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03.06.2018, Sonntag, 19:00 UhrKarten online kaufen

Der Sandmann

Schauermärchen von E.T.A. Hoffmann
Eine Produktion des Theaterjugendclubs am Staatstheater Cottbus

„Wir können nicht verhindern, dass die Vögel der Sorge über unserem Kopf kreisen, doch es liegt an uns zu entscheiden, ob sie Nester bauen dürfen.“ Arabisches Sprichwort

Der Student Nathanael glaubt, in einem fliegenden Händler eine unheil­volle Gestalt aus seiner Kindheit wiederzuerkennen. Coppelius, so ihr Na­me, führte einst gemeinsam mit Nathanaels Vater alchemistische Experi­mente durch, bei denen der Vater zu Tode kam. In Nathanaels Phantasie verbindet sich mit ihm die Schauergeschichte vom Sandmann, der Kin­dern, die nicht schlafen wollen, Sand in die Augen streut, bis die blutig aus dem Kopf herausspringen. Mehr und mehr verstrickt sich Nathanael in seine düstere Gedankenwelt. Er fühlt sich verfolgt und ist überzeugt, dass das Leben von einer höheren Macht bestimmt wird. Alle, die ihm nahe stehen, beobachten mit Sorge seine Verwandlung, die sich noch steigert, als er der jungen Olimpia begegnet. Er beobachtet sie aus der Ferne mit einem Fernglas, dass er eben jenem Coppelius abkaufte, der in seinem Leben bereits einmal eine so verhängnisvolle Rolle spielte. Das Glas offen-bart Nathanael die „himmlische Schönheit“ Olimpias, verbirgt ihm jedoch ihren wahren Charakter. Eine Katastrophe bahnt sich an …

13 junge Menschen aus dem Jugendclub des Staatstheaters wollen die 200 Jahre alte Schauergeschichte des Juristen, Komponisten, Zeichners und Schriftsteller Ernst Theodor Amadeus Hoffmann neu erzählen. Dabei geht es ihnen um die Kraft und die Macht der Fantasie in unserer Zeit. Noch nie waren Fiktionen des Bösen und Dämonischen – noch nie war die Kehrseite des menschlichen Seins bunter, praller, ausdauernder zu erleben als heute. Doch bereits zu Hoffmanns Zeiten – an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert – erlebten sie in der „Schwarzen Romantik“ eine erste Blüte. Mit dem jungen Nathanael schuf E.T.A. Hoffmann eine Figur, die zeigt, wie eng das „Schauergenre“ mit der Frage nach der Gestaltungskraft des Einzelnen verknüpft ist. Vermag er selbstbestimmt zu leben oder ist er Spielball anderer? Eine Frage, die auch 200 Jahre später nichts an Aktualität eingebüßt hat. 

Künstlerische Leitung Nadine Tiedge
Bühne Hans-Holger Schmidt
Kostüme Katrin Ax
Dramaturgische Begleitung Lukas Pohlmann

Erzähler Sophie Charlotte Gjardy
Nathanael/Vater Annalena Köppe
Nathanael Kind Lucy Franz
Klara 1 Rebecca Walter
Klara 2 Caroline Quos
Klara 3 Tara Juretko
Lothar Carol Ameln
Mutter Anisa Ibragimova
Coppola Saleh Alallwan
Amme Tamina Alex
Coppelius Cristian Ameln
Olimpia Lia Roschlaub
Spalanzani Sophie Lehmann

PREMIERE Samstag, 12. Mai 2018, Kammerbühne

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Ich möchte mich hier für die großartige Vorstellung (am 16.5. - Einfügung des Administrators) bedanken und meine Begeisterung für Gesang und Schauspiel von Herrn Schneider, Frau Forberger, Herrn Eitner, Herrn …