5. Philharmonisches Konzert

JEFFREY ROBERTS (*1970) Shadows of Tang | Uraufführung des Auftragswerkes
BENJAMIN BRITTEN (1913-1976) Symphony for Cello and Orchestra op. 68
CÉSAR FRANCK (1822-1890) Sinfonie d-Moll

Im französischen (und das heißt Pariser) Konzertleben zu Zeiten César Francks war Beethoven allgegenwärtig. Zeitgenössische französische Komponisten hatten es daneben schwer. Franck allerdings wurde in Frank­reich sogar zum einzig wahren Nachfolger Beethovens stilisiert, ein großes Lob für ihn und ein weiteres Beispiel für die zentrale Rolle des „Titanen“ in der Geschichte des Sinfonischen. Mit seiner – abgesehen von einer Studienarbeit – einzigen Sinfonie schuf Franck das „sinfonische Prunkstück der französischen Schule im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts“ (Serge Gut). Franck bezog sich dabei strukturell auf Beethovens Fünfte, auch der Rhythmus des „Schicksalsmotivs“ scheint gelegentlich auf. Mit dem Titel „Symphony“ stellte Benjamin Britten sein Violoncellokonzert, geschrieben für Mstislaw Rostropowitsch, ausdrücklich in die Tradition der „sinfonischen Konzerte“. In ihnen schwebt die Solostimme nicht mehr oder weniger losgelöst über dem Orchester, sondern ist in die Gesamtstruktur eingebunden. Eine Sonderstellung behält sie aber trotzdem bei.

Alban Gerhardt – Violoncello
Philharmonisches Orchester
Dirigent: Rasmus Baumann

KONZERTEINFÜHRUNG
Jeweils eine halbe Stunde vor Beginn im Foyer des 2. Ranges

Unterstützt durch

Meinungen

Turandot am 8. Oktober 2017: Evan Christ und Martin Schüler entzuckern die Puccini-Oper und verstärken dadurch erheblich ihren Geschmack. Jedes Musik- und jedes Regiedetail sitzt passgenau. Turandot (Soojin Moon) und …