uckermärkischen Bühnen Schwedt und den Theatern in Frankfurt und Senftenberg. Am Abend dann war alles Makulatur. Mit einer grandiosen Premiere wurde die Fusion des ehemaligen Staatstheaters als Studio mit den Heroen des bürgerlichen Bildungsfernsehens SuperRTLPro7Sat1.co gefeiert und vom Publikum mit begeistertem Applaus angenommen. Dargeboten wurde im bewährten Stile von „NewtopiaSuperDschungelCampStar“ das neue Showprofil „WirMachenParty – HautaufAllesundJeden“, vor allem laut und heftig. Eine differenzierte Auseinandersetzung mit den aktuellen Problemen des heutigen Wohlstandsbildungsmittelschichtbürgertum unserer Gesellschaft. Dank der
Einschalt(Auslastungs)quoten von mehr als 90% ist mit weiteren Folgen in Kürze zu rechnen.

Es war einmal vor längerer Zeit, als in dem damaligen noch Staatstheater Stücke mit Titeln wie „Schimmelreiter“, „Wie im Himmel“ oder auch „Effi Briest“ gespielt wurden, ja Vereinzelte erinnern sich noch wage daran, dass in längst vergangenen Zeiten Stücke von Autoren wie Lessing, Schiller, Kleist und, jawohl sogar Brecht, auf dem Programm gestanden haben sollen.

Oh Theater, wo fährst Du hin…….?

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