Die Räuber

frei nach Friedrich Schiller
EINE PRODUKTION DES THEATERJUGENDCLUBS 

Karl und Franz sind Brüder. Franz, der jüngere, hasst Karl. Er neidet ihm das Erbe, das dem Erstgeborenen zusteht, neidet ihm die Liebe des Vaters, die alles verzeiht. Franz, der alles entbehrt, will Herr sein. Und es gelingt ihm, das Band zwischen dem Vater und Karl zu zerschneiden. Der alte Moor droht darüber zu sterben – Karl wird zum Räuber. Anders als Franz aber erstrebt er jetzt das „Gute“: Mit aller Kraft will er diejenigen bekämpfen, die ihn willkürlich, voller Kälte schutzlos gemacht haben, ohne dass er von vornherein weiß: sein Feind ist Franz.

Regie/Bearbeitung/Musik/Kostüme Rudi Piesk
Bühne Hans-Holger Schmidt

Mit  Tobias Pilarski (Franz) | Nils Machens (Franz)
       Lucie Kick (Amalia) | Hannah Löser (Amalia) | Musa Kohlschmidt (Amalia) | Laura Obst (Amalia) 
       Sasun Sayan (Karl)
       Julius Köhler (Spiegelberg) | Jonas Kober (Roller) | Josefine Schaarschmidt (Schweizer) 
       Marcus Schultze (Maximilian von Moor)

Bühnenmusik (Flügel & Glockenspiel) Jonas Kober

PREMIERE Samstag, 25. Februar 2012

Rezensionen

Sylvia Belka-Lorenz, Lausitzer Rundschau, 28.2.2012

„Woran sich auch Große gern die Zähne ausbeißen, das haben sich ein Dutzend Menschen zwischen 14 und 18 mit größtmöglicher Frechheit auf den Stundenplan gesetzt. […] Es geht um Liebe – und Liebe, die man nicht kriegt. Um Hass und Selbsthass, so tief, so rasend, so abgründig, dass anderes als Mord und Totschlag gar nicht möglich scheint. ‚Was soll ich denn tun?‘, ruft Franz verzweifelt-zornig ins Dunkel des Raumes und erntet nichts als das Echo des anderen Ichs. […] Regisseur Rudi Piesk, noch Autodidakt in Theaterdingen, ist gerade so alt wie Schiller, als er sein Werk in die Welt entließ. Eine der glücklichen Konstellationen, in denen alles stimmt: Piesk, der seinem Ensemble nicht nur im Alter nahe ist. Ein Ensemble wiederum, das diese ‚Räuber‘ mit Haut und Haar zu seiner Sache gemacht hat – weil sie die gleichen Fragen stellen, die sie ja auch haben. Die gleiche Wut und Ratlosigkeit. […]  ‚Schon krass, dass ein Hirn mit 21 so was verfasst hat‘, resümiert die 14-jährige Musa diese Arbeit. Andreas, einer der beiden Franze, stellt am Ende eines langen Probenprozesses fest: ‚Theater ist das Bohren dicker Bretter. Das hab ich begriffen.‘ Gut gebohrt. Verneigung vor diesen ‚Räubern‘."

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Eine tolle Inszenierung! Mit Isabel Dörfler steht ein echter Star auf der Bühne - was für eine Persönlichkeit - was für eine Stimme. Wir waren restlos begeistert! Danke für den …