Verlauf:

P. + A. Montan schrieb:

Herr Wilde ist ein großartiger Schauspieler, der alle seine Rollen mit viel Leidenschaft und Liebe verkörpert. Gesanglich stößt er leider jedoch recht schnell an seine Grenzen. Die hohen Töne fallen ihm sehr schwer. Vielleicht ist er als einzige Besetzung dieser ganzen großen Opernrollen mit der Zeit einfach überfordert. Um die Stimme des Sängers ein bisschen zu schonen, sollte man vielleicht doppelt besetzen.
Noch eine Anmerkung zu Herrn Achenbach: Die Tenöre an anderen Häusern haben (bis auf ganz wenige Ausnahmen) die Leichtigkeit der hohen Töne und das erwartet das Publikum von einem Tenor. Also ist es auch verständlich, dass Opernbesucher, wie z.B. Frau Töpfer, Herrn Wildes gesangliche Leistung nicht so beeindruckend finden.
Die gesamte Oper ist aber so klasse, dass wir am 11.11. selbstverständlich wieder mit dabei sind!
Herzliche Grüße!

P.S.: Wir finden es übrigens ganz toll, dass man sich hier jetzt auch mal austauschen kann mit anderen Theaterbesuchern :)

Wolff R. Achenbach schrieb:

Hören Sie sich mal die Tenöre in anderen Theatern an, bis hin zur Semperoper. Cottbus sollte froh sein einen solchen vielseitig einsetzbaren stimmlich sicheren Tenor zu haben.

Geraldine Töpfer schrieb:

Eine wirklich gelungene Produktion! Aber was soll schon schiefgehen, wenn man eine Anna Sommerfeld als Juliette hat! Sie spielt und singt, als gäbe es kein Morgen! Sehr berührend und tiefgründig, gesanglich tadellos. Das kann man zwar von ihrem Tenorkollegen nicht behaupten, aber darüber sieht man gerne hinweg. Die Inszenierung bleibt zurückhaltend, ist aber nicht wirklich störend und lässt den Sängern Raum, sich zu entfalten. Evan Christ im Orchestergraben ist eine Sensation für sich, sehr sensibel geführt!