Kammerkonzert: Musikalische Zeit- und Weltreise zur Adventszeit

Weihnachten erleben die meisten von uns als ein ganz besonderes Fest. Einer der Gründe hierfür ist das Wissen, dass schon unsere Eltern, Großeltern, Ur-Ur-Ur-Großeltern Weihnachten gefeiert haben und das Fest in allen Teilen der Welt begangen wird. Geschart um eine Krippe zunächst, später ergänzt um einen Weihnachtsbaum. Dieser steht heute für Weihnachten, doch ist der Brauch noch gar nicht so alt.

Nach Anfängen im 16. Jahrhundert begann er sich zu jener Zeit weiter zu verbreiten, in der die ältesten Komponisten dieses Kammerkonzertprogramms lebten: GEORG PHILIPP TELEMANN und JOHANN SEBASTIAN BACH. Zunächst auf Mitteleuropa beschränkt, gelangte der Brauch 100 Jahre später nach Amerika, der Heimat von JOHN WILLIAMS. 1832 stellte der deutschstämmige Harvard-Professor Karl Follen als Erster einen Weihnachtsbaum in seinem Haus in Cambridge (Massachusetts) auf. Wenige Jahre später hielt er Einzug in England, im Programm vertreten mit dem Lied „Greensleeves“.

Die Argentinier wiederum greifen am liebsten auf reich geschmückte Plastikbäume zurück. Die Symbolik des immergrünen Baumes ist hier nicht ohne weiteres verständlich, denn nicht nur um den 25. Dezember herum grünt und blüht es ringsum. Und Nadelbäume wachsen nur wenige in dem Land, aus dem ASTOR PIAZZOLLA stammt.

Und Italien? Dorthin kam der Weihnachtsbaum erst nach dem Zweiten Weltkrieg, eingeführt durch amerikanische Soldaten. Im Mittelpunkt der Weihnachtsfeste ARCANGELO CORELLIS stand die Krippe.

Es spielen: Konstanze Schröder (Violine) und Sarah Smith (Akkordeon)

Samstag, 9. Dezember 2017 | Kammermusiksaal

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