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Hänsel und Gretel

Märchenoper in drei Bildern von Engelbert Humperdinck
Libretto von Adelheid Wette

Mit dieser Oper für die ganze Familie hat das Staatstheater ein Werk im Spielplan, das auch jüngeren Kindern den Einstieg in das Phan­tasiereich der Oper ermöglicht. Denn Humperdinck schaffte das Kunst­stück, eine direkte, fast volkstümliche musikalische Sprache mit den kompositorischen Errungenschaften der großen Spätromantiker zu verbinden. Adelheid Wette, die Schwester des Komponisten, hatte für ihre Kinder ein Spiel nach dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm verfasst, aber einige Grundsituationen verändert: So gibt es beispiels­­weise keine böse Stiefmutter mehr, die die Kinder hinterrücks im Wald aussetzt. In der Märchenoper HÄNSEL UND GRETEL lieben die Eltern ihre Kinder und versuchen gemeinsam mit ihnen, den armseligen Alltag zu meistern. Doch zermürbt von der täglichen Suche nach Essen, überfordert von harter Arbeit und genervt vom übermütigen Herumtollen der Geschwister schickt die Mutter die beiden zur Erdbeersuche in den Wald. Allein gelassen, treffen sie auf die Knusperhexe, die sie durch leckere Pfefferkuchen verführt und gefangen setzt. Hänsel und Gretel können sich selbst aus dieser Zwangslage retten. Gemeinsam durchschauen und überlisten sie die böse Zauberin. Dadurch befreien sie viele andere Kinder, die in Pfefferkuchen verwandelt waren. Als die Eltern ihre Kinder endlich in die Arme schließen können, haben Hänsel und Gretel durch ihre Abenteuerreise eine Menge dazugelernt.

PREMIERE Samstag, 3. Dezember 2011
Herzlichen Dank an den Verein der Freunde und Förderer des Staatstheaters Cottbus e. V., durch dessen Unterstützung die Anschaffung neuer Technik für Projektionen und Übertitel möglich war. Die Technik kommt bei HÄNSEL UND GRETEL erstmalig zum Einsatz.

Präsentiert von
 

 

Besetzung

Musikalische LeitungAlexander Merzyn
RegieMartin Schüler
BühneHans-Holger Schmidt
KostümeNicole Lorenz
ChoreinstudierungChristian Möbius
Kinder- und JugendchoreinstudierungNorienne Olberg
ChoreografieAnnaLisa Canton
Videodesign und -produktionMiroslaw Nowotny
Assistenz RegieHauke Tesch
DramaturgieDr. Carola Böhnisch
Musikalische AssistenzFrank Bernard, Christian Georgi, Andreas Simon, Bo-Kyoung Kim, Ioanna Ismyridi
 
HänselMarlene Lichtenberg
GretelDebra Stanley
HexeHardy Brachmann, Dirk Kleinke
VaterChristian Henneberg, Andreas Jäpel
MutterGesine Forberger, Carola Fischer
SandmännchenKatharina Dittmar
TaumännchenLiudmila Lokaichuk
Flughexe
 
Passanten Damen und Herren des Opernchores und Mitglieder des Kinder- und Jugendchores
Echo und Verstärkung des Kinderchores hinter der Bühne Damen des Opernchores
Engel Damen und Herren des Ballettensembles und Kinder des Cottbuser Kindermusicals
Lebkuchenkinder Mitglieder des Kinder- und Jugendchores
 
Es spielt das Philharmonische Orchester.

