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Bunbury oder Von der Notwendigkeit, Ernst zu sein

Originaltitel: The Importance of Being Earnest
Komödie von Oscar Wilde
Aus dem Englischen von Marius von Mayenburg

In dieser Komödie voller glänzendem Wortwitz geraten die Freunde Algernon und Jack in höchst turbulente Verwicklungen. Eigentlich haben sie sich jeweils eine zweite Identität zugelegt, um lästigen Terminen und Verwandten fernbleiben und sich dem gesellschaftlichen Druck entziehen zu können. Algernon entschuldigt sich von Verpflichtungen in London mit einem fiktiven, schwerkranken Freund namens „Bunbury“ und unternimmt stattdessen ausschweifende Landpartien. Jack begründet seine Abwesenheit zu Hause auf dem Land mit einem erfundenen, verruchten Bruder „Ernst“, um den er sich in London kümmern müsse, während er sich dort als Ernst ausgibt und das Stadtleben genießt. Als sich die Männer verlieben, geraten ihre falschen Identitäten in Gefahr. Da steht Jack im eigenen Garten dem eben für tot erklärten „Ernst“ gegenüber. Zwei selbstbewusste Frauen behaupten, gleichermaßen mit „Ernst“ verlobt zu sein. Schnelle Taufen werden angemeldet, mütterliche Vorurteile entkräftet und schicksalhafte Handtaschenverluste aufgeklärt. Schließlich gibt sogar „Bunbury“ das Weiterleben auf, ein echter „Ernst“ wird wiedergefunden und drei Paare feiern ihrem Glück entgegen! 

Seit Jahrzehnten stand in Cottbus kein Stück von Oscar Wilde auf dem Spielplan. Doch sicher ist vielen Zuschauern Gerd Natschinskis Musical „Mein Freund Bunbury“ nach Oscar Wilde in bester Erinnerung. Nun aber gibt’s das Original zu sehen! Und das bedeutet in Jan Jochymskis Inszenierung: bester britischer Humor – dargeboten von einem außerordentlich phantasievoll und temporeich agierenden Schauspielensemble.

PREMIERE Samstag, 28. November 2015

Präsentiert von

Besetzung

RegieJan Jochymski
Bühne und KostümeSimone Steinhorst
Musikalische EinstudierungDan Baron
DramaturgieBettina Jantzen
RegieassistenzMatthias Grätz
 
Jack Worthing GeschäftsmannHenning Strübbe
Algernon Moncrieff sein FreundAmadeus Gollner
Lady BracknellSigrun Fischer
Gwendolen Fairfax ihre TochterKristin Muthwill
Cecily Cardew John Worthings MündelAriadne Pabst
Miss Prism ihre GouvernanteHeidrun Bartholomäus
Dr. Chasuble PfarrerThomas Harms
Lane Diener von Mr. MoncrieffThomas Harms
Merriman Butler von Mr. WorthingThomas Harms

Rezensionen

Kulturradio vom rbb, 30.11.2015, Oliver Kranz

„Die Schauspieler haben ausgestopfte Bäuche und tragen Kostüme in knallig bunten Farben. Sie leben in einer Welt, in der überdimensionale Muffins und Bratwürste durch die Luft schweben. Jan Jochymski hat das Stück als grellen Comic inszeniert – verspielt, überdreht und hinreißend komisch. […] Das Stück ist derart albern, dass Jan Jochymskis Konzept wunderbar dazu passt. Die Pointenschraube wird sogar noch weiter gedreht. Während die Figuren bei Oscar Wilde nur miteinander reden und sich die Gags aus den Texten ergeben, kommt in der Inszenierung eine sehr körperliche Spielebene hinzu. […] eine vitale, vor Ideen sprudelnde Inszenierung […] – ein Theatergeschenk für Cottbus in der Vorweihnachtszeit.“


Märkische Oderzeitung, 30.11.2015, Uwe Stiehler

„Stattdessen rauscht Wildes an sich schon aberwitziges Stück in Cottbus unter Vollgas Richtung dadaistische Groteske. Schauspieler in aufgedunsenen Kostümen stopfen riesige Mengen von riesigen Schaumstofflebensmitteln in sich rein, hauen sich köstliche, inhaltsleere Sätze um die Ohren und flirten auf der Bratwurstschaukel. Umflort wird das Ganze von einem dezent schlüpfrigen Aroma. Es regiert der Irrwitz, die Musen des Absurden feiern wilde Party. […] Wenn Henning Strübbe (Jack Worthing) über die Bühne wackelt, sieht er aus wie Charlie Chaplin, der an plötzlicher Fettsucht leidet. Bei Amadeus Gollner (Algernon Moncrieff) denkt man an das bedauernswerte Ergebnis eines diffizilen Liebesabenteuers zwischen Mensch und Luftballon. […] Neben Gollner und Strübbe spielen sich Sigrun Fischer, Ariadne Pabst, Kristin Muthwill, Heidrun Bartholomäus und Thomas Harms in einen Rausch. Köstlich sind sie alle. Man merkt, dass sie diese äußerst unterhaltsame Bunbury-Verrücktheit lieben.“


Lausitzer Rundschau, 30.11.2015, Renate Marschall

„Dass das Verwechslungsspiel um Liebe, Lüge, schönen Schein und die Notwendigkeit, aufrichtig zu sein, Spaß macht, ist vor allem den wunderbaren Schauspielern zu danken, denen dieses rasante Spiel auch körperlich viel abverlangt. Es ist nicht so einfach, ungelenk zu wirken und dabei sehr behände zu sein. Dazu das Tempo, in dem die Texte über den Zuschauer hereinprasseln. Zu Lachen gibt es viel, während man den beiden Lebemännern Algernon Moncrieff und Jack Worthing (Amadeus Gollner und Henning Strübbe atemberaubend, mit großer Spiellust) dabei zusieht, wie sie versuchen, den strengen Regeln der englischen Gesellschaft ein Schnippchen zu schlagen.“

Bildergalerie

Film

»Bunbury oder von der Notwendigkeit, Ernst zu sein« (Staatstheater Cottbus)

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