Karin Hofrichter schrieb:
verfasst am Samstag, den 12.05.2018 um 20:42 Uhr
 

DANKE! Das möchte ich zum Opernabend am 11.05.18 einfach mal sagen. Danke für das hervorragende Ensemble, einschließlich Chor und Orchester. Danke dem Dirigenten, der Bühnenbildnerin für die Kostümierung, den Mitarbeitern, die nicht im Rampenlicht stehen. Gerne ergriff ich symbolisch die Hand, die mich ins musikalische Schloss des D.G. entführte. Sah vom Parkett aus die vergeblichen Bemühungen des etwas gehetzt wirkenden Lebemannes, wenigstens eine der 2 Damen in die Horizontale zu kriegen. Die eigene Ehefrau wollte er ja nicht. Schickes, wechselndes Outfit. Danke auch dafür, dass D.G. die Hosen nicht runterlassen mußte bei dem eindeutigem Thema. Die kleinen heutigen Regieeinfälle (Pfiffe, Kokain, Cindy aus Marzahn) schätze ich sehr an M. Schülers Inszenierungen. Und dann die Besetzung: der riesige Masetto und die zierliche Zerlina, der eher linkisch wirkende Ottavio und die wunderschöne Donna Anna., die ihren Vater mehr liebt als diesen virilen Mann und ihn tot sehen will, was ja am Ende auch geschieht. Die Entkleidungsszene von Zerlina an ihrem großen Gatten ließ mich glucksend lachen. Zum Glück wurde es nicht peinlich nackig. Schön fand ich auch die bespielte Ouvertüre. Da konnte man schon mal ein Auge auf die Hauptdarsteller werfen...
Zu den vielen Dankeschöns hätte ich noch eine Bitte an die verantwortlichen Theaterleiter und Politiker: Macht nicht das Gleiche wie in Berlin mit dem BE und der Volksbühne. Erhaltet die künstlerische Qualität der Cottbusser Bühne. Nicht das am Ende nur noch Klamauk- und Boulevardtheater übrig bleibt.

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Paul Quast schrieb:
verfasst am Dienstag, den 03.04.2018 um 19:54 Uhr
 

Die Überraschung (Aufführung am 02.04.2018) war perfekt. Auf der Reeperbahn hatte ich Don Giovanni nicht erwartet. Und ich wüsste gern, ob GMD Christ die Zuhälterpfiffe nicht hätte von Anfang an untersagen sollen. Alle Mitwirkenden habe ich bewundert; sie haben "trotzdem" Mozart dirigiert, gesungen und gespielt. Die unvergessliche Zauberflöte in Cottbus war insoweit noch intensiver; da ist auch die Musik durch die Inszenierung erschlagen worden.

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