Ladies Night

Komödie von Stephen Sinclair und Anthony McCarten
Deutsch von Annette und Knut Lehmann

Sechs Männer haben ein Ziel: raus aus der Arbeitslosigkeit, raus aus den Schulden, raus aus der Depression. Ihre Idee ist ebenso genial wie verwegen: Sie wollen eine Strippergruppe gründen! Doch leichter gesagt als getan. Der eine fühlt sich zu dick, der andere zu dünn, zu alt, zu hühnerbrüstig, zu hässlich. Von der Ungelenkigkeit, dem nicht vorhandenen Rhythmusgefühl und der fehlenden Erotik ganz zu schweigen. Wie soll man da Kapital aus dem eigenen Körper schlagen? Also muss hart trainiert werden. Und zwar in aller Heimlichkeit, denn die Frauen dürfen von all dem nichts erfahren. Hin- und hergerissen zwischen Hoffnung und Verzweiflung ist die Gruppe einer großen Zerreißprobe ausgesetzt. Bis zu dem Moment, wenn vor tobendem Publikum auch die allerletzten Hüllen fallen ... Diese wunderbare Komödie, die sich an den englischen Film Ganz oder gar nicht" anlehnt, erzählt davon, wie im Zeitalter von Arbeitslosigkeit und Hartz IV eine gemeinsame Utopie ungeahnte Fähigkeiten und Möglichkeiten zum Leben erwecken kann.

PREMIERE Samstag, 23. September 2006

Besetzung

RegieJürgen Lingmann
AusstattungMathias Rümmler
ChoreographieAnnett Scholwin
DramaturgieBettina Jantzen
NormanThomas Harms
WesleyOliver Seidel
Grahame
Craig
BarryRolf-Jürgen Gebert
GavinGunnar Golkowski
BernieMichael Krieg-Helbig
MikeBerndt Stichler
SherylAriadne Pabst
LouiseJohanna Emil Fülle
Polizist 1Berndt Stichler
Polizist 2Michael Krieg-Helbig
SharonAriadne Pabst

Rezensionen

Susann Winter, 20 cent, 26.9.2006

"Wer sich bisher nicht ins Theater getraut hat, weil er sich vor der großen Kunst fürchtet, für den ist dieses Stück genau die richtige Einstiegsdroge. Denn dieses Schauspiel macht einfach nur eins: richtig viel Spaß.“

Gabriele Gorgas, Lausitzer Rundschau, 26.9.2006

"Wenn man eine Theateraufführung mit dem Gefühl verlässt, dass es doch irgendwie zu schaffen ist, dieses, ach, so komplizierte Leben und alles, was irgendwie dazu gehört, dann ist das gewiss keine schlechte Sache. Und es macht fröhlich auf eine intelligente Art und Weise, ermutigt auch ein wenig und muntert auf. Jürgen Lingmann ist mit seiner Inszenierung von «Ladies Night» in Cottbus dieses Bravourstück gelungen. Die sechs Typen, die sich da in der Komödie ‚Ladies Night' mehr oder weniger entschlossen zeigen, die Hosen runterzulassen und alles zu geben, sind in dieser Aufführung des Kultstückes von Stephen Sinclair und Anthony McCarten erfreulich differenziert gezeichnet. [...] Dass Regisseur und Schauspieler gut beraten sind, sich mit der in Potsdam lebenden Choreografin Annett Scholwin zu verbünden, ist nicht zu übersehen. Sie vermag, ohne vordergründige Gags und aufgesetzte Einlagen ein sinnvolles Konzept der Körpersprache einzubringen, das rundum funktioniert und Spaß macht. [...] Die Cottbuser Lesart zeigt auf liebenswerte, zuweilen behutsame Art und Weise, dass hier die Not erfinderisch macht, es die konkrete Situation mit sich bringt, dass diese Männer, trotz Arbeitslosigkeit und permanenter Demütigung, etwas mit sich anfangen können. Da wird keiner verlacht und klein gemacht, jeder darf so sein, wie er ist."


Wolfgang Hohmann, Fuldaer Zeitung, 10.2.2007

„Der Regisseur versteht es überzeugend, die soziale Situation von Arbeitslosen, die aus Verzweiflung auf die Idee kommen, mit Männerstrip als Einnahmequelle ihre Existenz zu sichern, in Feinzeichnung herauszuarbeiten. Dabei steht ihm ein vorzügliches Ensemble von Schauspielern zur Verfügung. Bis das neugierig gewordene Publikum eine Antwort auf die Frage bekommt: ‚Wann wird man was und wie sehen können?', gibt es eine Menge zu lachen, aber auch zu bedenken, wenn die sehr markant profilierten Schicksale einzeln skizziert und dramaturgisch geschickt miteinander verwoben werden."

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