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Die Favoritin (La Favorite)

Oper in vier Akten von Gaetano Donizetti
Libretto von Alphonse Royer, Gustave Vaëz und Eugène Scribe
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Unsterblich hat sich der Novize Fernand in eine Frau verliebt – ausgerechnet und ohne, dass er es ahnt, in die Favoritin des Königs. Da seine Gefühle erwidert werden, flieht er aus dem Kloster und trifft sich mit der fremden Schönen auf einer abgeschiedenen Insel. Um Fernand nicht zu verlieren, verheimlicht die Favoritin Léonor ihre Identität. Da der Ehrenkodex seine Liaison mit einer Kurtisane ausschließt, schickt Léonor Fernand schweren Herzens weg, sichert aber seine Zukunft mit einem Offizierspatent. Sie weiß nicht, dass sie ihn dadurch nur noch stärker an sich bindet. Denn als Fernand siegreich von einer Schlacht zurückkehrt, fordert er vom König die Einwilligung in eine Eheschließung mit Léonor. Der gedemütigte König stimmt zu, ordnet jedoch, von Rachegedanken getrieben, eine sofortige Hochzeit an. Er weiß, dass die Beziehung letztlich am verletzten Ehrgefühl des immer noch ahnungslosen Fernand scheitern wird.

In Donizettis 1840 in Paris uraufgeführter und selten gespielter tragischer Oper DIE FAVORITIN setzen innerhalb eines Interes­senkonfliktes von Kirche und Staat strenge Moral- und Ehrvorstellungen die Menschen unter Druck und veranlassen sie zu Empfindungsäußerungen höchster Expressivität. Nach LUCIA DI LAMMERMOOR steht mit diesem Werk wieder eine Belcanto-Oper auf dem Spielplan des Staatstheaters. DIE FAVORITIN, ein Höhepunkt im Schaffen Donizettis, besticht durch klangliche Subtilität und motivischen Einfallsreichtum.

PREMIERE Samstag, 17. Oktober 2015

Präsentiert von

Besetzung

Musikalische LeitungIvo Hentschel
RegieMartin Schüler
BühneHans-Holger Schmidt
KostümeSusanne Suhr
ChoreinstudierungChristian Möbius
DramaturgieDr. Carola Böhnisch
RegieassistenzAnnaLisa Canton
Musikalische AssistenzFrank Bernard, Bo-Kyoung Kim, André Cipowicz, Andreas Simon
ChorassistenzChristian Georgi
 
Léonor de GuzmanMarlene Lichtenberg
FernandAlexander Geller
Alphonse XI., König von KastilienCiprian Marele
Balthazar, PriorJörn E. Werner, Ingo Witzke
Don Gaspar, OffizierMatthias Bleidorn
Inès, Vertraute von LéonorDebra Stanley
 
Höflinge/Dienerschaft/Wachen/Mönche des Santiago-Ordens Damen und Herren des Opernchores
 
Es spielt das Philharmonische Orchester.

Rezensionen

Clauspeter Koscielny, Orpheus, Januar/Februar 2016

„Wenn Raritäten, wie beispielsweise jetzt Donizettis […] Belcanto-Oper, auf dem Spielplan des Staatstheaters Cottbus stehen, dann ähnelt der Regional-Express von Berlin nach Cottbus einem Opernsonderzug in die Lausitz. […] Und [….] die Cottbuser [brauchten] noch nicht einmal Reisestars. Alles, bis auf einen Gast, war aus dem Haus zu besetzen. Natürlicherweise verfügt ein Mehrspartentheater nicht unbedingt über ein Gesangsensemble, das sowohl Strauss- und Wagner- als auch Belcanto-Opern gerecht wird. Und wieder einmal hat das Staatstheater gezaubert. [… auch] unterstützen […] die ‚gesellschaftskarikierenden‘ Kostüme Susanne Suhrs, die stimmungsvolle Bühne von Hans-Holger Schmidt und ganz besonders der hinreißend singende und schauspielerisch Akzente setzende Chor in der Einstudierung von Christian Möbius. Ivo Hentschel, der Dirigent am Staatstheater für das Besondere, lässt Donizetti rhythmisch federn, putscht ihn zum dramatischen Angriff auf und schafft inspirierende Atmosphäre durch gefühlvolle Legati. Und die Rückreise im RE nach Berlin hatte nur ein Thema: Jedes Mal ein Ereignis, wie machen die das nur?“


