3. Philharmonisches Konzert

IGOR STRAWINSKI (1882-1971) L’oiseau de feu (Der Feuervogel)
PHILIP GLASS (*1937) Violin Concerto
ATLI INGÓLFSSON (*1962) Mani | Uraufführung eines Auftragswerkes
JEAN SIBELIUS (1865-1957) Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Das Ballett „Der Feuervogel“ vereint Motive russischer Märchen. Der Feuervogel steht für die Wünsche des Einzelnen, für Abenteuer und Veränderung. Sein Besitzer gerät jedoch bald in einen Zugzwang, der seine Kräfte übersteigt. Strawinskis Titelfigur hilft als exotisch-sinnliche Frauen­gestalt einem Prinzen im Kampf gegen das Böse. Für Philip Glass ist „Konzert“ „theatralischer und persönlicher“ als andere Gat­tungen der Orchestermusik. Entsprechend frei agiert in seinem Violin­konzert die Solostimme gegenüber dem Orchester. Jean Sibelius, einer der großen Sinfoniker des 20. Jahrhunderts, steht für „finnische Musik“ schlechthin. Als „nordisch“ gelten dabei bestimmte Abwei­chungen von der Forderung nach strenger musikalisch-logischer Entwick­lung. In jüngster Zeit entdeckt man sie (am Beispiel der zweiten und vierten Sinfonie) als „Klangräume“. Diese können Vorstellungen von räumlich-zeitlicher Nähe und Ferne hervorrufen, aber auch musikalische Prinzipien herausstellen, etwa Dynamik im Unterschied zu Zeitlosigkeit oder Struktur (als erkennbare Formung) gegenüber „Naturhaftigkeit“. So gehört, erweitert Sibelius‘ Zweite den Kosmos des Sinfonischen.

Linus Roth – Violine
Philharmonisches Orchester
Dirigent: Daniel Klajner

KONZERTEINFÜHRUNG
Jeweils eine halbe Stunde vor Beginn im Foyer des 2. Ranges

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