Verlauf:

Robert schrieb:

Um auf den Kommentar nach mir zu antworten. Ich sage auch nicht, dass dieser strickt durchgezogene Humor schlecht war oder von dem Regisseur ausschließlich gewollt, sondern dass er mir an manchen Stellen einfach unpassend vorkam und platt. Das er vorhanden ist, lässt sich nun mal nicht bestreiten, und ich finde: das Publikum trägt daran keine Schuld. Robert

Carsten schrieb:

Erstmal möchte ich sagen: Tolle Musik! Der selbst geschriebene Soundtrack war einsame Spitze! Er fing die Gefühlswelt von Esau Matt genau ein und war traumhaft anzuhören. Leider muss ich meinem Vorredner zustimmen, dass mir das Stück an manchen Stellen zu komödiantisch wurde, was aber meiner Meinung nicht mit der Inszenierung oder den Schauspielern zusammenhängt, sondern mehr mit dem Publikum. Es stürzte sich ja auf jeden Wortwitz! Außerdem möchte ich noch sagen, dass ich den ersten Teil vor der Pause sehr stimmig und im Einklang fand, während der zweite Teil etwas versackte. Er hatte keine wichtige Handlung und zog sich für das eigene Gefühl sehr lange hin. Schade eigentlich, aber ich freue mich trotzdem schon auf den zweiten Abend, vielleicht verfliegt dann das Gefühl!

Robert schrieb:

Gerade diese Vermischung hat mir am Abend gefallen! So wurde doch erst richtig gezeigt, wie realistisch Esau Matts Erinnerungen manchmal werden konnten! Und das Pferd war eine tolle Erscheinung, da haben sie eine gute Wahl getroffen!
Für mich war eher unschlüssig, warum die eigentlich melancholische Stimmung des Stückes so heruntergedrückt wurde durch den komödiantischen Charakter der Bäckerfamilie. An manchen Stellen mag es passend sein, aber mir war es am Ende zu viel. Es wurde mehr eine Komödie, und meiner Meinung nach ist es das eigentlich nicht. Robert

Theresa schrieb:

Es war ein toller Theaterabend! Die Schauspieler spielten mit viel Energie und Leidenschaft, jedoch fand ich die Vermischung zwischen dem sehr spartanischen Bühnenbild und dem sehr realistischen Einzelrequisiten, beispielsweise das Pferd und das Motorrad, nicht sehr passend. Die schlichte Umgebung wurde durch diese platten Elemente zerstört und man dachte nicht mehr daran, dass dies eigentlich eine Traumwelt von Esau Matt ist.