Harlekin

Tanzkomödie von Giorgio Madia für alle ab 5
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Nicolò Paganini
Uraufführung 

Übermütig, einfallsreich und immerfort zu Späßen aufgelegt – das ist Harlekin! Mit seinem Flickenkostüm und mit einer geheimnisvollen Maske auf dem Gesicht ist er immer in Bewegung, und wo es etwas zu lachen gibt, da ist auch der kunterbunte Spaßmacher nicht weit. Harlekin ist nicht nur die lustigste aller Theaterfiguren, sondern auch die berühmteste. Seit Jahrhunderten tanzt und springt er über die „Bretter, die die Welt bedeuten“ und bis heute hat jeder eine Vorstellung von seiner einmaligen Erscheinung, mit der er vor allem eines zum Ausdruck bringt: seine erfrischende Lebensfreude. Ständig kommen ihm neue Kunststücke und Überraschungen in den Sinn, denn er ist ein grandioser Tänzer und Akrobat. Und mit seinem Übermut bringt er in rasantem Tempo alles durcheinander. Harlekin erobert sein Publikum im Sturm, seine Fröhlichkeit steckt unmittelbar an. Mit überbordender Phantasie und italienischem Charme wird dieser unwiderstehliche Spaßmacher von dem Choreographen Giorgio Madia neu zum Leben erweckt, um den ganzen Zauber des Theaters zu entfesseln, der mit Harlekin und all den anderen liebenswerten Figuren der Commedia dell’arte verbunden ist. Einige der schönsten und bekanntesten Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart und Nicolò Paganini bilden dafür die musikalische Grundlage. Der allgemeinverständliche tänzerische Spaß und das Spiel mit den uralten Theatermasken haben ihre ganz eigene Faszination, der sich einfach niemand entziehen kann.

PREMIERE Donnerstag, 10. November 2011

Besetzung

Choreographie und InszenierungGiorgio Madia
Bühne und KostümeCordelia Matthes
Choreographische AssistenzNunzio Impellizzeri, AnnaLisa Canton, Dirk Neumann
DramaturgieAnnegret Gertz
 
CorallinaJennifer Hebekerl
ColombinaInmaculada Marín López
IsabellaDenise Ruddock
FlaminiaVenira Welijan
FlorindoIstván Farkas
PantaloneStefan Kulhawec
BrighellaMarek Ludwisiak, Stefan Kulhawec
HarlekinChristian Schreier, Vladislav Marinov

Rezensionen

Volkmar Draeger, Lausitzer Rundschau, 11.11.2011

„In Cottbus jedenfalls bescheren ihr (der Commedia dell'arte, d. Red.) Madias köstlich choreografierte 75 Minuten eine bravouröse Wiedergeburt. […] Für Kinder mit ihrer kleineren Erfahrungswelt ist einfach eine Mordsgaudi, was sich in Annegret Gertz‘ Dramaturgie auf der Szene abspielt und wie die Erwachsenen sich da so präsentieren. Auch Cordelia Matthes orientiert sich bei den Kostümen, ihren grellen Farben und den überdrehten Frisuren an alten Vorgaben. […] Giorgio Madia lässt keine Gelegenheit ungenutzt, Situationskomik einzuflechten und die Bühne flächendeckend mit sprudelndem Leben zu überziehen. […] Ein sommerheiteres, sonnentrunkenes Stück prallen Lebens ist ihm mit ‚Harlekin‘ gelungen und der Beweis, dass Menschen zu allen Zeiten die gleichen privaten Probleme haben. Mozart und, mit virtuosen Violinsoli, Paganini treiben die Geschichte vorwärts, wie sie Madia hochmusikalisch erzählt. Und wieder wächst die kleine Cottbuser Ballettcompagnie schier über sich hinaus. Christian Schreier als putzmunterer Harlekin beweist, dass er rechtens den diesjährigen Max-Grünebaum-Preis erhält, Denise Ruddocks Isabella und Weinina Weilijiangs Flamina sind herrlich zickig, István Farkas dreht als Florindo gewaltig auf, als bärtiger Pantalone, wie die männlichen Diener unter Halbmaske, macht auch Ville Valkonen sein amouröses Schnäppchen. Cottbus ist eine Reise wert – für alle ab 5 Jahren!“


Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 19.11.2011

„Es gibt reichlich zu kichern und oft genug auch laut zu lachen. Genau das ist auch die Absicht des Genres, das hier getanzt wird: Commedia dell’arte, wie sie auf italienischen Jahrmärkten gespielt und, weil herzerfrischend, bis heute in der Welt nicht vergessen wurde. Als klassisches Ballett trägt sie sich eher selten zu auf seriösen Bühnen. Aber wenn Männer wie Giorgio Madia (wir erinnern uns an das köstliche ‚Chopin imaginaire‘ hier in Cottbus) Regie und Choreografie besorgt, gelingt die federnde Leichtigkeit, die solch ein Projekt braucht. Dazu hat Cordelia Matthes als Tanzzimmer Venezianisches auf Stoff gezeichnet.“


Jens Pittasch, Blicklicht 12/2011

„Die Musik setzt ein. Vorhang auf. Ein übermütiger Tanz liebevoll gestalteter Figuren beginnt vor sparsam auf Leinwänden skizzierten Hintergründen und Räumen (Ausstattung Cordelia Matthes). Diese Trickfilm-Bilder- und Szenensprache verstehen die Kinder sofort. Bunte, turbulente Szenen, in denen es auch mal einen kecken Tritt oder Klatsch gibt, kennen sie. Liebevoll, freudig mit Können und viel Gefühl für schöne Kleinigkeiten und Gesten lassen Madias Tänzer die Handlung entstehen […].“

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Film

Harlekin Cottbus.flv

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Meinungen

Harlekin war einfach super. Total witzig und spannend. Die ganze Klasse hat gelacht.