Susanne B. schrieb:
verfasst am Sonntag, den 21.02.2016 um 12:09 Uhr
 

Gestern habe ich im Staatstheater Cottbus die wunderbare Aufführung von Mozarts "Entführung aus dem Serail" erlebt. Diese Vorstellung war die Reise nach Cottbus unbedingt wert. Die Inszenierung dieses hochaktuellen Stoffes ist gelungen, zwingt sie einem doch keine Meinung auf und lässt Spielraum, sich mit den eigenen Vorurteilen von der islamischen Welt zu beschäftigen. Alle Szenen sind von einer großen Beweglichkeit, Aktion und Flexibilität geprägt, sodass nie Längen aufkommen. Die Sänger und das Orchester schauspielern, singen und musizieren um ihr Leben, allen voran Laila Salome Fischer als entführte Konstanze. Sie macht die Zerrissenheit zwischen Sympathie und Angst in der Begegnung mit Bassa Selim und später Belmonte durch eine atemberaubend echte Darstellung fast schmerzhaft spürbar. Alle gesanglichen Schwierigkeiten werden bravourös gemeistert und die junge Sängerin biete eine bemerkenswerte dynamische Bandbreite bis hin zu wunderbar schmelzenden Pianissimi. Alexander Geller spielt den Belmonte nicht ohne Feinsinn, den hochwohlgeborenen Adligen nimmt man ihm ohne Zweifel ab. Er weiß durch seinen wunderbar lyrischen Tenor in den anspruchsvollen Arien und Ensembles durchaus zu gefallen. Hardy Brachmann brilliert als verschmitzter und stimmgewaltiger Pedrillo und bildet mit der wunderbar patzigen Blonde (Katerina Fridland) ein erfrischendes Buffo-Paar. Ingo Witzke meistert die Monsterpartie Osmin bravourös, schwingt sich von der Tiefe in die Höhe und zurück und bleibt dabei eine physisch präsente Erscheinung. Paul Enke als Gast-Bassa verleiht der Rolle viele Facetten, von irrem Lachen bis hin zu großmütigem Verständnis.

Ein herrlicher Abend im Staatstheater. Berliner, Brandenburger und Cottbuser, eilt in die nächsten Vorstellungen der "Entführung". Hier wird mit Verve und Enthusiasmus gespielt und gesungen!!

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Inka schrieb:
verfasst am Sonntag, den 21.02.2016 um 11:51 Uhr
 

Am 20.02. haben wir uns die wunderschöne Inszenierung von Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" im Staatstheater Cottbus angeguckt und kamen dafür sogar aus Berlin angefahren. Die Mischung aus dramatischen und witzigen Szenen mit grandiosen Hauptdarstellern und einer bezaubernden Laila Salome Fischer in der Rolle als Konstanze hat uns restlos überzeugt. Wir können die Vorführung jedem ans Herz legen, der gute Unterhaltung schätzt und sich auch traut, das Kino mal gegen eine Oper einzutauschen ;-) Ihr werdet es nicht bereuen!

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Sonja Surikowa schrieb:
verfasst am Donnerstag, den 11.02.2016 um 09:44 Uhr
 

Absolut spontan überlegten wir uns am 10.02.2016, ins Theater zu gehen. Wir schauten nach und stellten fest, dass das Cottbuser Staatstheater an diesem Tag "Die Entführung aus dem Serail" von Mozart auf dem Spielplan hat. Ich wunderte mich, warum die Vorstellung bis fast auf den letzten Platz ausverkauft ist und wir nur Karten im 2. Rang bekommen konnten. Es war ganz gewiss nicht der Mittwochspreis, worüber wir erst im Nachhinein erfuhren, der die kulturinteressierten Zuschauer ins Cottbuser Staatstheater lockte. Es war ganz gewiss die Vorstellung als solche!

Nach geringfügigen Anfangsschwierigkeiten erwies sich der Darsteller des Belmonte als ebenfalls hervorragender Sänger und Darsteller wie auch die übrige Besetzung. Es war ein Ohrenschmaus jedem zuzuhören.

Ein Applaus für den Regiesseur der Oper Martin Schüler. Er hat es sogar mit Witz geschafft, dieses heutige schwierige Thema umzusetzen, was für sein brillantes Regiekönnen spricht.

Auch das Bühnenbild und die Kostüme von Gundula Martin waren passend, auch wenn nicht unbedingt der Zeit der Oper entsprechend.

Alles wurde so wunderbar umgesetzt, dass es ein Augen- und Ohrenschmaus gewesen ist. Applaus für die Regie, Applaus für die Sänger, Applaus für die Bühnen- und Kostümbildnerin, Applaus für das Orchester und die Damen und Herren des Chores sowie die kleinen Kinder, die es gewiss nicht nur genossen haben, auf der Bühne zu stehen, sondern auch mal bis spät abends aufbleiben zu können.

APPLAUS und eine tiefe Verbeugung vor dem hervorragenden Können des gesamten Ensembles.

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Siegfried H. schrieb:
verfasst am Montag, den 01.02.2016 um 20:51 Uhr
 

Ich war am Samstag in der Premiere der Entführung und war restlos begeistert! So eine wunderschöne Inszenierung habe ich lange nicht mehr gesehen. Witzig, berührend und stark! Besonders hervorheben möchte ich allerdings die Leistung der Konstanze von Laila Salome Fischer. Gesanglich absolute Oberklasse und das Schauspiel eines Hollywoodstars. Hardy Brachmann als Pedrillo und Sebastian Wirnitzer als Bassa Selim waren ebenso überragend. Noch nie ist mir ein Bassa Selim als wichtige Figur aufgefallen! Vielen Dank für den wunderbaren Abend! Ich werde wiederkommen und es weiterempfehlen!

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