Verlauf:

Michael Philipp Stark schrieb:

Ach Gott, das wirkte ja wie aus der Zeit gefallen! Eine Reise aus der Wendezeit bis in die Zukunft von Cottbus soll’s sein – ja, aber da will doch keiner mit! Glaubt ihr wirklich, dass das von denjenigen, die angekommen sind in der Gegenwart, irgendeinen interessiert? Die sich engagieren, streiten um die Kommunalfinanzierung kurz vor der Kreisgebietsreform, die Geld machen wollen, vertreiben Spreewaldgurken in China und die „Kreativen“ gründen noch eine weitere „Wilde Barbara“ (gibt noch einige Straßennamen in dieser Stadt, die so eine vertragen!) Warum sollten diese Leute ihre Väter mit „Wahrheitskommissionen“ quälen? Warum ihren Enkelinnen nicht zuhören, statt immer wieder den gleichen Sermon über „Pauschalisierungen“ und „Aber mein gelebtes Leben!“ herunterzuleiern? Warum nicht wenigstens – statt Jugendklischees zu rappen – drei reale Gründe aufzählen, weshalb sie wiederkommen wollen oder meinethalben auch bleiben? Ich hab‘ nichts gegen Geschichte, keinesfalls. Aber nach einem Jahr in dieser Oststadt nichts anderes entdeckt zu haben als den alten Muff und Mief, das ist einfach zu wenig. Als wäre die Zeit seit 89 stehen geblieben! Liebe Theatermacher, globalisiert euch!