Verlauf:

Ulrike Noatsch schrieb:

Ich mag diese tiefgründigen Produktionen, die uns die Augen öffnen, uns zum Nachdenken anregen. Es war wieder hervorragend gespielt worden. Es passte alles, auch das auseinanderbröckelnde Bühnenbild. Täglich wird uns unter anderem über die Medien eine heile schöne, intakte Welt vorgegaukelt. Volkstümliche Musik, die vor "Schmalz" nur so tropft.
Eine Frage wurde bei dem Gespräch im Kuppelfoyer nicht beantwortet, die Meinung zur Äußerung des Vaters "Das habe ich alles nur für dich (Sohn) getan." Dem kann ich mich nicht anschließen. Die Kinder haben ihre eigenen Vorstellungen von ihrem zukünftigen Leben. Ich habe Ähnliches persönlich zu hören bekömmen. Der Vater erwartet dann Dankbarkeit des Kindes, die meistens nicht kommt. Damit entsteht der nächste Konflikt.
Sehr passend finde ich dazu die Worte von Khalil Gibram: "Deine Kinder sind nicht deine Kinder, sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst ... sie haben ihre eigenen Gedanken ... Du bist der Bogen, von dem deine Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden."
Diesen komplette Ausspruch, nett gestaltet, schenkte uns unsere Tochter. Seit dem hängt er in unserem Schlafzimmer.
Wir freuen uns schon auf den nächsten Theaterbesuch.
Ich wünsche dem gesamten Ensemble weiterhin viel Erfolg.

Viele Grüße
Ulrike Noatsch