Verlauf:

Bernd Seidel schrieb:

Sehr geehrte Frau Kermas,
ich bedaure sehr, dass eine ungenaue Formulierung in den Veröffentlichungen von envia zu einem Missverständnis und einer großen Verstimmung Ihrerseits geführt hat, auch wenn wir seitens des Theaters für diese Veröffentlichungen nur vermittelt haftbar zu machen sind.

Envia teilt, z.B. auf seiner Website zur enviaCard, mit, dass die Inhaber dieser Card und eine Begleitperson im Staatstheater Cottbus jeweils eine ermäßigte Karte erhalten. Mit „ermäßigte Karte“ sind nicht die ermäßigten Preise gemeint, die Sie auf der Theaterwebsite bzw. im Spielzeitheft finden und auf die Sie sich in Ihrer Beschwerde beziehen. Der Kreis derjenigen, die auf diese ermäßigten Preise Anspruch haben, ist sowohl im Internet (unter Service/Karten/Preiswerter) wie auch im neuen Spielzeitheft (S. 158) genau definiert. Teilnehmer an Kundenbindungsprogrammen gehören nicht dazu.

Für Kundenbindungsprogramme vereinbart die Geschäftsführung des Hauses mit dem Anbieter dieser Programme eine spezielle Ermäßigungshöhe, die sich an den Möglichkeiten des Theaters und an den Angeboten des Partners orientiert. Bei envia beträgt sie seit dem 1.4.2013 10%, genau jene 10%, die Ihnen auf den Kassenpreis nachgelassen worden sind. Manche Partner nehmen diese Angabe in ihre Kundeninformationen auf, bei envia ist das leider nicht der Fall, was – wie wir sehen – zu Missverständnissen führt. Ich werde envia um eine entsprechende Ergänzung bitten.

Diese Vereinbarungen mit den Partnern sind nicht an einzelne Vorstellungen geknüpft, sondern auf alle Repertoireaufführungen bezogen. Ausgenommen sind, wie envia richtig informiert, allein Premieren, Gastspiele, Sonderveranstaltungen und "Die besondere Inszenierung". Aus diesem Grunde informieren wir bei den einzelnen Vorstellungen nicht über diese Ermäßigungsmöglichkeiten, wie überhaupt die Information über Rabatte in Kundenbindungsprogrammen bislang vereinbarungsgemäß bei den Partnern liegt, nicht bei uns. Da ich jedoch sehe, wie intensiv Sie auf der Theaterwebsite nach genaueren Informationen gesucht haben, denke ich, wir sollten ebenfalls über die Möglichkeiten der Kundenbindungsprogramme berichten. Wir werden unsere Website entsprechend ergänzen.

Das entspricht im Übrigen unserem bisherigen Vorgehen, Preise und Ermäßigung in allen Veröffentlichungen offen und breit darzustellen. Die Preisveränderungen der letzten bzw. vergangener Spielzeiten, die Sie als „unauffällig durchgeführte Höherkategorisierung von Sitzplätzen und Spieltagen“ charakterisieren, sind durch den Intendanten Martin Schüler in seinen Vorworten zu den betreffenden Spielzeitheften jeweils deutlich angekündigt worden. Wir wissen, wie sehr wir das Verständnis unserer Besucher für diese Veränderungen brauchen, und wir haben es – so mein Schlussfolgerung aus den steigenden Besucherzahlen – offenbar in den vergangenen Jahren gefunden. Seit unsere Zuschauer ihre Theaterkarten online kaufen können, können sie sich zudem zu Hause am Computer einen Eindruck über die Preise jedes einzelnen Sitzplatzes verschaffen. Und natürlich beraten unsere Mitarbeiterinnen im Besucher-Service und an den Theaterkassen einen jeden Interessenten gern ausführlich.

Ich hoffe sehr, Sie haben in dem konkreten Fall der enviaCard den Eindruck gewinnen können, dass das Theater und seine Mitarbeiter nicht willkürlich handelt. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn ich Ihr Misstrauen ein wenig zerstreuen konnte.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Seidel
Leiter PR/Marketing

Kerstin Kermas schrieb:

Sehr geehrte Damen und Herren,
als Inhaber der enviaM-Card habe ich für die Vorstellung "Windhunde und Turteltauben" 2 Eintrittskarten erworben. Lt. Preisübersicht auf Ihrer eigenen Internetseite sollte jede Karte für Inhaber o.g. Card ermäßigt 11,- Euro kosten, bezahlen mußte ich jedoch 13,50 Euro.
Dazu die Bemerkung der Kassenmitarbeiterin, daß zur Vereinfachung der vielen verschiedenen Ermäßigungen diese neue Festlegung kam.
Werden jetzt die Eintrittspreise nach dem Zufallsverfahren festgelegt? Von wem? Auf Ihrer Internetseite war aktuell nach genau dieser Veranstaltung nichts dergleichen zu lesen!
Ein weitere Geschmäckle seitens leitender Theatermitarbeiter, paßt bestens zu der in der Vergangenheit unauffällig durchgeführten Höherkategorisierung von Sitzplätzen und Spieltagen.

Mißgestimmt grüßt
Kerstin Kermas