Im Fluss der Zeit

Meisterchoreografien des 20. Jahrhunderts von Uwe Scholz und Nils Christe
Musik von Sergej Rachmaninow, Felix Mendelssohn Bartholdy und Ludovico Einaudi
Ein TANZFONDS ERBE Projekt

Die beiden Choreografen Nils Christe und – der leider viel zu früh verstorbene – Uwe Scholz vereint trotz unterschiedlicher künstlerischer Handschriften absolute Musikalität, große Klarheit und Exaktheit in ihren Arbeiten. Basierend auf der Technik des klassischen Balletts bauen beide ihre Schrittfolgen in teilwei­se atemberaubendem Tempo.

Uwe Scholz galt als „Wunderkind“ der Stuttgarter Schule, wurde 26-jäh­rig als jüngster Chefchoreograf Europas an die Oper Zürich engagiert und arbeitete später als Ballettdirektor an der Oper Leipzig. Seine hochmusikalisch choreografierten sinfonischen Ballette sind weit über den Ort ihrer Uraufführung hinaus bekannt geworden, da es ihm gelang, durch die Körper der Tänzer die Seelenlandschaft der Kompositionen sichtbar werden zu lassen. Mit dieser Verbildlichung musikalischer Bewegungen schuf Uwe Scholz seinen frischen, unverwechselbaren, neoklassischen Stil. Fast zu einem Markenzeichen sind die organischen, teils aber auch geometrischen und einem steten Wandel unterworfenen Anordnungen des Corps de Ballet geworden, denen, je nach musikalischer Vorgabe, solistische Einlagen entwachsen.

Uwe Scholz' Choreografie zu Sergej Rachmaninows Suite Nr. 2 für zwei Klaviere (3. Satz) eröffnet unter dem Titel „Rachmaninow" den dreiteiligen Ballettabend und seine spielerisch leichte Choreografie „Oktett" nach dem Streicheroktett von Felix Mendelssohn Bartholdy – ein Ballett auf Spitze, voller Poesie – bildet den Mittelteil. Im dritten Teil des Abends ist eine Choreografie von Nils Christe zu erleben, dessen Werk bis heute mehr als 80 Stücke umfasst und der bereits in Cottbus durch seine Arbeit „Purcell Pieces" (2014) von sich reden machte. Nils Christe hat als einer der führenden holländischen Choreografen unserer Zeit viel zu dem Stil beigetragen, der als „Niederländische Schule“ bezeichnet wird. Seine Sprache ist fließend und vorwärtsdrängend, ohne verzögernde pathetische Posen. Von ihm ist das Stück „SYNC" nach der Musik von Ludovico Einaudi.

PREMIERE Samstag, 19. März 2016

 

 

 

 

Dieser ungewöhnliche Abend wird gefördert von TANZFONDS ERBE –  eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes.

Präsentiert von

Besetzung

Choreografie Rachmaninow + OktettUwe Scholz †
Choreografie SYNCNils Christe
Bühne und Kostüme RachmaninowUwe Scholz †
Bühne und Kostüme OktettKarl Lagerfeld
Bühne SYNCNils Christe
Kostüme SYNCAnnegien Sneep
Einstudierung RachmaninowChristoph Böhm
Einstudierung OktettRoser Muñoz
Einstudierung SYNCAnnegien Sneep
DramaturgieBernhard Lenort
 
TänzerinLucy Van Cleef, Greta Dato, Emily Downs, N. N., N. N., Gemma Pearce, Sara Peña, Denise Ruddock, Alexandra Urcia (Studentin des Centre de Dansa de Catalunya, Barcelona)
TänzerJhonatan Arias Gomez, Juan Bockamp, René Klötzer, , Stefan Kulhawec, , Glauber Mendes Silva (Student der Staatlichen Ballettschule Berlin), Alexander Teutscher

Rezensionen

Dr. Volkmar Draeger, Lausitzer Rundschau, 21.3.2016

„Wer geglaubt hat, nach revuehaften und tanztheatralen Produktionen, abendfüllenden Klassikern und empfindsamem Kammertanz‚ sein‘ Cottbuser Ballettensemble zu kennen, rieb sich nach dieser Premiere verblüfft die Augen: ,Im Fluss der Zeit‘ trägt die Minicompagnie vorwärts zu neuen Ufern. […] Hochvirtuos hat Scholz sein Credo über die Unmöglichkeit dauerhafter Beziehungen angelegt. Den Tänzerinnen, wieder auf Spitze, und ihren Partnern verlangt die halbstündige Exkursion in die Welt der Emotionen eine Brillanz ab, der sich die erweiterte Cottbuser Compagnie souverän gewachsen zeigt. Greta Dato als echte Ballerina, Emily Downs, Stefan Kulhawec, Alexander Teutscher und der Berliner Ballettstudent Glauber Mendes Silva als Gäste überstrahlen ein bestens konditioniertes Ensemble.“

Bildergalerie

Film

IM FLUSS DER ZEIT (Trailer) - Staatstheater Cottbus

Unterstützt durch

Meinungen

Großartige Tänzerinnen und Tänzen zeigen ihr Können in einer großartigen Choreographie im vollkommenen Einklang zu wunderbarer Musik. Ein fesselndes, wunderbares Balletterlebnis in unserem wunderschönen Staatstheater - Danke für dieses Erlebnis.