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31.05.2017, Mittwoch, 19:30 UhrKarten online kaufen

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Oper in drei Akten von Kurt Weill
Text von Bertolt Brecht 

Mahagonny zieht sie alle an wie ein Magnet. Die gerissenen Tagediebe, die knallharten Bordsteinschwalben, die enttäuschten Glücksritter. Selbst die Holzfäller aus dem Norden. Sie alle stranden auf der Suche nach ihrem Glück in der Metropole des Genusses mitten in der Wüste. Unter ihnen sind Jimmy Mahoney und seine Freunde. Nach Jahren harter Arbeit in Alaska wollen sie nachholen, was sie an Lebensspaß verpassten. Die Devise lautet: „Erstens vergesst nicht, kommt das Fressen. Zweitens kommt der Liebesakt. Drittens das Boxen nicht vergessen. Viertens Saufen, laut Kontrakt. Vor allem aber achtet scharf, dass man hier alles dürfen darf.“ 

Kann das gut gehen? Warum nicht! Jimmy und die Seinen haben viel Geld gemacht da oben im Norden. Jetzt wollen sie es ausgeben. Und sind sich ihrer selbst dabei völlig sicher: „Und wenn einer tritt, dann bin ich es. Und wird einer getreten, dann bist du’s.“ Ja, es macht Spaß in Mahagonny, solange man mitspielen darf … 

Die Geschichte vom Aufstieg und Fall einer Stadt und ihrer Menschen, nach der „Dreigroschenoper“ die zweite gemeinsame Arbeit von Bertolt Brecht und Kurt Weill, deren Leipziger Uraufführung 1930 in einem Skandal endete, gehört zu den internationalen „Dauerbrennern“. Die Royal Opera London, das Teatro dell’Opera di Roma, die Ópera Nacional de Chile, die Opera Vlaanderen, die Royal Danish Opera Kopenhagen und das Teatro Colón Buenos Aires und dreizehn weitere internationale und nationale Bühnen haben in den vergangenen zwei Jahren die Oper aufgeführt. Angesichts dieser Prominenz hat man unweigerlich den Eindruck, MAHAGONNY habe seit der Uraufführung nichts von seiner Wirkung verloren.

PREMIERE Samstag, 11. März 2017

Präsentiert von

 

sie alle an wie ein Magnet. Die gerissenen Tagediebe, die knallharten Bordsteinschwalben, die enttäuschten Glücksritter. Selbst die Holzfäller aus dem Norden. Sie alle stranden auf der Suche nach ihrem Glück in der Metropole des Genusses mitten in der Wüste. Unter ihnen sind Jimmy Mahoney und seine Freunde. Nach Jahren harter Arbeit in Alaska wollen sie nachholen, was sie an Lebensspaß verpassten. Die Devise lautet: „Erstens vergesst nicht, kommt das Fressen. Zweitens kommt der Liebesakt. Drittens dasBoxen nicht vergessen. Viertens Saufen, laut Kontrakt. Vor allem aber achtet scharf, dass man hier alles dürfen darf.“ Kann dasgut gehen? Warum nicht! Jimmy und die Seinen haben viel Geld gemacht da oben im Norden. Jetzt wollen sie es ausgeben. Und sind sich ihrer selbst dabei völlig sicher: „Und wenn einer tritt, dann bin ich es. Und wird einer getreten, dann bist du’s.“ Ja, es macht Spaß in Mahagonny, solange man mitspielen darf … Die Geschichte vom Aufstieg und Fall einer Stadt und ihrer Menschen, nachder „Dreigroschenoper“ die zweite gemeinsame Arbeit von BertoltBrecht und Kurt Weill, deren Leipziger Uraufführung 1930 in einem Skandal endete, gehört zu den internationalen „Dauerbrennern“. Die Royal Opera London, das Teatro dell’Opera di Roma, die Ópera Nacional de Chile, die Opera Vlaanderen, die Royal Danish Opera Kopenhagen und das Teatro Colón Buenos Aires und dreizehn weitere internationale und nationale Bühnen haben in den vergangenen zwei Jahren die Oper aufgeführt. Angesichts dieser Prominenz hat man unweigerlich den Eindruck, MAHAGONNY habe seit der Uraufführung nichts von seiner Wirkung verloren.

