Verlauf:

Wieland Schmidt schrieb:

Gehört hatten wir seit Samstag, seit der Premiere, ja allerhand. Arbeitskollegen, denen ich am Montag erzählte, dass wir Karten für das Pücklerstück haben, schürzten die Lippen. Für das Skandalstück? – Irgendetwas, liebe Theaterleute, hatte sich übers Wochenende rumgesprochen, das mit dem Anlass des Ganzen, mit Fürst Pücklers Geburtstag, beim ersten Hinsehen nichts mehr zu tun hatte. Entsprechend gespannt sind wir heute (3.11.2010 - Anm. d. Admin.) ins Theater gezogen – und alles in allem wohltuend enttäuscht worden. Die „Nackedeis“ sind ansehnlich, die Arrangements großartig und die Lausitzer Ikone wird nicht denunziert. Im Gegenteil: Roland Renner zeigt einen Mann, der am Ende seines Daseins noch immer herausfinden will, was das Leben eigentlich mit ihm vorhat oder was er selbst damit vorhaben könnte. Sein Pückler stellt sich fortwährend in Frage. Den Affen auf seiner Schulter duldet er nur, er liebt ihn nicht. Eine sehr überzeugende Leistung des Gastes. Ein schönes Geschenk des Theaters für den Jubilar. Cornelia und Wieland Schmidt