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Venedig im Schnee

(Venise sous la neige)
Komödie von Gilles Dyrek
Aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker 

Nathalie und Jean-Luc sind überglücklich miteinander. Die Sanierungsarbeiten ihrer Pariser Altbauwohnung sowie die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren, als Jean-Luc zufällig seinem ehemaligen Studienkollegen Christophe begegnet. Spontan lädt Jean-Luc den alten Freund zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Leicht verspätet erscheint dieser mit seiner Freundin Patricia bei den Gastgebern. Leider ist Patricia mehr als schlecht gelaunt – ihre Beziehung zu Christophe steht gerade auf der Kippe und das verliebte Geturtel von Nathalie und Jean-Luc ist für sie unerträglich. Vor Wut bringt sie kein Wort heraus, was Nathalie zu der arglosen Annahme veranlasst, Patricia sei schlichtweg der Landessprache nicht mächtig. Patricia ist perplex. Doch im Reflex lässt sie sich auf die Idee ein, sie sei tatsächlich Ausländerin und gewinnt im Laufe des Abends zunehmend Spaß an dem Gedanken.

Zum Entsetzen Christophes erfindet Patricia das unbekannte „Chouwenien“ und eine landesübliche Phantasiesprache, in der sie sich mit den bemüht radebrechenden Gastgebern unterhält. Diese fallen nicht nur auf Patricias vorgetäuschte Identität herein, sondern glauben, ihr und ihrem gebeutelten, chouwenischen Volk etwas Gutes tun zu müssen und vermachen der vermeintlich Bedürftigen lauter Dinge, die sie selbst nicht mehr benötigen. Dabei bemerken sie nicht, wie sie selbst in ihrem positiven Rassismus vorgeführt werden. Doch Patricia, die nach und nach ihre Zuneigung zu Christophe wiederentdeckt, treibt ihr Spiel weiter, bis sogar ein billiges Souvenir, eine Schneekugel mit einer Ansicht Venedigs, die Besitzerin wechselt.

PREMIERE Donnerstag, 30. März 2017

Präsentiert von
 

 

Besetzung

RegieAnne Keßler
Bühne und KostümeHans-Holger Schmidt
Musikalische EinstudierungHans Petith
DramaturgieSophia Lungwitz
RegieassistenzJens Dierkes
 
NathalieAriadne Pabst
Jean-LucGunnar Golkowski
PatriciaKristin Muthwill
ChristopheAmadeus Gollner

Rezensionen

Ida Kretzschmar, Lausitzer Rundschau, 1.4.2017

„In der Regie von Anne Keßler […] ist Gilles Dyreks 2003 in Frankreich uraufgeführte Komödie „Venedig im Schnee“ […] anfangs ziemlich auf Klamauk gebürstet. Ein Slapstick jagt den anderen, während die Figuren die Treppe rauf und runter rennen, das Handy in der Hosentasche vibriert und manches mehr. Im Laufe des Abends entpuppt sich das Ganze allerdings als eine bitterböse Lektion, in die alle vier Schauspieler mit viel Spiellust und Spielwut einsteigen. Unwissenheit, dummdreiste Vorurteile und rührselig-arrogante Hilfsangebote werden in überzeugender Manier von den Gastgebern vorgeführt. Ariadne Pabst gibt ein naives Turteltäubchen, das mit Gunnar Golkowski, der sich gekonnt zum Clown macht, in ein temporeiches Beziehungschaos hineinrast. Amadeus Gollner versucht mit subtilem Spiel die Wogen zu glätten, bis er selbst teuflischen Spaß an der Sache durchblitzen lässt. Für Kristin Muthwill aber schlägt geradezu eine Sternstunde. Patricia ist verletzlich und diabolisch, gekränkt und triumphierend, am Boden und obenauf: Sie badet förmlich in den vielen Facetten dieser Paraderolle. […] Alles konzentriert sich auf die Schauspieler, ihre Songs und ihr Spiel. Ob man auf Schnee in Venedig steht, ist egal. Wie ihre Gesichtszüge entgleisen. Das muss man gesehen haben.“

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