Matthias Käther, Kulturradio vom rbb, 19.10.2015

„[…] Martin Schüler hat erfreulicherweise diesen in sich geschlossenen Gefühlskosmos nicht zerstört, er hat eine historisierende Interpretation gewählt. Das heißt, er lässt die Figuren in Ruhe das tun, was sie auch 1840 schon taten und betört das Publikum durch klare, ästhetische Bilder. Bühnenbildner Hans Holger Schmidt entwarf ein Opernwunderland mit nebligen Friedhöfen und antiken Säulengängen. […] Doch was wäre eine Favorite ohne gute Sänger? Das Staatstheater Cottbus hat seine Besucher in den letzten Jahren so oft durch exzellente Opernabende verwöhnt, dass viele Kritiker inzwischen sehr hochgespannte Erwartungen an Cottbus haben. Ich auch. […] Der rumänische Gast-Bariton Ciprian Marele gab jovial und souverän den König. Debra Stanley als Ines inmitten luftballonwerfender Hofdamen – wieder mal bezaubernd! Martin Schüler kennt den Charme der amerikanischen Sopranistin und setzt ihn immer wieder dankbar in Szene. Das gilt auch für die schauspielerischen Talente des Buffo-Tenors Matthias Bleidorn (als serviler Höflingschef Don Gaspar). Star des Abends war aber zweifellos der junge Tenor Alexander Geller, inzwischen glücklicherweise festes Mitglied des Ensembles, ein echter Spinto-Tenor ohne Fehl und Tadel, ideal für dieses Fach, leichte Höhen, geschmeidige Eleganz. Unbedingt noch erwähnt werden muss noch der Dirigent Ivo Hentschel. In Cottbus noch nicht so lange dabei, ist er sehr vielversprechend. […]“


Irene Constantin, Lausitzer Rundschau, 19.10.2015

„Wieder hat das Staatstheater bei seinen Ausgrabungsarbeiten mit „Die Favoritin" (La Favorite) ein geschicktes Händchen bewiesen. Donizettis Belcanto-Ströme flossen unter der Leitung von Ivo Hentschel, Martin Schülers Regie gab den Sängern freien Raum und entfaltete trotzdem eine spannende Geschichte. […] Und für [das Belcanto-Repertoire] hat das Staatstheater genau die richtigen Sänger. Marlene Lichtenberg in der Titelpartie der Léonor: rassiger Mezzosopran, samtig dunkle Töne in den tieferen Lagen, dramatische Attacke in der Höhe, schöne Linie wenn es langsam und innig wird; mehr Ausdruckskraft und Leidenschaft als ‚geläufige Gurgel‘. Alexander Geller als jugendlicher Held Fernand: strahlende, kraftvoll-leichte Stimme, langer Atem, […] lyrische Intensität. […] Alphonse XI., König von Kastilien: der Gast Ciprian Marele ist ein italienischer Bariton erster Klasse: dunkle Energie, Geschmeidigkeit und Härte, perfekter Wohllaut. Er sollte öfter nach Cottbus kommen. Dann der andere Machtmensch, Balthazar, Prior in Santiago de Compostela: der bassgewaltige Ingo Witzke […]. Allein mit der schwarzen Macht seiner Stimme könnte er, so schien es, seinen Willen selbst bei einem König mühelos durchsetzen. Mit den leiseren, geschmeidigeren Tönen bot er aber auch den berechnenden Gestus des liebenden Vaters. […]“

Bildergalerie

Film

DIE FAVORITIN (LA FAVORITE) – Gaetano Donizetti

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