Verlauf:

Rüdiger Albert schrieb:

Sehr geehrter Herr Naglatzki,
zu Ihrer Empfindung und Prognose zur Aufführung aller Beethoven-Sinfonien an zwei Tagen möchte ich meine Meinung äußern. Ich empfinde dieses Vorhaben im Rahmen der Festwoche zum 100-jährigen Bestehen des Philharmonischen Orchesters des Staatstheaters Cottbus als eine große und lohnenswerte Herausforderung für die Musiker und die Konzertfreunde. Ich bin mir auch sicher, dass Herr GMD Christ und seine Musiker des Philharmonischen Orchesters sich mit Leidenschaft und höchster musikalischer Einfühlsamkeit auf diese Konzerte vorbereitet haben. Die Besucher dieser beiden Abende erwartet ein absoluter Musikgenuss und mit Sicherheit nichts Mittelmäßiges. Wann hat man schon in einem Konzertsaal die Gelegenheit, die kompositorische und musikalische Sprache, die in den neun Sinfonien von Beethoven zum Ausdruck kommt, so intensiv aufnehmen und vergleichen zu können?
Vielen Dank an Herrn Christ und seine Musiker für diese Herausforderung!
Ich freue mich schon sehr auf das Konzert.

Lothar Naglatzki schrieb:

5 Beethoven-Sinfonien am 6.10. und am darauffolgenden Abend weitere 4, welche Zumutung für Musiker und Konzertfreunde. Es erscheint wie eine Pflichtübung, in der die Beethovensinfonien abgespielt werden müssen.
Beethoven ist kein Johann Strauß, den man den ganzen Abend spielen kann: er verkörpert höchsten Anspruch an Musiker und Zuhörer;
Ich erwarte nicht mehr als Mittelmäßigkeit; dies hat
das Philharmonische Orchester nicht verdient.