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Emilia Galotti

Trauerspiel von Gotthold Ephraim Lessing
Fassung von Jan Jochymski

Der junge Prinz von Guastalla ist rasend in das Bürgermädchen Emilia Galotti verliebt. Als er sich Marinelli, seinem Kammerherrn, anvertraut, erfährt er, dass Emilia noch am selben Tag den Grafen Appiani heiraten wird. Marinelli setzt alles daran, die Hochzeit zu verhindern und organisiert einen Anschlag auf das zur Trauung fahrende Brautpaar. Dabei wird Appiani getötet und Emilia – scheinbar zu ihrem Schutz – ins Lustschloss des Prinzen gebracht. Hier, so glaubt der Prinz, kann er die junge Frau für sich gewinnen. Er rechnet nicht mit der Wut der tief verletzten Orsina, seiner verflossenen Geliebten, nicht mit dem verzweifelten Stolz von Odoardo Galotti, Emilias Vater, und nicht mit der überraschenden Entschlossenheit Emilias selbst. 

Wie ein Krimi wirkt Lessings 1772 uraufgeführtes Stück, dessen rasante Handlung innerhalb weniger Stunden eines Tages abläuft. Fünf sehr unterschiedliche junge Leute treffen mit ihren Lebensansprüchen, ihrem Glauben und ihren Leidenschaften aufeinander. Am Abend dieses einen Tages sind zwei von ihnen geopfert und die anderen haben ihr Glück verfehlt. 

PREMIERE Samstag, 1. April 2017

Besetzung

RegieJan Jochymski
Bühne und KostümeSimone Steinhorst
DramaturgieBettina Jantzen
 
Emilia GalottiLucie Thiede
Odoardo Galotti, Vater der EmiliaRolf-Jürgen Gebert
Claudia Galotti, Mutter der EmiliaSigrun Fischer
Hettore Gonzaga, Prinz von GuastallaJohannes Kienast
Marinelli, Kammerherr des PrinzenHenning Strübbe
Conti, MalerinSusann Thiede
Graf Appiani, Emilias VerlobterMichael von Bennigsen
Gräfin OrsinaLisa Schützenberger

Rezensionen

Ida Kretzschmar, Lausitzer Rundschau, 3.4.2017

„Verstaubter Schulstoff? Von wegen! Die Premierengäste am Samstag sind so jung wie nur selten im Staatstheater. Die fünf Helden im Zentrum des Geschehens werden von den Jüngsten des Ensembles gespielt. Und erfrischend jung, kurz und knackig, wie eine Premierenbesucherin zusammenfasst, ist die Inszenierung. […] Ein schwergewichtiger Bühnenstoff des großen Aufklärers […] – in Cottbus kommt er leicht und leidenschaftlich daher. […] Lessings philosophische Gedanken, seine raffiniert ausgeklügelten Wortgefechte, sind in jeder Zeile wiederzufinden. Unpathetisch und dennoch mit der ihm eigenen Hitzigkeit füllen sie den Theatersaal. In der Fassung von Jan Jochymski wird die Geschichte, die innerhalb von zwölf Stunden abläuft, in nicht mal zwei Stunden erzählt. Die Choreografie der Macht tüftelt Henning Strübbe als Marinelli aus. Er dreht unaufhaltsam am Rad des dunklen Geschehens, so sehr es Emilias Vater (eindrucksvoll agierend Rolf-Jürgen Gebert) auch zu verhindern sucht. Überzeugend auch Sigrun Fischer in ihrer hilflosen Mutterliebe. […]  Ohne Heldenpathos agiert Johannes Kienast in der Prinzenrolle. Sein subtiles Minenspiel verrät den hohen Herrn als Anhänger des kleinen, stillen Verbrechens. […] Unaufgesetzt und natürlich auch Michael von Bennigsen als der gräfliche Nebenbuhler, der sich früh aus dem mörderischen Spiel verabschieden muss und doch die ganze Zeit über präsent bleibt. Wie hier Blut vergossen wird, das erlebt man im Theater nicht alle Tage. Überhaupt gibt es so manchen Regieeinfall und zeitlose Kostüme, die das Stück ganz gegenwärtig wirken lassen, ohne es auf Krampf zu modernisieren. Lucie Thiede in der Titelrolle gibt eine schwärmerische Emilia, der ihre Tugend wichtiger ist als das Leben. Alles in allem: eine tolle Ensembleleistung, bei der die Drehbühne, sparsam von Simone Steinhorst dekoriert, fast zu einem weiteren Mitspieler wird. Ein Dreh- und Angelpunkt, hinter dem sich niemand versteckt.“


Wolfgang Behrens, Nachtkritik, 1.4.2017

„Da ist der Prinz Gonzaga, ein vergnügungssüchtiger und wohlstandsverwahrloster Schönling, der keine Arbeit, die schalen Freuden des nie versiegenden Geldstroms seiner Erzeuger aber umso besser kennt. Johannes Kienast […] spielt diesen Prinzen mit silbenverschluckender, lümmeliger Arroganz, unter der er immer wieder jungenhafte Unsicherheit aufscheinen lässt. Da ist Marinelli […] den Henning Strübbe mit aalglatt unverbindlichem Lächeln und mal stechendem, mal unstet flackerndem Blick ausstattet. Oder Orsina, die in dieser schnelllebigen Partygesellschaft dummerweise aus der Gunst des hübschen Prinzen-Schnösels fällt: Lisa Schützenberger lässt diese Zurücksetzung sehr glaubhaft in exaltierte Übersprungshandlungen umschlagen, die sie sogar lasziv sich an die Brust Marinellis werfen lassen. Und da ist Emilia Galotti, bei Lucie Thiede ein püppchenhaft rosa gekleidetes Mädchen, das süß kichernd die Hand vor den Mund schlägt, wenn sie so geschmeichelt wie aufgeregt von den Nachstellungen des Prinzen berichtet. Sie alle sprechen und spielen den Lessing'schen Text sehr lässig, sehr im Hier und Jetzt…“

Bildergalerie

Film

EMILIA GALOTTI - Staatstheater Cottbus (Trailer)

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