3. Philharmonisches Konzert

Das Konzertprogramm entstand in Kooperation mit dem Festival MúsicaMallorca. Sein Thema: „Pasiones mediterráneas“, mittelmeerische Leidenschaften. Der Franzose Édouard Lalo steuert eine „Symphonie espagnole“ bei, hinter der sich ein Violinkonzert verbirgt. Der Italiener Pietro Mascagni mit der „Cavalleria rusticana“ eine Oper, die in einem sizilianischen Dorf spielt. Und der in Lübeck geborene Günter Steinke fasst die Extreme, in die Leidenschaften münden, in seiner Uraufführung unter dem Titel „reißend – still“ zusammen.

Lalo schrieb das Konzert für Violine und Orchester d-Moll 1874 für den spanischen Violinvirtuosen Pablo de Sarasate. Im Cottbuser Konzert übernimmt Tobias Feldmann den solistischen Part. Als Preisträger des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt er seit Februar 2013 eine Violine von Antonio Stradivari. Mascagnis Oper erklingt konzertant. Mascagni hatte das Werk auf ein Preisausschreiben hin in etwa acht Wochen komponiert – mit sensationellem Erfolg bei der Uraufführung 1890. Wie beim Festival MúsicaMallorca im Teatre Principal de Palma wirken auch in Cottbus internationale Solisten mit: Maria Louisa Corbacho, Eva Maria Santana und Joel Montero. Mit ihnen treten auf: Debra Stanley, Andreas Jäpel, der Opernchor und der Sinfonische Chor der Singakademie Cottbus e.V. Das Philharmonische Orchester dirigiert GMD Evan Christ.




 

GÜNTER STEINKE (*1956)
„reißend – still“ | Auftragswerk des Staatstheaters Cottbus | Uraufführung

ÉDOUARD LALO (1823-1892)
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 d-Moll op. 21 (Symphonie espagnole)

PIETRO MASCAGNI (1863-1945)
Cavalleria rusticana | Oper konzertant in einem Akt
Maria Luisa Corbacho (Santuzza), Joel Montero (Turiddu), Eva Maria Santana (Lucia),
Andreas Jäpel (Alfio) und Debra Stanley (Lola)

Tobias Feldmann – Violine
Opernchor des Staatstheaters Cottbus
Sinfonischer Chor der Singakademie Cottbus e.V.
Philharmonisches Orchester
Dirigent: GMD Evan Christ

Mit freundlicher Unterstützung durch den Deutschen Musikrat 




und die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL).

Pietro Mascagni hatte 1885 seine Studien am Mailänder Konservatorium nach einem Streit mit dem Direktor abgebrochen und war als
Dirigent mit Operetten-Kompanien durch Italien getourt. 1887 gelang ihm doch noch der Sprung in eine feste Anstellung als Dirigent im apulischen Cerignola. Künstlerisch allerdings fühlte er sich in der 25.000-Seelen-Gemeinde auf dem Abstellgleis. Als der Verleger Sonzogno per Preisausschreiben einen Operneinakter suchte, setzte Mascagni alles auf eine Karte und komponierte in ungefähr acht Wochen „Cavalleria rusticana“ – mit sensationellem Erfolg bei der Uraufführung 1890. In diesem hoch emotionalen Meisterwerk führen unglückliche Liebesverwicklungen zu einem tödlichen Zweikampf. Eine Botschaft des Friedens bringt ein langes sinfonisches Intermezzo in die archaische Welt dieser Oper.

Der französische Komponist Édouard Lalo war als Republikaner ein entschiedener Gegner des Zweiten Kaiserreichs und deshalb auf
Unabhängigkeit von Institutionen bedacht. Dafür nahm er auch materielle Not in Kauf. Er unterrichtete und spielte in einem Kammermusikensemble. Breitere Anerkennung als Komponist fand er erst nach dem Deutsch-Französischen Krieg. Die „Symphonie espagnole“ schrieb er 1874 für den Violinvirtuosen Pablo de Sarasate.

Freitag, 12.12.2014, 20.00 Uhr & Sonntag, 14.12.2014, 19.00 Uhr

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Eine tolle Inszenierung! Mit Isabel Dörfler steht ein echter Star auf der Bühne - was für eine Persönlichkeit - was für eine Stimme. Wir waren restlos begeistert! Danke für den …