7. Philharmonisches Konzert

JACOPO BABONI SCHILINGI (*1971) Natura – Phoenix | Uraufführung des Auftragswerkes
CLAUDE DEBUSSY (1862-1918) Nocturnes
GYÖRGY LIGETI (1923-2006) Klavierkonzert
CLAUDE DEBUSSY La Mer

Bei „Nocturne“ denkt man zuerst wohl an „nächtliche Stimmungen“ im Sinne der Romantik, also an ein Stadium, in dem die Gesetze des Denkens nicht mehr gelten, die völlige Freiheit des Traums aber noch nicht erreicht ist. Debussy jedoch zielte mit der Verwendung des Wortes auf „alles, was dieser Begriff an Impressionen und Lichterspiel erwecken kann“, etwa Dämmerung, magische Beleuchtung, traumhafte Szenen festlichen Treibens und zauberhafter Gesang unwirklicher We­sen. Insgesamt, auch in „La Mer“, ging es Debussy nicht um „mehr oder weniger exakte Reproduktion der Natur“. Bestimmung der Musik sei vielmehr die „geheimnisvolle Übereinstimmung von Natur und Ima­gina­tion“. György Ligeti betrachtete das Klavierkonzert, entstanden zwischen 1985 und 1988, als sein ästhetisches Credo. In ihm suchte er einen Weg zwischen dogmatisch verhärteter Avantgarde und postmoderner Beliebigkeit. Das Konzert ist gekennzeichnet von einer Parallelität des Verschiedenen in Stimmführung, Metrum und Rhythmik – extrem anspruchsvoll in der Aus­führung, gleichzeitig voller Emotionen.

Markus Bellheim – Klavier
Damen des Opernchores
Philharmonisches Orchester
Dirigent: GMD Evan Christ

KONZERTEINFÜHRUNG
Jeweils eine halbe Stunde vor Beginn im Foyer des 2. Ranges

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