Peter Pan

Ballett für alle ab fünf Jahren von Manuel-Joël Mandon nach Motiven von James Matthew Barrie
Musikcollage: Manuel-Joël Mandon
Libretto von Michael Böhnisch
URAUFFÜHRUNG 

Wer kennt ihn nicht – den kleinen Jungen Peter Pan, der nie erwachsen werden möchte? Der nachts in den Schlafzimmern der Kinder erscheint, um sie mitzunehmen auf seine phantastische Reise nach Nimmerland. Denn dort lebt er zusammen mit einer Gruppe der „verlorenen Jungs“, deren Anführer er ist. – Eines Nachts fliegt Peter gemeinsam mit der kleinen Fee Tinkerbell geradewegs durch ein offenes Fenster zu den beiden Kindern Wendy und Michael der Familie Darling, die gerade das Haus voller anstrengender Gäste hat. Ahnt Peter, wie sehr er bei den Kindern willkommen ist? Dass Wendy, die sich soeben als artige Vorzeige-Tochter präsentieren musste, einfach nur lesen, träumen und spielen will, wie andere Kinder auch? Warum sollte sie plötzlich nur noch vernünftig sein? Dieser seltsame Junge dagegen, der seinen eigenen Schatten sucht und durch die Luft fliegt, als wäre es eine Selbstverständlichkeit, fasziniert sie.

Als Peter Pan ihr und ihrem Bruder vorschlägt, mit ihm Nimmerland zu besuchen, wo man Kind bleiben kann, solange man mag, folgen sie ihm. Wie herrlich! Sie können plötzlich wie Peter fliegen – zumindest so lange, wie der Feenstaub reicht!  Auf in das Abenteuerland, wo neben Meerjungfrauen, Indianern, Krokodilen und Piraten auch der finstere Käpt’n Hook lebt! Und was die beiden Geschwister dort zusammen mit Peter Pan, den „verlorenen Kindern“ und der Fee Tinkerbell erleben, ist im diesjährigen Weihnachtsmärchen zu verfolgen. Mit dieser Geschichte über eigene Verantwortung, über die Notwendigkeit, irgendwann erwachsen wer­den zu müssen und die „Peter Pans“ hinter sich zu lassen, laden die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts zu einer aufregenden Abenteuerreise ein.

Manuel-Joël Mandon, Choreograf, Tanz-Pädagoge, Regisseur und Komponist, wuchs auf in Europa, Lateinamerika, der Karibik, in Afrika und Neu Kaledonien. In seine Arbeit fließen die vielfältigen Einflüsse ein, die er dadurch aufnehmen konnte. Als Choreograf ist er in vielen Stilen zu Hause, vom klassischen Ballett bis zu Formen des zeitgenössischen populären Tanzes. Er ist Gründer und seit vielen Jahren Leiter eines eigenen Ensembles, der M.M. Dancers Berlin.

PREMIERE Sonntag, 27. November 2016

Präsentiert von

Besetzung

ChoreografieManuel-Joël Mandon
BühneJuan León
KostümeAdriana Mortelliti
DramaturgieBernhard Lenort
Herstellung des KrokodilsWolfgang John (Kopf)
Kostümwerkstätten des Staatstheaters unter Leitung von Nicole Lorenz (Körper)
Choreografische AssistenzNina Natalia Fesenko, Denise Ruddock
 
Peter PanRené Klötzer
TinkerbellDenise Ruddock
WendyGreta Dato
MichaelStefan Kulhawec
Vater/Captain HookNiko Ilias König
MutterJuliette Fehrenbach
Schatten des Peter PanJordi Rubio
 
GästeInmaculada Marín López, Sara Peña, Venira Welijan, Jhonatan Arias Gomez, Joe Monaghan, Jordi Rubio
PiratenJuliette Fehrenbach, Inmaculada Marín López, Sara Peña, Venira Welijan, Jhonatan Arias Gomez, Joe Monaghan, Jordi Rubio
MeernixenJuliette Fehrenbach, Inmaculada Marín López, Sara Peña, Venira Welijan
 