Rezensionen

Irene Constantin, Lausitzer Rundschau, 5.12.2011

„Das Werk kann Kindern die Welt der Oper wirklich eröffnen, denn ‚Hänsel und Gretel‘ verbindet Kinderlieder wie das Tanzduett ‚Brüderchen, komm tanz mit mir‘ oder ‚Suse, liebe Suse‘ mit dem großen Gesangston und Orchesterklang der ‚erwachsenen‘ Oper. […] Marc Niemann und das Orchester zelebrierten animiert und mit hörbarer Freude das Wechselspiel zwischen raffiniert schlichtem Volkston und dem Griff in die klangliche Fülle. […] den ganz großen Auftritt hatten Miroslaw Nowotnys wunderbar surreale Videos zwischen Weltall, Großstadt und Waldidyll. Selten sah man dieses modische Theateraccessoire so sinnvoll eingesetzt. Auch die Solisten verbreiteten eitel Freude. Marlene Lichtenberg und Cornelia Zink als Geschwisterpaar waren in ihrer Körpersprache und vor allem auch im Einsatz der Stimmen außerordentlich glaubhaft jugendlich und eben nicht kindlich. Keinen einzigen Augenblick kam peinliche Tümelei auf; selten gelingt das bei diesem Stück. Die Eltern, Carola Fischer und der sehr textverständlich singende Andreas Jäpel gaben Die Genervte und Den Sympathieträger, wie es sein soll. Die Sensation indes: Hardy Brachmann als quecksilbrig tuntige Hexe. Brachmann sang auf böskomisch heimtückischste Hexenart vom Gretelchen-Brätelchen und auch sein Tanz- und Bewegungstalent kam groß zur Geltung. Nachdem Rosina Leckermaul gnadenlos im Ofen verpufft war, konnte auch der Kinderchor noch Ehre einlegen.“


Matthias Käther, Kulturradio vom rbb, 5.12.2011

„Regisseur Martin Schüler ist ein absolut beglückender Drahtseilakt gelungen zwischen kindlicher Nachzeichnung des Märchens und intellektueller Kommentierung mit sanftem Witz. Das erreicht er durch eine Kombination aus hochmoderner Filmtechnik und ganz alten Theatertricks aus der Mottenkiste. Das heißt, bei ihm wechseln sich rasante Kamerafahrten durch einen düsteren Wald ab mit urgemütlichen Fliegenpilzen, ein futuristisches Taumännchen mit einem romantischen Sandmännchen. […] Da sieht man etwa während der Engels-Pantomine Hänsel und Gretel schlafen – und allmählich kommen die geflügelten Damen vom Ballett in Weiß und gruppieren sich. Kennt man. Oder glaubt es zu kennen. Schüler aber baut ins Klischee zwei entwaffnende Einfälle ein: Die Engel legen all das Spielzeug nieder, von dem die armen Kinder immer träumen und die auftretenden Engel werden immer jünger, bis auf dem Höhepunkt ein winziger Kinderengel eine Kerze herein trägt. Humperdincks Crescendo wird also als regressive Rückkehr in die Kindheit inszeniert. Für mich ein großer Einfall. […] Exzellent an diesem Abend war auch das Philharmonische Orchester des Theaters unter Marc Niemann. So federleicht und atmosphärisch gespielt habe ich das Werk in letzter Zeit selten gehört.“


Christiane Freitag, Blicklicht, 01/2012

„Zunächst geht es per ‚Anhalter durch die Galaxis‘ und unterstützt von der Landkartenanimation einer bekannten Suchmaschine zum Schauplatz. Hier fällt gleich auf, was im ganzen Stück sehr präsent und wirkungsmächtig sein wird – das Bühnenbild (Hans-Holger Schmidt). Ideenvoll, wunderschön und aufwendig ausgefertigt sehen wir einen Spielzeugladen mit allem was dazu gehört. Nicht mal an einem echten, weißen Königspudel wurde im Anfangsbild gespart. Ebenso nicht am Kundenstrom, ganze Familien mit Kind und Kegel sind unterwegs. Umso verlorener sind im Glanz die beiden ärmlichen Kinder, deren Besen niemand will. […] In einer Mischung aus Neptun und Medusa ist Hardy Brachmann als gruselige Alte auf jeden Fall ein schauriges Highlight der Oper.“

Bildergalerie

Film

Hänsel und Gretel _ Staatstheater Cottbus

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Meinungen

Vielen Dank für die - fast - werktreue Inszenierung dieses Klassikers. Eine Wohltat nach dem ganzen Regietheater hierzulande. Wir sind extra aus Berlin angereist. Bitte mehr solcher Produktionen, die sich …