Romeo und Julia

Ballett in vier Akten nach der Tragödie von William Shakespeare
Musik von Sergej Prokofjew

Shakespeares Drama „Romeo und Julia“, die wohl bekannteste Liebesge­schich­te aller Zeiten, war am Staatstheater in den letzten Jahren bereits im Schauspiel und als Operninszenierung zu erleben. Nunmehr steht eine weitere bekannte und erfolgreiche Gestaltung des Stoffes auf unserem Spielplan: Sergej Prokofjews 1938 komponiertes Ballett ROMEO UND JULIA. Die Sprache des Tanzes scheint besonders geeignet, die ersten zarten Be­rüh­rungen zweier junger Menschen, ihre verzweifelten Bitten bei Pater Lorenzo, aber auch die unversöhnlichen Streitereien und Kämpfe der verfeindeten Adelsgeschlechter – der Montagues und der Capulets – dramatisch und sinnlich erfahrbar zu machen. In Prokofjews Gestaltung der Liebes­tragödie verschmelzen gleichermaßen zarte und herbe Lyrik, dramatische Expres­sivität und groteske Überzeichnungen, ebenso klassische Strukturen und moderne Tonalität, rhyth­­mische Finessen und leitmotivische Themenarbeit zu einer eigenen kongenialen Klangsprache. Unter der musikalischen Leitung von Evan Christ spielt das Philharmonische Orchester. Als Choreograph konnte Ralf Rossa gewonnen werden, der Ballett­direktor und Chefchoreograph der Oper Halle. Er arbeitet erstmals in Cottbus.

PREMIERE Freitag, 5. Oktober 2012

Mit freundlicher Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Staatstheaters Cottbus e. V.

Hier geht's zum Video-Trailer auf tv-cottbus.de

Präsentiert von

Besetzung

Choreographie/InszenierungRalf Rossa
Musikalische LeitungEvan Alexis Christ
BühneMatthias Hönig
KostümeNicole Lorenz
DramaturgieDr. Carola Böhnisch
Choreographische AssistenzMarkéta Šlapotová, Michal Sedláček, Dirk Neumann
Musikalische AssistenzFrank Bernard, Christian Georgi, Peter Wingrich, Bo-Kyoung Kim
 
Julia CapuletVenira Welijan
Romeo MontagueStefan Kulhawec
TybaltIstván Farkas
MercutioMartin Zanotti
Julias FreundinDenise Ruddock
Gräfin CapuletJennifer Hebekerl
Graf ParisJuan Bockamp
Tybalts FreundinInmaculada Marín López
Pater LorenzoEoin Griffin
Ein MädchenClaudia Czyz
Ein MannThomas Mietk
 
Es spielt das Philharmonische Orchester.

Rezensionen

Harald Asel, rbb Inforadio, 8.10.2012

„In ‚Romeo und Julia‘ zeigt das kleine Ballettensemble in der Choreographie des Hallensers Ralf Rossa, dass der oft groß aufgezogene Kampf der beiden Veroneser Geschlechter auch als kammerpsychologisches Drama um Identität und Zwang lesbar ist, zwischen herausfordernden eher modernen Bewegungen und dem Korsett der Tradition.“


Volkmar Draeger, Lausitzer Rundschau, 8.10.2012

„Dass […] eine dramatisch aufgeladene, emotional packende Version jener unsterblichen Liebesgeschichte entstanden ist, ist günstigen Umständen zu verdanken. Zum einen der Begleitung durch das Philharmonische Orchester, das GMD Evan Christ zu einer fulminanten Wiedergabe der Partitur führt und so Ralf Rossas Choreographie eine hochdifferenzierte Klangfolie bietet. […] Mit welcher Hingabe sich die Tänzer dem Koloss ‚Romeo und Julia‘ entgegenwerfen, wie sie sich, jeder ein Solist, die Rollen anverwandeln, den Zuschauer erreichen, ist ein weiterer günstiger Umstand. Wieder hat Ballettdirektor Dirk Neumann Geschick in der Wahl von Stück und Choreograph bewiesen, wieder seine Mannschaft zur überzeugend kämpferischen Künstlercrew verschweißt. […] In Venira Welijan hat er [Ralf Rossa, d. Red.] eine so selbstbewusste wie sanfte Julia, in Stefan Kulhawec, 19 Jahre jung und Zugewinn im Ensemble, einen Romeo von besten Voraussetzungen, in beiden ein ideales Paar. Als Julias Freundin zeigt Denise Ruddock Profil.“


Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 13.10.2012

„Nein, eine Sparte Ballett führt diese Bühne nicht. Kopfschüttelnd trug mancher diesen Gedanken aus dem Haus, in dem eben der Vorhang nach einer zauberhaften Premiere fiel. Standing Ovations erneut für das Orchester, aber auch für Tänzerinnen und Tänzer und den Choreographen Ralf Rossa (Gast aus Halle). […] Matthias Hönig, der mit Rossa aus Halle kam, hat aus der Bühne einen offenen Käfigraum gebaut, hinter dem als zweite Spielfläche die entrückte Kirche liegt. Alles passt. Licht macht wunderhaft Stimmungen.“

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Film

Staatstheater Cottbus - Romeo und Julia

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Meinungen

Ich finde Romeo und Julia einfach unglaublich. Das Stück hat eine tolle Dramaturgie und das Ensemble ist super.