5. Philharmonisches Konzert

PETER TSCHAIKOWSKI (1840-1893)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 G-Dur op. 44
Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

BERND FRANKE (*1959)
VEIL (I) – Uraufführung der Orchesterfassung | Auftragswerk des Staatstheaters Cottbus

Alexander Markovich – Klavier
Philharmonisches Orchester
Dirigent: Ruben Gazarian

Alles begann mit einem Orchestrion. Tschaikowskis Vater, ein Bergbauingenieur, hatte das mechanische Instrument mit nach Votkinsk
gebracht, einer kleinen Eisenhütten-Stadt im Ural. So wuchs Tschaikowski an diesem abgelegenen Ort mit Opernmelodien auf, lange vor Erfindung des Grammophons und des Radios. Mit fünf Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht und spielte bald besser vom Blatt als seine Lehrerin. Doch die Eltern schickten ihn auf die kaiserliche Juris­tenschule, mit neunzehn wurde er Sekretär im Justizministerium. Früh lernte er den Widerstreit zwischen Neigung und Schicksal kennen, den er in seinem Schaffen immer wieder thematisierte.

Auch in den ersten beiden Sätzen seines zweiten Klavierkonzerts (1879/80) erkundete Tschaikowski Gegensätze und ihre Beziehung
zueinander. Hier zeigen sie sich im Verhältnis von Introvertiertheit und Auftrumpfen, von Nachdenklichkeit und nach außen wirkendem Glanz sowie (ganz intensiv im Mittelsatz) als Gegenüberstellung von Privatheit, gar Intimität und Öffentlichkeit. Mit einem „Kehraus“-Rondo, in dem der Solist virtuos brillieren kann, schließt das Werk, das in der ungekürzten Fassung erklingt.

1888 komponierte Tschaikowski die fünfte Sinfonie. Gerade hier fasste er das Gegeneinander musikalischer Charaktere, Themen und Motive programmatisch auf: Als idée fixe, wie Hector Berlioz sie erstmals gestaltete, zieht sich das Motiv des widrigen Schicksals durch das Werk.

Freitag, 13.2.2015, 20.00 Uhr & Samstag, 14.2.2015, 19.00 Uhr

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Eine tolle Inszenierung! Mit Isabel Dörfler steht ein echter Star auf der Bühne - was für eine Persönlichkeit - was für eine Stimme. Wir waren restlos begeistert! Danke für den …