Danton # Büchner

Die jungen Wilden. Klassiker auf den Kopf gehauen!

Wie ein gesellschaftlicher Traum zum Alptraum werden kann, zeigt sich deutlich in „Dantons Tod" von Georg Büchner. Kaum ein historisches Ereignis war mit so vielen Erwartungen verbunden und wurde mit soviel Enttäuschungen und Blut begleitet wie die französische Revolution von 1789. Büchners Stück versucht, einen Blick hinter die Kulissen fünf Jahre später und in die dort stattfindenden Machtkämpfe der Revolutionsführer zu werfen. Während Danton die revolutionären Ziele erreicht sieht und für eine Stabilisierung der Situation eintritt, geißelt der Asket Robespierre Dantons sinnliches und frohes Leben als „konterrevolutionär". Danton wähnt sich ob seiner Verdienste und Anerkennung sicher. Doch da hat er sich verschätzt. Robespierre lässt ihn und seine Freunde verhaften und vor Gericht stellen. Und nun beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Ein berührendes und in seiner Konsequenz aufrüttelndes Stück, das zwar in seiner Entstehungszeit ein Reflex auf Büchners 1834 gegründete „Gesellschaft für Menschenrechte" und den damit verbundenen Aufruf zum Kampf gegen die großherzogliche Unterdrückung der hessischen Bauern war, aber heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. Regisseur Ingo Putz zeigt eine heutige Sicht auf den spannenden Machtkampf zweier Menschen, die einmal den gleichen Traum hatten.

Videos/Fotos/Gästebuch unter: www.myspace.com/jungewilde

PREMIERE Samstag, 21. Februar 2009

Präsentiert von

Besetzung

RegieIngo Putz
BühneMathias Rümmler
KostümeMirjam Benkner
DramaturgieGuido Neubert
Regieassistenz
Georg DantonMichael Becker
Camille DesmoulinsKai Börner
RobespierreOliver Seidel
St. JustKathrin Victoria Panzer
JulieAnja Jacobsen
MarionAnja Jacobsen

Rezensionen

Gabriele Gorgas, Lausitzer Rundschau, 24.2.2009

„Der Regisseur haut, was sein Name verspricht, ganz gewaltig auf den Putz, und manchmal, wenn man es in aller Nacktheit, Direktheit kaum noch aushält, sich Vordergründiges mit Naivem mischt, dann bricht er das Chaos überraschend auch wieder. Mit dem gelassenen, menschlichen Ton, in dem Michael Becker seinen Danton, der das Morden satt hat, über das Dasein - damals wie heute - philosophieren lässt. Oder mit Büchners Worten klagt: ‚Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?' Gerade noch rechtzeitig kriegt Ingo Putz immer wieder die Kurve, setzt Akzente mit Gedanken, die nah an uns heranrücken, probiert Spielweisen aus."


Martin Stefke, Märkische Allgemeine, 23.2.2009

„[...] Regisseur Ingo Putz zeigt die Revolution als große Show, als TV- und Wahlkampf-Event. ‚Kandidat' Robespierre (Oliver Seidel) wird wie ein Popstar inszeniert, während Danton (Michael Becker) auf der an ein Studio erinnernden Bühne von Mathias Rümmler im Kostüm von Mirjam Henriette Benkner zum plaudernden Fernsehkoch mutiert. Den Saal hat eine Assistentin (Kathrin Victoria Panzer auch als dünnhäutiger St. Just) zuvor kräftig auf ihren Favoriten eingeschworen: Auf Kommando applaudiert die Menge ausgesprochen eifrig für Robespierre. Auf Danton aber, so zwitscherte uns die revolutionäre Animateurin zu, sollten wir besser nicht hören. Das Stück heiße schließlich auch ‚Dantons Tod' - Betonung auf dem letzten Wort."

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Film

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