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Momo

Schauspiel-Märchen nach dem Roman von Michael Ende für alle ab 6
in einer Fassung von Jörg Steinberg

Seit einiger Zeit ist Momo in der Stadt. Niemand weiß, wo das Mädchen mit den dunklen Locken eigentlich herkommt oder wie alt sie genau ist. Vielleicht hundert, oder auch hundertzwei? Sie selbst sagt, sie sei schon immer da gewesen. Momo ist arm, doch sie hat eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann zuhören. Und das kann Momo so gut, dass nicht nur der vielseitig begabte Gigi Fremdenführer und Beppo Straßenkehrer die Nähe des ungewöhnlichen Mädchens suchen. Besonders die Kinder der Stadt scharen sich um Momo, deren Phantasie ihnen im Spiel ungeahnte Welten eröffnet. Doch seit einiger Zeit schleichen merkwürdige, grau gekleidete Gestalten in der Stadt herum. Sie nennen sich „Mitarbeiter“ einer „Zeit-Sparkasse“, rauchen ununterbrochen Zigarren und überreden die Erwachsenen, Zeit zu sparen, um irgendwann ein „richtiges Leben“ führen zu können. Immer mehr Menschen schließen sich diesen grauen Herren an. Einzig Momo entdeckt ihr Geheimnis: Die grauen Herren verwahren und mehren nicht die Zeit der Menschen, sie leben davon! Als Momo und ihre Freunde zum Widerstand aufrufen, scheint es bereits zu spät. Keiner hört ihnen zu. Und Momo gerät in Gefahr! Sie wäre verloren, tauchte nicht plötzlich eine uralte Schildkröte auf, die sie zum Nirgendhaus von Meister Hora, dem Verwalter der Zeit, führt ...  

Mit seinem Märchen-Roman MOMO oder „Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte“ gelang Michael Ende 1973 ein Welterfolg, mit dem er sich als visionärer Beobachter erwies. Heute, über 40 Jahre später, ist die Geschichte aktueller denn je. Regisseur Jörg Steinberg inszeniert diese phantastische Zeit-Reise für alle kleinen und großen Zeit-Sucher ab sechs Jahren!

►FILME, BILDER & TEXTE ZUR INSZENIERUNG www.coautoren.blog

PREMIERE Sonntag, 26. November 2017 | Großes Haus

Präsentiert von



Besetzung

RegieJörg Steinberg
BühneTilo Steffens
KostümeStephanie Dorn
Musikalische EinstudierungHans Petith
DramaturgieSophia Lungwitz
RegieassistenzMaria Bock
 
MomoAriadne Pabst
Fremdenführer Gigi/Grauer HerrMaxim Agné
Straßenkehrer Beppo/Grauer HerrRolf-Jürgen Gebert
Kassiopeia (Schildkröte)/
Grauer Herr/Polizist
David Kramer
Puppe Bibigirl/Agentin/u.a.Maja Lehrer
Nicola (Maurer)/Grauer HerrMichael von Bennigsen
Nino (Gastwirt)/Grauer HerrKai Börner
Liliana (Ninos Frau/
Meister Hora
Susann Thiede
Fusi (Friseur)/Grauer HerrHenning Strübbe
 
Eltern/Passanten Ensemble
Graue Herren/Kinder Statisterie

Rezensionen

Ida Kretzschmar, Lausitzer Rundschau, 27.11.2017

„Jörg Steinberg, noch vielen hier in guter Erinnerung als Regisseur der Fußballkomödie „Besessen – Die Geschichte eines Fans“ hat eine Fassung geschrieben, die die kleinen Zuschauer regelrecht mitfiebern lässt, ihnen Spaß und magische, zuweilen mystische Momente bereitet, so als säßen sie in einem Puppentheater. Die Erwachsenen indes können darin nicht nur die Helden ihrer Kindheit wiederentdecken, sondern vor allem Gegenwärtigkeit und philosophische Tiefe, die auch Michaels Endes Roman zu einem Kunstwerk werden ließ, das seine Zeit überdauert. […] Ariadne Pabst gibt das Mädchen Momo so herzerfrischend natürlich, dass man es ihr unbedingt abnimmt, dass sie die Zeit zu retten imstande ist. […] Insgesamt eine tolle Ensembleleistung, die begleitet wird von fantasievoller Kostümierung (Stephanie Dorn) und einer bemerkenswerten Bühnengestaltung von Tilo Steffens, der das Staatstheater in einen magischen Ort verwandelt.“

