1. Philharmonisches Konzert

RICHARD STRAUSS (1864-1949)
Don Juan op. 20
Burleske für Klavier und Orchester d-Moll
Rosenkavalier-Suite

STEFFEN SCHLEIERMACHER (*1960)
Klangrufe I | Auftragswerk des Staatstheaters Cottbus | Uraufführung

Tzimon Barto – Klavier
Philharmonisches Orchester
Dirigent: GMD Evan Christ

Was machen Komponisten, wenn sie nicht gerade nach neuen Klängen und Ausdrucksmöglichkeiten suchen? Richard Strauss hätte geantwortet: Skat spielen. Er war ein brillanter, phantasievoller, sehr risikofreudiger Skatspieler. Diese Leidenschaft verewigte er in der autobiographischen  Opernkomödie „Intermezzo“. Das Skatspiel vermochte Strauss von dem „inneren Klingen“ abzulenken, das er immerfort verspürte: „Alles, was ich sehe, die Menschen, die Tiere, die Natur in ihrer Vielfalt, klingt für mich, löst musikalische
Einfälle aus“, äußerte er einmal und fügte hinzu, dass er diese Fähigkeit mit zunehmendem Alter mehr und mehr als Belastung empfinde. „Zum Glück gibt es etwas, das nicht klingt – und das sind Spielkarten. Die lösen keine Musik in mir aus. … Skatspielen ist für mich Vergnügen und Erholung zugleich.“

Strauss brillierte im Umgang mit den Orchesterfarben, in der Stimmführung, in der Strukturierung eines Musikstücks und ging wie beim
Skatspiel auch beim Komponieren gern aufs Ganze. Das einsätzige Klavierkonzert „Burleske“ (1885/86) strotzt nur so von sspieltechnischen Schwierigkeiten. Wenig später gelang Strauss mit der Tondichtung „Don Juan“ (1888) nach Nikolaus Lenau
der Durchbruch auf dem Gebiet der Sinfonischen Dichtung, auf dem er unumschränkter Herrscher werden sollte. In der Oper „Der Rosenkavalier“ (1911) knüpften er und der Dichter Hugo von Hofmannsthal an den Geist Mozarts und des Rokokos an.

Freitag 19.9.2014, 20.00 Uhr & Sonntag 21.9.2014, 19.00 Uhr

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