Berührungen. Eine Balkan-Rhapsodie

Tanzstück von Adriana Mortelliti
Musik von Goran Bregović, Boris Kovač, Bratsch, Taraf De Haïdouks  
URAUFFÜHRUNG

BERÜHRUNGEN. EINE BALKAN-RHAPSODIE erzählt vom Aufbruch in immer neue, fremde Welten und den Begegnungen auf solchen Reisen. Ob man die Wege aus reiner Neugier geht, ob man auf der Suche ist oder gar gezwungen wird, einen Ort zu verlassen: Diese Art permanenter Bewegung bereitet nicht nur Lust, sondern steckt auch voller Risiken. Für die freischaffende Choreographin Adriana Mortelliti ist „Balkan“ ein Bild für den allgemeinen Austausch von Kulturen und Lebenserfahrungen. Auch die Musik zu ihrem Tanzstück spricht davon. Zu hören sind u. a. Goran Bregović, Boris Kovač und das Ensemble Taraf De Haïdoucs. Die Choreographin geht aus von den Mitteln des klassischen Tanzes und entwickelt eine zeitgenössische, organische Sprache voller Details, poetischer Gesten und Kontraste. Athletik als Ausdruck von Vitalität ist ihr ebenso wichtig wie feingliedrige Interpretation, immer mit einem Sinn für Humor.

PREMIERE Samstag, 16. März 2013

Besetzung

Choreographie und KostümeAdriana Mortelliti
BühneHans-Holger Schmidt
Choreographische AssistenzDirk Neumann, István Farkas
DramaturgieBernhard Lenort
 
TänzerinInmaculada Marín López, Denise Ruddock, Venira Welijan
TänzerJuan Bockamp, , Stefan Kulhawec,

Rezensionen

Volkmar Draeger, Lausitzer Rundschau, 18.3.2013

„Verbündet hat sich Mortelliti dazu mit musikalischen Exponenten dieses Südzipfels von Europa, der Kleinasien berührt. Berührend sind die Klänge etwa der populären Komponisten Goran Bregović, selbst serbisch-kroatischer Herkunft, des Serben Boris Kovač, der rumänischen Roma-Combo Taraf De Haïdouks, der vielseitigen Weltmusik-Band Bratsch aus Frankreich. Mortelliti nutzt dieses Kolorit zwischen Tradition und freier Verarbeitung bis hin zum Jazz für einen rund 25-teiligen Bilderbogen, der treffend Geist und Gestus balkanischen Alltags einfängt, ohne folkloristisches Schrittgut zu bemühen oder konkrete Geschichten zu verhandeln. […] Wie amüsant das gestaltet wird, verrät Mortellitis Gespür für Humor und durchzieht den Abend mit der Leichtigkeit des Seins trotz ernstem Grundton. Frischen Wind hat da Mortelliti nach Cottbus gebracht und die Tänzer, ob Venira Welijan, Denise Ruddock, Christian Schreier, Stefan Kulhavec oder die anderen, bestens aussehen lassen. Was will man mehr.“


Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 23.3.2013

„Es hat den Anschein, als wäre da ein romantisches, in metallischen Blau- und Grüntönen gemaltes Bild, das langsam Licht gewinnt und sanft in Bewegung kommt; leise wiegend, dann wogend, schließlich voller Schwung und zunehmend heiter sich entfaltend. Ein zauberhaftes Fließen, das nicht mehr aufhören will und sich in immer neuen Motiven verliert, wie zufällig ein Schmetterling von Blüte zu Blüte gaukelt. Und doch bleibt da ein Erzählfaden, der immer wieder aufgenommen wird und dafür sorgt, dass die einzelnen Tänzerinnen und Tänzer dem Publikum immer vertrauter werden […] Adriana Mortelliti hat den Abend nicht nur choreografiert, sondern auch die fast festlichen Kostüme entworfen. Und so entsteht aus Material, Musik und Bewegung dieses einzigartige Gemälde. Toll, dass sie [Mortelliti, d. Red.] für Cottbus zu gewinnen war, großartig für die hervorragend agierenden Venira Welijan, Jennifer Hebekerl, Inmaculada Marin López, Denise Ruddock, für István Farkas, Marek Ludwisiak, Stefan Kulhawec und den herausragenden Christian Schreier. Großartig ganz vor allem aber für das Publikum, das zur Premiere und auch am Donnerstagabend jubelte."


Christiane Freitag, Blicklicht, 04/2013

„Berührungen gab es darin [‚Berührungen. Eine Balkan-Rhapsodie‘, d. Red.] einige – und was für welche… Denn mit den TänzerInnen des Ballettensembles des Staatstheaters […] malt Choreografin Adriana Mortelliti ganz außergewöhnliche Bilder. […] Mortelliti verbindet dabei zeitgenössische und klassische Elemente des (Ballett-)Tanzes, lässt sie fließend ineinander übergehen und wieder zurück. Mal mit artistischer Extravaganz, mal mit slapstickartigen Episoden und mal mit erotischer Intensität – aber immer voller Leidenschaft. Geheimnisvoll wirkt sie diese Art von Inszenierung. Es gibt kein durchgängiges Muster. Immer wieder überrascht sie mit neuen Figuren, neuen Ideen. Einfach großartig und berührend.“

Bildergalerie

Film

Staatstheater Cottbus: »BERÜHRUNGEN. EINE BALKAN-RHAPSODIE« (TRAILER)

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