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Stephanie Lubasch, Märkische Oderzeitung, 29.11.2017

„Die ‚Grauen Herren‘, die Friseur Fusi (Henning Strübbe) ebenso um seine Stunden bringen wie Gastwirt Nino (Kai Börner), um sich selbst mit den gestohlenen Minuten am Leben zu erhalten, wirken mitsamt ihrer ständig qualmenden Zigarren wahrhaft gruselig. Für ihre Jagd nach Momo, die um ihr Geheimnis weiß, sowie alle anderen rasanten Auf- und Abtritte, hat Tilo Steffens bewegliche Treppen in den Bühnenraum gebaut, die sich drehen lassen, zusammen- und auseinanderschieben. Mal bilden sie die Kulisse für Ninos Restaurant, mal für Spielplatz und Polizeirevier, dann wieder für Niemals-Gasse und Nirgend-Haus, wo Zeitverwalter Meister Hora (Susann Thiede) lebt.“


Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 9.12.2017

„Ein gut besetztes Theater mit vorwiegend 12- bis 17-jährigem Publikum folgt gespannt dem Geschehen auf einer genial gebauten Bühne (Tilo Steffens). Treppauf und treppab geht es dort in unruhigem Dreh, und die Geschöpfe, die hier hasten oder grau harren (Kostüme: Stephanie Dorn) sind prägnant gestaltet. Ariadne Pabst ist eine naiv hopsende, ganz entzückende Momo, die mit staunenden Augen die Welt hinterfragt. Gut beobachtet sind Mimik und gebeugtes Nicken der originell geformten Schildkröte, der David Kramer viel zögerliche Nachdenklichkeit verleiht. Das Stück lebt vom Nebeneinander so normaler Alltagsfiguren wie einem gewitzten Straßenfeger (Rolf-Jürgen Gebert) und etwa dem entrückten Meister Hora von Susann Thiede. Schnelle Rollentausche lassen das junge Publikum die Wunder des wahrhaftigen Theaters ahnen.“

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Jens Pittasch, Niederlausitz-aktuell.de, 14.12.2017

„Ja, so kann es gehen: Klug, anregend, unterhaltsam, spannend – nicht mit erhobenem Zeigefinger, ohne Verbote oder Strafen – so geht es, direkt und einprägsam Erkennen, Verstehen, Verhalten und Wissen zu vermitteln. […] Ariadne Pabst ist eine MOMO, die man einfach sofort liebhaben muss und die dieses Mädchen, mit der Gabe des besonders heilsamen Zuhörens, so wunderbar wahrhaft und nah macht. Ihr zur Seite steht ein Ensemble, voller Spiellust und Können. Jeder ist neben seiner Rolle in Momos Stadt auch Grauer Herr und Zeitdieb oder Susann Thiede neben der Wirtin Liliana auch der geheimnisvolle Meister Hora. Die Gestaltung dieser Figuren, ob Straßenkehrer Beppo, Maurer Nicola, Gastwirt Nino – Fusi der Frisör, und Gigi der Fremdenführer ist detailreich, ganz und gar verständlich und sehr liebevoll. Besondere Darstellungen gelingen mit Schildkröte Kassiopeia und – mit einem kurzen und für jedes Alter klaren Auftritt – mit Puppe Bibigirl. Sie alle agieren auf einer wunderbunt-wandelbaren sich drehenden Bühnenwelt in phantasievollen Kostümen - oder den tristgrauen Anzügen der Mitarbeiter der ´Zeitsparkasse´.“

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Bernd Müller, Blicklicht, Januar 2018

„Zeit ist das Thema des Schauspiel-Märchens ‚MOMO‘ nach dem Roman von Michael Ende, das in einer Fassung von Jörg Steinberg Ende November 2017 im Staatstheater Premiere feierte. […] Regisseur Jörg Steinbach hat mit seiner hervorragenden Momo-Inszenierung ein Thema auf die Bühne gebracht, das aktueller nicht sein könnte. Der Neoliberalismus zwingt uns zu persönlicher Selbstoptimierung, permanenter Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und setzt uns ständig der Bournout-Gefahr aus. […] Das Tragische an dem Stück ist das Ende, wenn der absolut verdiente Applaus vorüber ist. MOMO hält dem Publikum einen Spiegel seiner eigenen Lebensgeschichte vor, doch wenn es wieder zuhause ist, ist es immer noch gefangen in den Umständen, die ihm täglich die Lebenszeit rauben.“

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