Gedenkkonzert zum 70. Jahrestag der Bombardierung von Cottbus

JOHN RUTTER (*1945)
Requiem

RUDOLF MAUERSBERGER (1889-1971)
Wie liegt die Stadt so wüst

Am 15. Februar 1945 flogen amerikanische Bomber den schwersten Bombenangriff, den Cottbus während des 2. Weltkriegs erlebte. Der Bahnhof und weite Teile der Südstadt wurden zerstört. Dabei kamen etwa 1.000 Menschen ums Leben, etwa 13.000 wurden obdachlos.

„Cottbus bekennt Farbe“ ist ein Aufruf von Bürgerinnen und Bürgern, sich gegen Neonazis und ihre Märsche am 15. Februar und für ein tolerantes Miteinander zu engagieren. Der Aufruf wird getragen von den beiden Initiativen „Cottbuser Aufbruch“ und „Cottbus Nazifrei!“ und unterstützt von vielen Einzelpersonen, Vereinen und Institutionen, darunter auch der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung. Künstler und Mitarbeiter des Staatstheaters Cottbus beteiligten sich von Anfang an auf vielfältige Weise an den friedlichen Protestformen. Am Jahrestag der Bombardierung findet – wie bereits 2005 und 2010 – im Cottbuser Hauptbahnhof ein Gedenkkonzert statt. Unter der musikalischen Leitung von Chordirektor Christian Möbius sind das „Requiem“ des englischen Komponisten John Rutter und die Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“ des Dresdner Kreuzkantors Rudolf Mauersberger zu hören. Die Motette für einen vier-bis siebenstimmigen A-cappella-Chor schrieb Mauersberger unter dem Eindruck der Zerstörung Dresdens am 13.2.1945; sie wurde in der ersten Vesper des Dresdner Kreuzchors nach dem Krieg in der ausgebrannten Kreuzkirche uraufgeführt. Das „Requiem“ von John Rutter gehört dank seiner ästhetischen Schönheit und technischen Stringenz zu den bedeutendsten Messvertonungen und wurde nach seiner Uraufführung 1985 unzählige Male nachgespielt.

Anika Paulick – Sopran
Opernchor des Staatstheaters Cottbus
Sinfonischer Chor und Kammerchor der Singakademie Cottbus e.V.
Dirigent: Christian Möbius

Mit freundlicher Unterstützung von DB Station & Service AG. Bahnmanagement Cottbus

Sonntag, 15.2.2015, 21.00 bis ca. 22.00 Uhr, Hauptbahnhof Cottbus (Empfangshalle)
Vetschauer Straße 70, 03048 Cottbus
Der Eintritt zum Konzert ist frei. Richten Sie sich bitte auf Stehplätze ein.

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Mich (16, w.) hat das Schauspiel gestern so berührt, dass ich am Ende bzw. nahen Ende geweint habe, und ich weine selten überhaupt. Ich werde mir Hexenjagd auf jeden Fall …