Verlauf:

Dr. Joachim Saretz; Cottbus schrieb:

Pücklers Utopia - ein Ende auf der Müllhalde?
Am Sonnabend nun endlich die lang erwartete und mit unterschiedlichsten Begleitprogrammen vorbereitete Ehrung des Fürsten Pückler. Nach ausführlicher zu lang währender Würdigung des Jubilars im Rahmen eines Festaktes dann das mit Spannung erwartete Stück "Pücklers Utopia". Ein buntes Spektakel über das Lebenswerk des
Fürsten - laut und kreischend. Ein zweistündiger Parforceritt durch das bewegte Leben Pücklers, mit Satzfetzen, die wenig von Inspiration für Pücklers Träume preisgaben, dafür aber viel Unsinn und Unverständnis, leider auch in der textlichen Artikulation. Die schlussendlich in der Endzeitapokalypse mit dem Inferno von Pücklers Parkträume und dem Versinken im modernen Wohlstandsmüll endeten. Selbst der Versuch, das Publikum theatermäßig zu "veräppeln", mißlang dank der Verweigerung eines nicht namentlich genannten Ensemblemitgliedes auf vier Beinen. Aus der "Veräppelung" wurde doch eher "Dünnsch...", abschließend ja fachgerecht entsorgt auf der Müllhalde.
Pücklers Utopia? Armes Utopia, armer Pückler, armes Staatstheater mit seinem Publikum, armes Cottbus, Alle habt ihr besseres verdient.
Am Sonntag dann Spaziergang durch den im Sonnenllcht herbstlich glänzenden Pücklerpark.
Er war unbeschadet.
Trotz alledem!