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Die Entführung aus dem Serail

Deutsches Singspiel in drei Aufzügen KV 384 von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Christoph Friedrich Bretzner, bearbeitet von Johann Gottlieb Stephanie d.J.
Herausgegeben von Gerhard Croll (Neue Mozart-Ausgabe)

Während einer Mittelmeerreise werden Konstanze, deren Zofe Blonde und der Diener Pedrillo von Piraten überfallen, verschleppt und auf einem Sklavenmarkt verkauft. Der türkische Würdenträger Bassa Selim erwirbt die drei Europäer für sein Serail – einen prunkvollen Palast – und schenkt die aufmüpfige Blonde seinem Haremswächter Osmin. Er selbst findet Gefallen an der schönen Konstanze. Doch genauso wie Blonde nicht gewillt ist, ihren Pedrillo für einen Türken sitzen zu lassen, hofft Kons tanze auf die Befreiung durch ihren Geliebten, den spanischen Edelmann Belmonte. Der hatte inzwischen durch einen Brief Pedrillos den Aufenthaltsort der drei Entführten erfahren. Doch sein trickreich eingefädelter Rettungsversuch schlägt fehl. Zu allem Überfluss erkennt Bassa Selim in Belmonte auch noch den Sohn seines ärgsten Feindes wieder. Aber trotz einer unverhohlenen Vorfreude Osmins auf die Hinrichtung der Fremden verzichtet der Bassa auf die Bestrafung und entlässt die Europäer in die Freiheit.

Im Jahre 1782 uraufgeführt, war DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL das bereits dreizehnte Musiktheaterwerk des erst 26-jährigen Mozart, aber sein erster durchschlagender Erfolg. Es ist ein Singspiel, das sich im Gewand der damals äußerst modernen Türkenoper mit dem Aufeinanderprallen zweier unterschiedlicher Kulturkreise beschäftigt. Beide werden gezwungen, sich mit dem jeweils fremden Anderen auseinanderzusetzen und sich am Ende gegenseitig wenigstens zu tolerieren. Inhaltlich reiht sich DIE ENTFÜHRUNG in die zu Mozarts Zeiten aktuellen Aufklärungsdiskurse ein, die spätestens seit Lessings „Nathan der Weise“ auf der Bühne ausgetragen wurden und die gerade heute wieder äußerst brisant sind.

PREMIERE Samstag, 30. Januar 2016

Präsentiert von

Besetzung

Musikalische LeitungEvan Christ
RegieMartin Schüler
Bühne und KostümeGundula Martin
ChoreinstudierungChristian Möbius
DramaturgieDr. Carola Böhnisch
Musikalische AssistenzFrank Bernard, Christian Georgi, Bo-Kyoung Kim, André Cipowicz, Andreas Simon
RegieassistenzAnnaLisa Canton
 
Bassa Selim (Sprechrolle)Sebastian Wirnitzer
Konstanze, Geliebte des BelmonteLaila Salome Fischer
Blonde, englische Zofe der KonstanzeLiudmila Lokaichuk
Belmonte, spanischer EdelmannAlexander Geller
Pedrillo, Bedienter des Belmonte und Aufseher über die Gärten des BassaHardy Brachmann
Osmin, Aufseher über das Landhaus des BassaIngo Witzke
 
Ein Stummer Maher Mikdad/Gilles Nokenjan
Wache Herren des Opernchores
Janitscharenchor Damen und Herren des Opernchores
Kinder Kinderstatisten
 
Es spielt das Philharmonische Orchester.

Rezensionen

Rüdiger Hofmann, Lausitzer Rundschau, 2.2.2016

„Mozarts Beitrag zum Kampf der Kulturen könnte aktueller kaum sein. Nur sind es in Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail" die Europäer, die sich in der morgenländischen Gesellschaft zwangsläufig integrieren müssen. Flüchtlingsthematik einmal andersherum. […Laila Salome Fischer] ist stimmlich dann am stärksten, wenn sie ihre Trauer über ihre Trennung von Belmonte zum Ausdruck bringt. Furchtlos meistert sie höchste Lagen […] Man leidet mit ihr und hofft auf einen glücklichen Ausgang. Ihre Zofe Blonde wird von Sopranistin Katerina Fridland verkörpert. Das Publikum schließt sie ins Herz, ihre vokalen Ausbrüche sind keck, voller Selbstbewusstsein und vollmundig vorgetragen. […Tenor Hardy Brachmann] spielt und singt einfach fantastisch. Virtuos trägt er besonders die heiteren Momente zur Freude des Publikums vor. Auch Belmonte alias Alexander Geller blüht auf an diesem Abend, seine Partie wirkt ausgereift, nicht überzogen, teilweise schelmisch.“


Frank Starke, Märkische Allgemeine Zeitung, 1.2.2016

„Spritzig und mit Hingabe, sicher geführt von Martin Schüler, [bewegt sich das junge Ensemble] in der von Mozart und seinem Librettisten ersonnenen Welt. [… Laila Salome Fischer läuft] in ihrer Martern-Arie zur Hochform auf. An ihrer Seite rechtzeitig die Blonde-Soubrette Katerina Fridland und der Pedrillo-Buffo Hardy Brachmann. […Ingo Witzke als] eine Art arabischer Rocker, der stimmlich durchaus die Tiefen dieses Peitschenschwingers [Osmin] auszuloten vermag.“


Julia Spinola, Kulturradio vom rbb, 1.2.2016

„[Die] Komödie [kommt] nicht zu kurz. Sie steckt in einer sehr gelungenen Personenregie, die voller witziger und liebevoller Details steckt. Wenn zum Beispiel die Zofe Blonde den Osmin zur Weißglut treibt, indem sie ihn einerseits sexuell anstachelt und andererseits ihre handfesten Selbstverteidigungstricks anwendet. […] Katerina Fridland hat für die Blonde einen wunderbar leichten, beweglichen und koloraturensicheren Sopran, den sie charakteristisch wandeln kann. Und Hardy Brachmann besitzt einen leicht ansprechenden, für die Partie des Pedrillo passgenau geeigneten Spieltenor: da sitzt jeder Ton. […] Generalmusikdirektor Evan Christ sucht am Pult des Orchesters die Pointen, die Schroffheiten und die Brüche in dieser Partitur – Wärme und Schmelz, gar mozart’sche Süße sind nicht so sehr seine Sache. Aber diese dramatische Zuspitzung gelingt ihm sehr gut: Er legt zum Teil irre Tempi vor. […] Und das Orchester ist in einem ausgezeichneten Zustand.“

Bildergalerie

Film

DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL – Wolfgang Amadeus Mozart

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Gestern habe ich im Staatstheater Cottbus die wunderbare Aufführung von Mozarts "Entführung aus dem Serail" erlebt. Diese Vorstellung war die Reise nach Cottbus unbedingt wert. Die Inszenierung dieses hochaktuellen Stoffes …