Cabaret

Musical nach dem Buch von Joe Masteroff
Nach dem Stück Ich bin eine Kamera" von John van Druten
und Erzählungen von Christopher Isherwood
Musik von John Kander
Gesangstexte von Fred Ebb
Deutsch von Robert Gilbert
In der reduzierten Orchesterfassung von Chris Walker
DIE BESONDERE INSZENIERUNG

Life is a Cabaret" behauptet die exzentrische Sängerin des verruchten Berliner Kit- Kat-Klubs" - Sally Bowles. Am Silvesterabend 1929 lernt sie dort den amerikanischen Schriftsteller Cliff kennen, der in Deutschland für einen Roman recherchieren will. Zwischen beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche, aber kurze Beziehung. Cliff erlebt Berlin, ebenso wie die Gäste den Kit- Kat-Klub", im brodelnden Vergnügungsfieber. Das Leben ist ein Tanz auf dem Vulkan und - wie der schillernde Conferencier suggeriert - wunderschön". Jedoch nur so lange, wie die von Angst und Gewalt gezeichnete Wirklichkeit verdrängt werden kann. Doch schon sind allerorten Übergriffe zu spüren. Das nationalsozialistische Berlin, meint Cliff, kotze auf die Straße". Er will mit Sally Deutschland verlassen, doch die entscheidet sich anders ... Das weltbekannte Musical CABARET - ein Mehrspartenprojekt in kleiner Besetzung - spiegelt collagenhaft das dekadente deutsche Lebensgefühl, die hektische Betriebsamkeit und die politische Ahnungslosigkeit der Menschen kurz vor der Machtübernahme Hitlers wider. Ein Musical, das Show, berührende Lebensschicksale und politische Botschaft auf einzigartige Weise verbindet.

VORPROGRAMM Jeweils ab 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Mit freundlicher Unterstützung der
Spielbanken - Cottbus - Potsdam - Frankfurt (Oder)

Spielbank Cottbus - Joker′s Place
www.spielbank-cottbus.de

Spielbank Potsdam - Joker′s Garden
www.spielbank-potsdam.de

Spielbank Frankfurt (Oder) - Joker′s Place
www.spielbank-frankfurt-oder.de 

PREMIERE Samstag, 19. Januar 2007

Besetzung

RegieMartin Schüler
Musikalische LeitungFrank Bernard
AusstattungGundula Martin
ChoreographieGötz Hellriegel
DramaturgieBernhard Lenort
RegieassistentHauke Tesch
ConferencierHeiko Walter
Sally BowlesSigrun Fischer
Cliff Bradshaw
Fräulein SchneiderGabriele Lohmar
Herr SchultzHans-Peter Jantzen
Fräulein KostSusann Thiede
Ernst LudwigPeter Princz
Bobby/Matrose/ZollbeamterRolf-Jürgen Gebert
Max/Matrose/Gestapo-Mann
Kit-Kat-Klub Girl
Kit-Kat-Klub Girl
Kit-Kat-Klub Girl
Kit-Kat-Klub Girl
1. GirlCornelia Zink
2. GirlCamilla Kallfaß,
Gorilla/MatroseAslanbek Kotsoev
Kit-Kat-Klub-Band Mitglieder des Philharmonischen Orchesters

Rezensionen

Hartmut Krug, Lausitzer Rundschau , 22.1.2007

„Drinnen empfängt den Besucher eine bunte, verqualmte Unterhaltungshöhle der 20er-Jahre (Ausstattung: Gundula Martin). Paare flanieren, Sektgläser in der Hand, von Spieltisch zu Spieltisch, und junge Damen stolzieren mit langen Zigarettenspitzen und kurzen Kleidchen herum. Auf und vor einem kleinen Podest werden Chansons und Tanznummern geboten und ein dadaistischer Künstler lässt sich nur mit Freibier beruhigen, während neben ihm fleißig geschnupft wird. So ist das Publikum angeheizt und versucht sich munter an den Tischtelefonen, wenn es heißt: ‚Willkommen, Bienvenue, Welcome'. [...] Wir sehen in Cottbus eine große Show im kleinen Nachtklub: Hier stimmt atmosphärisch fast alles. Der regieführende Intendant Martin Schüler versagt sich jede Aktualisierung oder Kommentierung und vertraut zu Recht auf die Kraft der Story. Wenn Fräulein Schneider und der jüdische Gemüsehändler Schultz als ein schon älteres Liebespaar selbst über ihre Gefühle staunen, schließlich aber doch heiraten wollen, dann wird das von Gabriele Lohmar und Hans-Peter Jantzen mit Zurückhaltung und anrührendem Witz gespielt. Aber unter der Show droht immer das Leben: etwa, wenn der Song ‚Der morgige Tag ist mein' als drohende Nazi-Verheißung endet."


Kai Wulfes, www .musicalzentrale. de, 22.1.2007

„Als Sally Bowles steht Sigrun Fischer im Zentrum der Aufführung. Egal ob in sexy Outfits oder in großen Roben (Kostüme: Gundula Martin) - die Darstellerin brilliert als Femme Fatale in Spiel, Gesang und Tanz. Da verwundert es kaum, dass Cliff Bradshaw sich sofort in dieses "einmalig himmlische Girl" verknallt. Paul Grill singt diesen Song mit angenehmem Bariton und legt den jungen amerikanischen Schriftsteller ganz als Charmebolzen an. [...] Heiko Walter als Conférencier, hier eine Mischung aus Weißclown und hinterlistigem Strippenzieher, merkt man nicht an, dass er eigentlich im Opernfach zu Hause ist. Er begeistert mit der für diese Rolle typischen Quäk-Stimme, satirischem Spiel und zackigem Tanz, wie beim nur mit Seppl-Hose bekleideten Song "Two Ladies".


Gerhard Fugmann, Sächsische Zeitung, 22.1.2007

„Martin Schüler vermittelt politische Hintergründe unaufgesetzt, aber dramatisch. Das Musical nach Christopher Isherwoods literarischer Anregung erzählt vom Berlin der frühen 1930er Jahre. Die Spaßgesellschaft tobt sich noch übermütig aus, bevor sie in die Kriegsgesellschaft mündet. Zurückhaltend einbezogen in das Spektakel des Kit-Kat-Klubs, gerät das Trans-Orchester mit der gefeierten Franka (Frank Bernard – musikalische Leitung) zum Gag der besonderen Art. Es ist den flotten, schmissigen und sexy agierenden Girls ein Halt in Bewegung und Chor; munter und ermunternd von Anfang an.“

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