Besetzung

Musikalische LeitungEvan Christ
RegieMatthias Oldag
Bühne und KostümeBarbara Blaschke
ChoreinstudierungChristian Möbius
ChoreografieDirk Neumann
DramaturgieBernhard Lenort
Musikalische AssistenzFrank Bernard, Bo-Kyoung Kim, Ioanna Ismyridi, Andreas Simon
ChorassistenzChristian Georgi
RegieassistenzAnnaLisa Canton
 
Leokadja BegbickCarola Fischer
FattyHardy Brachmann
DreieinigkeitsmosesUlrich Schneider
Jenny HillLiudmila Lokaichuk, Debra Stanley
JimJens Klaus Wilde
Jakob SchmidtMatthias Bleidorn, Dirk Kleinke
SparbüchsenbillChristian Henneberg
Alaskawolf-JoeIngo Witzke
Tobby HigginsThorsten Coers, Kai Marco Salewsky
 
Mädchen und Männer von Mahagonny Damen und Herren des Opernchores
Girls and Boys Damen und Herren des Ballettensembles
Kinder Jan Marius Hofmann, Fynn Namyslo, Hayden Pietralczyk, Eric Pöschel
 
Es spielt das Philharmonische Orchester.

Rezensionen

Rüdiger Hofmann, Lausitzer Rundschau, 13.3.2017

„Stars der Premiere sind zweifelsohne Liudmila Lokaichuk als Jenny Hill sowie Jens Klaus Wilde als Jim. Sie schafft, stimmlich betrachtet, die Balance zwischen knisternder Erotik, schmachtend, fordernd, zuweilen auch flehend und zu Tode betrübt. Er schöpft aus einem breiten Fundus tiefer und hoher Lagen, mal exzentrisch, mal besoffen vor Extase, mal ängstlich. […] Die Musik: aus Trümmern neuer und alter, klassischer und trivialer Stücke zusammengesetzt. […] Das Philharmonische Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Evan Christ, der Opernchor unter Christian Möbius sowie das Ballett des Staatstheaters fügen all diese glitzernden und verheißungsvollen Darbietungen auf der Bühne zu einer großen Show zusammen.“


Frank Starke, Märkische Allgemeine, 13.3.2017

„Mehr davon! Regisseur Matthias Oldag hat in Cottbus eine stimmige „Mahagonny“-Inszenierung auf die Bühne gebracht. […] Es ist kein leichtes Vorhaben, Bertolt Brechts „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ heute glaubhaft Leben zu geben. Oldag schafft es souverän, findet das richtige Maß aus Annäherung, Ironie, Witz und Distanz. Und setzt ganz auf die Musik von Kurt Weill. […] Im Cottbuser Generalmusikdirektor Evan Christ hat Oldag einen ebenbürtigen Partner. Evan lässt den Orchestersound glitzern und plärren, schnarren und schwingen. […] Auch der Chor zeigt sich bestens disponiert. […] Getragen wird der Abend von einer geschlossenen Ensembleleitung. Die neutönende Weill-Partie fordert allen neun Solisten einiges ab. Und sie zeigen sich gewachsen. Allen voran Carola Fischer als Witwe Begbick, der Kopf des Unternehmens Mahagonny […].“


Stefan Amzoll, Neues Deutschland, 15.3.2017

„In Cottbus kam das Stück wie ein Krimi. […] Kurt Weill schrieb auf Brechts Libretto eine Folge bildkräftiger, so lyrischer wie jazziger Instrumental- und Gesangsnummern. […] Evan Christ exerzierte die nicht eben leichte „Mahagonny“-Partitur souverän durch […]. Regisseur Matthias Oldag setzte auf Temposchärfe, ließ aber den Hauptarien viel Raum und Ausdruck. […] Groß das Können der Sängerinnen und Sänger, die Gewalt der Chöre, bewährt vorstudiert von Christian Möbius. […] Die Fressszene mit Dirk Kleinke als Jakob Schmidt ist nicht minder köstlich wie eklig anzuschauen. Liudmila Lokaichuks Jenny, zuletzt in schwarzer Garderobe, ist mit ihrem warmen Sopran die Operdiva schlechthin. […] Carola Fischers Begbick lässt es an Versautheit und Hinterhältigkeit in Ausdruck und Stimme nicht fehlen. Bei den Raubeinern aus Alaska ragt freilich die Rolle des Jens Klaus Wilde als am meisten geplagten, die Geschehnisse aber als naturgegeben akzeptierenden Jim Mahoney heraus.“

Bildergalerie

Film

Making of

AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY – Kurt Weill / Bertolt Brecht

Unterstützt durch

Meinungen

Vielen Dank an das Staatstheater Cottbus für eine - wieder einmal - gelungene Operninszenierung! Die Reise aus Berlin lohnt sich immer!! Dieses Werk ist im Grunde genommen brandaktuell und so …