Schwanenseele

Tanzstück von Gundula Peuthert mit Musik von Marc Lingk nach Motiven von Peter Tschaikowski
URAUFFÜHRUNG

Eine junge Frau findet ihre große Liebe und verliert sie wieder, bevor sie richtig beginnen kann. Hiervon erzählt „Schwanensee“. Voller Trauer über den Verlust des Geliebten stürzt sich Odette ins Meer ... Was wäre, wenn sie gerettet werden würde und weiterleben müsste? An diesem Punkt beginnt SCHWANENSEELE: Odette überlebt und flieht in eine innere Welt, eine Traumwelt. Für alle Außenstehenden scheint die knapp Gerettete ohne Bewusstsein; vergeblich mühen sich die Ärzte, sie „zurückzuholen“. Sie selbst aber ist ganz bei sich – auf eine Weise glücklich, die sie in der Realität nie kannte. – In ihrem Tanzabend lotet Gundula Peuthert die Spannungen zwischen Außen- und Innenwelt aus. Mit den Mitteln des Tanzes wagt sie einen Blick in die Grenzbereiche menschlicher Wahrnehmung. Eine innovative Videotechnik, mit der die Tänzer auf neue Weise interagieren und die assoziationsreiche Musik des Berliner Komponisten und Programmierers Marc Lingk unterstützen sie dabei.

PREMIERE Samstag, 9. Mai 2015

Präsentiert von

Besetzung

ChoreographieGundula Peuthert
BühneHeike Mirbach
KostümeNicole Lorenz
MusikMarc Lingk
Interaktive VideoprogrammierungDr. Marcus Doering
DramaturgieAndreas Vent-Schmidt
Choreographische AssistenzDenise Ruddock, Dirk Neumann
 
TänzerinGreta Dato, Emily Downs, Inmaculada Marín López, Denise Ruddock
TänzerRené Klötzer, Niko Ilias König, Stefan Kulhawec, Jason Sabrou

Rezensionen

Volkmar Draeger, www.tanznetz.de, 16.5.2015

„Gundula Peuthert ist mit diesem Fieberexzess der Wegsuche aus einer schier ausweglosen Situation nicht bloß eine spannende Version in der ‚Schwanensee‘-Nachfolge gelungen, sondern auch ihre bisher überzeugendste Inszenierung. Nahezu alle Aussagen kleidet sie in zeitgenössischen Tanz von imposanter Dichte und Erfindungskraft, ordnet den Figuren Motive zu und kreiert für sie komplett unterschiedliche Duette von Wiedererkennungswert. Selten sieht man psychische Vorgänge in derart stringent sich steigerndem Taumel bis zur Katastrophe. An diesem Abend stimmt alles: das Weiß und Schwarz der Szene, ob bei Heike Mirbachs beklemmend komplexem Haus oder den Kostümen von Nicole Lorenz; in Marc Lingks bisweilen adagiohafter Musik und Marcus Dörings Videoanteilen. Zuvörderst ist ‚Schwanenseele‘ der Abend einer Tänzerin: Greta Datos technisch wie gestalterisch überragende Odette kommt kaum von der Bühne und leistet Außerordentliches zwischen fragil und selbstbewusst. Als Liebender stützt sie Jason Sabrou, als diabolischer Magier glänzt Niko Ilias König. Ein Bravo dem kleinen Cottbuser Ballett für einen wiederum großen Abend!“


Blicklicht, Jens Pittasch, Juni 2015

„Was das Team um Gundula Peuthert hier vor die Augen – und in die Seele zaubert, ist ein Kunstwerk für viele Sinne. Ob die Musik von Marc Lingk nach Tschaikowski Motiven; die Bühne von Heike Mirbach mit dem asymmetrisch-wundersamen Gebäude drauf; die besondere Dimension, durch die anspruchsvolle, interaktive Videotechnik von Dr. Marcus Doering, – ob die Violineneinspielung durch Dr. Zaher Halwani oder die Kostüme von Nicole Lorenz – alles greift ineinander und betont die physisch enorme und gestalterisch anspruchsvolle Leistung der Tänzerinnen […] und Tänzer. Besonders Greta Dato – ab der neuen Spielzeit fest im Cottbuser Ensemble – prägt mit ihrem Können dieses Stück, im besten Sinne auffällig ist auch Emily Downs (als Gast). Wobei es nicht ganz gerecht ist, beide gesondert zu nennen – die Leistung jedes Einzelnen ist hoch – und Jeder bekommt Gelegenheit für eigene, hervorragende Akzente. […] Was mehr kann Theater leisten? Danke!“

Bildergalerie

Film

»Schwanenseele« Trailer (Staatstheater Cottbus)

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Guten Abend, Herr Koepper, Ihr Interesse und Ihr Wunsch freuen uns alle sehr. Natürlich finden Sie in der Spielzeit 15/16 diese Gelegenheiten: am Sa 3.10., am So 18.10., am Do …