1. Philharmonisches Konzert

JOSEPH HAYDN (1732-1809) Sinfonie Nr. 104 D-Dur (Salomon)
ANNETTE SCHLÜNZ (*1964) de lonh| Uraufführung eines Auftragswerkes
ANTON BRUCKNER (1824-1896) Sinfonie Nr. 9 d-Moll

Den Streifzug durch die Welt des Sinfonischen eröffnen in dieser Saison die letzten Sinfonien zweier Meister der Gattung. Im Konzert umschließen sie einen Aufbruch: die Uraufführung eines Werkes von Annette Schlünz. Joseph Haydn war maßgeblich an der Durchsetzung der klassischen viersätzigen Sinfonieform beteiligt. Der musikalische Verlauf orientierte sich dabei an der aufklärerischen Forderung, das Publikum durch den Prozess der Ent­deckung neuer Ideen zu führen − was durchaus ein Motto der acht Philhar­monischen Konzerte abgeben könnte. Ein wichtiges Mittel auf diesem Weg war Überraschung (als Humor und Spiel mit den Erwartungen des Publi­kums). Anton Bruckner steht für eine monumentale Ausprägung des Sinfonischen. Er verstand „Sinfonie“ als „musikalische Architektur“, die zum exakten Ver­ständnis in ihrem „ganzen Kunstbau bis in die Atome seziert“ werden müsse. Den vierten Satz seiner Neunten konnte er nicht mehr vollenden. So erklingen in diesem Konzert die Sätze eins bis drei.

Philharmonisches Orchester
Dirigent: GMD Evan Christ

KONZERTEINFÜHRUNG
Jeweils eine halbe Stunde vor Beginn im Foyer des 2. Ranges

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