Sonderkonzert: Karfreitagskonzert

JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750) 
Kantate „Sehet, wir geh‘n hinauf gen Jerusalem“ BWV 159
CARL PHILIPP EMANUEL BACH (1714-1788) 
Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Wq 240

Die beiden Werke von Vater und Sohn Bach haben jeweils einen zentralen Bestandteil des Osterfestes zum Inhalt. 
Johann Sebastian Bach und sein Librettist Picaneder konzentrieren sich auf den Moment der Entscheidung Jesu für das Erlöserwerk. Hoch emotional verdeutlicht Bach seinen Hörern die Qual und Tragweite dieser Entscheidung und macht ihnen klar, dass Jesus sich auch gegen sein Werk hätte entscheiden können. Carl Philipp Emanuel Bach rückt die Auferstehung und den Trost für die Gläubigen in den Mittelpunkt seines Oratoriums. Er verwendet dafür einen Text von Karl Wilhelm Ramler aus dem Jahre 1760, der zu seiner Zeit hohes Ansehen genießt. Als wichtigster Komponist der Empfindsamkeit gilt seine Aufmerksamkeit dem subjektivierten Ausdruck von Gefühlen – im Unterschied zu der rhetorisch formalisierten Gefühlsdarstellung der Barockzeit. Die Möglichkeit, beide Arbeiten, entstanden im Abstand von 45 Jahren, an einem Abend zu hören, ist ein so seltener wie großer Genuss für jeden Musikfreund. Hör- und nacherlebbar werden dabei jene fundamentalen Veränderungen, die sich in der Musik des 18. Jahrhunderts zwischen 1730 und 1770 vollziehen.

Debra Stanley – Sopran
David Vogel – Altus
Dirk Kleinke – Tenor
Andreas Jäpel – Bariton (C. Ph. E. Bach)
Ingo Witzke – Bass (J. S. Bach)
Kammerchor der Singakademie Cottbus e. V.      
Bach Consort Cottbus
Dirigent: Christian Möbius

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