Verlauf:

Paul Quast schrieb:

Bezüglich des Bühnenbildes und der Inszenierung mag man geteilter Meinung sein; das ist aber bei einer Opernaufführung doch nicht so wichtig.
Ich hatte fast alle (!) Aufführungen besucht; jene aber am Ostermontag war unvergleichlich schön, mitreissend und unvergesslich. Es hätte ein Abend in der Met oder der Scala gewesen sein können mit Maria Callas in der Titelrolle. Am Ostermontag war Frau Stanley mindestens ebenbürtig; ihre Stimme ist allerdings wärmer und schöner. Man brauchte nur einmal mit geschlossenen Augen zuzuhören, dann wusste man, dass Charme und Schönheit der Sängerin nur eine "Zugabe" waren.
Auf jeden Fall hat Debra Stanley das Publikum (s. Standing Ovations) nicht nur verzaubert, sondern wie ein Wesen von einem anderen Stern entführt, einschließlich aller Mitwirkenden, welche sich auch ihrerseits der Violetta (Traviata) nicht entziehen konnten.
Ein besonderes Lob gilt auch dem Dirigenten; er war einfühlsam wie seinerzeit Karl Böhm, welcher immer den Sängerinnen und Sängern Zeit zum Singen liess und nie durch Überziehung der Tempi gedrängt hatte.
Ich wünschte, eine Wiederholung dieses Abends mit Frau Stanley wäre möglich.