Ronja Räubertochter

von Astrid Lindgren
Für die Bühne bearbeitet von Barbara Hass

Die Mattisburg wird bei der Geburt Ronjas durch einen gewaltigen Blitzschlag in zwei Teile zerrissen. Der dabei entstandene abgrundtiefe Höllenschlund trennt zwei seit langem verfeindete Räuberbanden. Auf der einen Seite wohnt die Bande von Räuberhauptmann Mattis, Ronjas Vater, und auf der anderen die Bande von Räuberhauptmann Borka. Bei ihren Streifzügen durch die angrenzenden Wälder erlebt Ronja wilde Abenteuer und begegnet unheimlichen Wesen, wie den Graugnomen, Grausedruden oder Rumpelwichten. Und natürlich lockt sie die andere Seite des Höllenschlundes. Als sie wagemutig den Abgrund überspringt, steht ihr dort Birk, der Sohn des verfeindeten Räuberhauptmanns Borka, gegenüber. Beide werden unzertrennliche Freunde. Doch statt diese Freundschaft zu nutzen, belauern sich die Väter mehr denn je. Als Mattis Birk gefangen nimmt, um Borka zu erpressen, flieht Ronja mit Birk in den kalten winterlich verschneiten Wald zur Bärenhöhle. Nach vielen bestandenen Abenteuern gelingt es jedoch letztlich beiden, die Räuberbanden miteinander zu versöhnen. Ronja Räubertochter ist die Hauptfigur aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Astrid Lindgren, das 1981 veröffentlicht wurde. Das Buch wurde ein Welterfolg und zählt seitdem zu den bedeutendsten Werken der Kinderliteratur.

PREMIERE Dienstag, 7. Dezember 2010

Besetzung

RegieCatharina Fillers
BühneHans-Holger Schmidt
KostümeSusanne Suhr
MusikMarkus Reyhani
ChoreographieAnnaLisa Canton
DramaturgieGuido Neubert
Regieassistenz
Ronja
MattisKai Börner
LovisSigrun Fischer
BirkJan Hasenfuß
Borka, Graugnom, Rumpelwicht, Stimme aus der UnterweltDaniel Borgwardt
Undis, Graugnom, Rumpelwicht, Stimme aus der UnterweltSusann Thiede
Glatzen-Per, GraugnomThomas Harms
Klein-Klipp, Graugnom, MusikerMatthias Manz
Pelle, Graugnom , WilddrudePier Niemann
Schlagwerk, Räuber, Wilddrude (Musiker)Heiko Liebmann
Gitarre, Räuber, Wilddrude (Musiker)Dan Baron

Rezensionen

Heike Hahn, Märkische Oderzeitung, 9.12.2010

„Das von Catharina Fillers inszenierte Stück bietet alles, was Kinder von den Stühlen reißt. Licht- und Knalleffekte, bunte Kostüme, ein abwechslungsreiches Bühnenbild (Hans-Holger Schmidt) und Darsteller, die Freude daran haben, für Kinder zu spielen und zu singen. Herausragend – nicht nur wegen seiner Stellung in der Hierarchie der Räuberbande – spielt Kai Börner den Mattis. Mutig stürzt er sich in das Abenteuer Vater zu sein, scheint immer Herr der Lage und fordert die gegnerische Borka-Bande zum Duell um die Vorherrschaft in Burg und Wald. […] ‚Ronja Räubertochter‘ ist gleichzeitig eine Geschichte der sorgenvollen Liebe von Eltern zu ihrem Kind. Dank Dialogwitz werden beide Fraktionen mit kreativen Ausdrücken für den Alltagsgebrauch ausgestattet: Schlunzwurst, Hosenschisser, Borkenkäfer und Grausedruden sollten hier als Anregungen genügen.“


Gabriele Gorgas, Lausitzer Rundschau, 9.12.1010

„Die turbulent-gewitzte Premiere von ‚Ronja Räubertochter‘ in der liebenswerten Lesart der Regisseurin Catharina Fillers hat das Publikum erreicht. Die Kinder im Publikum verlangten beim Schlussapplaus eine Zugabe – und das immerhin nach zwei Stunden Vorstellung. […] Die Kostüme von Susanne Suhr passen sich ins Gesamtgefüge ein, sind ein verrücktes Sammelsurium aus der Räuberkiste. Da stimmen der viel zu große Pelzmantel von Birk (Jan Hasenfuß) ebenso wie die Klamotten-‚Zwiebelschichten‘, aus denen sich gleich zu Beginn Ronja (Kathrin Victoria Panzer) herausschält, um endlich ihren Frühlingsschrei loszuwerden. Catharina Fillers setzt auf Eigenheiten ihrer Darsteller. Das spürt man deutlich auch beim sympathisch grummelnden Glatzen-Per von Thomas Harms oder dem Klein-Klipp von Matthias Manz […].“


Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 11.12.2010

„Catharina Fillers (Regie) findet in dem von Barbara Hass erarbeiteten Bühnenstück fröhlich-kraftvolle Charaktere, die frozzen, motzen und protzen wie die Oberräuber Mattis (Kai Börner) und Borka (Daniel Borgwart), die kämpfen für ein bisschen Recht und Glück wie die mutige Undis (Susann Thiede) und auf der anderen Seite die rauh-zärtliche Ronja-Mutter (Sigrun Fischer). Es geht vorwiegend turbulent zu unter Räubern mit schönen Tänzen und verwegenen Gesängen. Nahe am Gruselwald mit Burg und Bärenhöhle (Bühnenbild Hans-Holger Schmidt) agieren Dan Baron (Gitarre) und Heiko Liebmann (Schlagwerk) als Räuber-Band und forcieren die Handlung […]. Schöne Kobolde (Kostüme Susanne Suhr) entspringen kindlicher Phantasie, und der alte Glatzen-Kautz (Thomas Harms) bleibt Garant für das gute Ende. Die Freude der Acht- bis Zehnjährigen ist groß, weshalb sie ‚Zugabe‘ rufen und mächtig applaudieren. Das haben sich alle Mitwirkenden verdient.“

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