Verlauf:

Bernd Seidel schrieb:

Sehr geehrter Herr Naglatzki,
Ihren Zeilen entnehme ich, dass Sie das Konzert trotz aller Zweifel besuchen werden. Das würde die Musiker und den Dirigenten sehr freuen, die seit Mitte August hart an den Beethoven-Sinfonien arbeiten. Glauben Sie mir, für alle ist das ganz und gar keine Pflichtübung, sondern ein einzigartiger Höhepunkt mit höchsten Erwartungen an sich selbst. Die Entwicklung der Sinfonien an zwei Tagen verfolgen zu können, Korrespondenzen und Alternativen in den einzelnen Werken hörbar zu machen, Linien im sinfonischen Werk insgesamt zu verfolgen (über die am 6. und 7.10. Prof. Gülke auch sprechen wird) - das alles ist, bei allen Anstrengungen, ein großes Vergnügen, für die Zuhörer und für die Musiker. Dazu kommt, dass die Besetzungen der Sinfonien nicht alle Kollegen zu jeder Zeit gleichermaßen fordern, so dass die Belastung für den einzelnen Musiker vertretbar bleibt - und damit Raum für das Streben nach höchster Qualität.

Vielleicht haben wir Gelegenheit, nach dem Konzert unsere Meinungen auszutauschen, und sei es in diesem Forum.

Viele Grüße
Bernd Seidel
Leiter PR/Marketing

Lothar Naglatzki schrieb:

5 Beethoven-Sinfonien am 6.10. und am darauffolgenden Abend weitere 4, welche Zumutung für Musiker und Konzertfreunde. Es erscheint wie eine Pflichtübung, in der die Beethovensinfonien abgespielt werden müssen.
Beethoven ist kein Johann Strauß, den man den ganzen Abend spielen kann: er verkörpert höchsten Anspruch an Musiker und Zuhörer;
Ich erwarte nicht mehr als Mittelmäßigkeit; dies hat
das Philharmonische Orchester nicht verdient.