KrokodilPetra Brehmer
Verlorene KinderSchülerinnen der Ballettschule Werhun

Rezensionen

Volkmar Draeger, Lausitzer Rundschau, 29.11.2016

„[…] Die kleine Cottbuser Ballettcompagnie, über die Landesgrenzen hinaus ein Garant für spannende Neuinszenierungen von stilistisch beachtlicher Breite, hat dafür einen Choreografen [Manuel-Joël Mandon] gewonnen, der sich auskennt im Geschäft. […] Ballettchef Dirk Neumann bewies damit wiederum eine glückliche Hand. Denn was Mandon den Ensembletänzern und ihren Gästen auf den Körper choreografierte, ist nicht nur, wie im Untertitel zu lesen, ein Märchenballett für alle ab 5, sondern macht die ganze Verwandtschaft froh. […] Mandon hat ein untrügliches Talent für gute Show. Ständig passiert etwas, spielen die Gestalten miteinander, gibt es parallele Aktionen. […] Dreimal müssen die Tänzer ihr Finale tanzen, so groß ist der Jubel im Saal. Was die Mannschaft mit dieser überbordend lebendigen Inszenierung gezaubert hat, ist hinreißend. Adriana Mortellitis fantasievolle Kostüme, ob elegant oder glitzernd, und Juan Léons wundersame Bühne, ein Schiffswrack für die trunkenen Piraten, bieten „Peter" René Klötzer, „Tinkerbell" Denise Ruddock, „Wendy" Greta Dato, „Michael" Stefan Kulhawec, „Hook" Niko König und allen anderen den Rahmen, der sie spielerisch, tänzerisch und artistisch zu Höchstleistungen anstachelt. Mandons Bewegungssprache vom Folklorezitat bis zu HipHop auf eine Collage schmissig-romantischer Filmmusiken ist unwiderstehlich […]“


Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 3./4.12.2016

„Das Publikum ist kaum zu halten in seiner Begeisterung. Ständig braust Szenenapplaus auf, am Schluss wird das Ensemble frenetisch gefeiert. Bravo! Bravo! Bravo! Manuel-Joël Mandon heißt der Wundertäter, der aus einer erstklassigen Companie noch eine Steigerung herauskitzelt. […] Die Musiken aller Winkel der Welt und deren Farben (Kostüme Adriana Mortelliti) treffen sich und tragen die Tänzerinnen und Tänzer, lassen sie schweben, Salti schlagen und gewagte Sprünge riskieren. Das alles wirkt kein bisschen angestrengt. […] In den Hauptrollen tanzen René Klötzer als in seinen Sprüngen kaum zu bändigender Peter Pan, Greta Dato als Kind Wendy mit klassischer Körperdisziplin, Stefan Kulhawec als ein wilder, tobender und im Ballonkorb furchtbar ängstlicher Michael mit spektakulären Salti, sowie Denise Ruddock (Tinkerbell) und Niko König (Captain Hook) […] und als noch mehr „verlohrene Kinder“ perfekt integriert sechs Schülerinnen der Ballettschule Werhun. Ihnen ein Extra-Bravo!“


Jens Pittasch, Blicklicht, Januar 2017

„Was das Cottbuser Ballett, äußerst hochklassig unterstützt durch Schülerinnen der Ballettschule Werhun, hier auf die Bühne zaubert, fasziniert Kinder und das Kind in jedem Erwachsenen gleichermaßen. […] Die Umsetzung des Choreografen Manuel-Joël Mandon ist einfach genial – und er hat ein Ensemble an der Hand, das all seine Ideen meisterhaft umsetzen kann. Wobei meisterhaft hier keine formellen Spitzentänze im Tutu meint, sondern umfangreiche Tanz-Kampf-Fecht-Artistik-Szenen, Hip Hop, Afro-Style oder Street Dance – vereint mit anspruchsvollen, klassischen Tänzen und Figuren. Und mit so viel Ausdruck durch ganz und gar verinnerlichte und liebevoll gestaltete Rollen bei allen Tänzern. Die Musikauswahl trägt ihren Teil bei zu diesem großartigen Einstieg in die Welt des Theaters allgemein und die des Balletts im Besonderen. Da wird es schon mal etwas bassiger oder lassen die Charts und bekannte Filmmusiken grüßen. Reichlich gibt es Szenenapplaus und den einen oder anderen anfeuernden Ruf oder freudigen Juchzer, jeder ist mitgerissen und vom Geschehen ganz und gar gefangen.“

Bildergalerie

Film

PETER PAN - Staatstheater Cottbus

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Super tolle Vorstellung! Ist ein neuer Termin geplant? Würde gern nochmal gehen. Sehr geehrte Frau Mattner, die nächste Vorstellung ist am 1. Mai 2017, 16 Uhr im Großen Haus. Anlass …