ManSpieltNichtMitDerLiebe # Musset

Die jungen Wilden. Klassiker auf den Kopf gehauen!

Originaltitel: On ne badine pas avec l’amour
von Alfred de Musset
Aus dem Französischen von Jörg Michael Koerbl

Perdican kehrt nach seinem Studium in Paris in das väterliche Haus zurück. Er ist mittlerweile 21 Jahre alt und sein Vater möchte den frisch Promovierten mit dessen Cousine Camille verheiraten. Camille ist gerade zu Besuch aus einer der ersten Klosterschulen Frankreichs. Beide kennen sich schon aus ihrer Kindheit, sehen sich nun seit langem wieder und verlieben sich. So weit, so gut! Aber beide sind zu stolz, ihre Gefühle zu offenbaren und beginnen sich gegenseitig zu necken. Camille behauptet, unbedingt zurück ins Kloster zu wollen. Perdican seinerseits erklärt in Anwesenheit Camilles dem Mädchen Rosette seine Liebe. Keiner von beiden wagt den entscheidenden Schritt, seine vermeintliche „Schwäche" - seine Liebe - zuzugeben. Sie jonglieren mit ihrer Sehnsucht und Selbstsucht, statt das immer böser werdende Spiel zu beenden. Eine gute Erziehung allein erfüllt eben noch nicht die wahre Liebe, wenn es an der nötigen Herzensbildung fehlt. Alfred de Musset (1810-1857) ist einer der bedeutendsten Vertreter der französischen Romantik. Schon mit 18 Jahren war ihm Bewunderung im Kreise Victor Hugos zuteil geworden. 1833, ein Jahr bevor die Komödie „On ne badine pas avec l'amour" („Man spielt nicht mit der Liebe") entstand, begann zwischen ihm und der sechs Jahre älteren Romanautorin George Sand ein leidenschaftliches Liebesverhältnis, das sie jäh beendete. Seine Romane, Erzählungen, Novellen, Dramen, Komödien und seine Lyrik handeln oft von enttäuschter Liebe - ein Thema, das den offensichtlich leicht entflammbaren, aber narzistischen Musset immer wieder beschäftigte.

PREMIERE Samstag, 27. Februar 2010

Präsentiert von

Besetzung

RegieMax Claessen
BühneMathias Rümmler
KostümeMirjam Benkner
DramaturgieGuido Neubert
RegieassistenzAnniki Nugis
Der Baron
CamilleJohanna Emil Fülle
Perdican
RosetteAriadne Pabst
Der NarrOliver Seidel

Rezensionen

Christiane Freitag, Blicklicht, April 2010

„Max Claessen zeigt in seiner Inszenierung mit einer drastischen Eindeutigkeit die Folgen des Spiels mit der Liebe. Mit ungewöhnlichen Ideen bringt er diesen Klassiker auf die Bühne und regt damit zum Nachdenken an. Mit seiner mutigen, anderen Inszenierung hat er diesem Klassiker ordentlich auf den Kopf gehauen - im guten Sinne natürlich. Endlich mal einer der sich traut, etwas anders zu machen, als es (vielleicht) konventionell gemacht werden würde. Ich finde es absolut sehenswert."


Martin Stefke, Märkische Allgemeine, 1.3.2010

„Alles ist Theater bei Claessen in Cottbus. Schon der Schauplatz zeigt das an. Ins Schwarze Bühnengeviert hat Mathias Rümmler einen an ein Kasperletheater erinnernden, drehbaren Guckkasten gesetzt. Als sein Vorhang beiseite geschoben wird, erblicken wir ein Zimmer voller Kuscheltiere. Keine schlechte Idee. Schließlich sollen im Stück ja ‚die Kinder' miteinander verheiratet werden."

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Film

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