Wo die Sterne leuchten

Eine Heimat-Revue von Milena Paulovics
Mitarbeit: Bettina Jantzen und Hans Petith
Uraufführung

In der Lobby eines Hotels irgendwo zwischen Heimat und Fremde, von freundlichen Zimmermädchen umsorgt, treffen verschiedenste Typen aufeinander. Ein Geschäftsmann, der heimatlos unterwegs ist, macht hier Zwischenstation. Eine einsame Dame sucht nach der großen Liebe, ihrem persönlichen Heimatglück. Ein Computerfreak will unbedingt weg von Zuhause, begegnet aber einer Studentin, derentwegen es sich lohnt, zu bleiben. Ein Ehepaar auf Urlaubsreise wird von Heimweh geplagt und gerät nicht nur über die beste Heimstatt in Streit. Zusehends prallen private und gesellschaftliche Heimatgefühle und -sehnsüchte aller Gäste aufeinander, bis am Ende jeder von ihnen einen Hauch von „Heimat“ atmet. Mit Liedern, Schlagern, Rock- und Popsongs aus unterschiedlichen Zeiten nehmen die singenden Schauspieler das Publikum in der Theaterscheune Ströbitz mit auf eine musikalische Wanderung. Die Heimat-Revue eröffnet überraschende Sichten und vergnügliche Widersprüche. Und bei alldem ist immer ein kräftiges Augenzwinkern dabei.

PREMIERE Samstag, 18. Juni 2011

Besetzung

RegieMilena Paulovics
Musikalische Leitung und ArrangementsHans Petith
BühneHans-Holger Schmidt
KostümeNicole Lorenz
ChoreographieDirk Neumann
DramaturgieBettina Jantzen
Regieassistenz
 
Geschäftsmann/MandyKai Börner
Einsame Dame/Susi
Computerfreak/CindyRoland Schroll
Studentin/OlgaLaura Maria Hänsel
Versicherungsvertreter/AysheThomas Harms, Daniel Borgwardt
Sekretärin/NancySigrun Fischer
 
Dan Baron Gitarre
Ramona Geißler Bass
Heiko Liebmann Schlagzeug
Hans Petith Klavier
Lu Schulz Saxophon

Rezensionen

Jürgen Heinrich, Der Märkische Bote, 2.7.2011

„Die Revue … zeigt, dass es bessere Unterhaltung, Besseres gibt als TV-Comedy. Songs und Lieder aller Genres, vom Volkslied über Freddys Fernwehschmachten, Shanties und Schlager bis zu Hymnen und Hard Rock verschmelzen ohne Zwischentexte zu einer Geschichte. … Das Publikum erjubelte sich mehrere Zugaben.“


Jens Pittasch, Blicklicht, 9/2011

„[…] festhalten an den Stühlen, Lachmuskeln trainieren und Taschentücher bereithalten. Denn dieses Programm von Milena Paulovics (Regie) und Hans Petith (musikalische Leitung) ist zum Schreien ulkig, zum Heulen schön und rundum wundervoll.  Solistisch und mehrstimmig bringen unsere Schauspieler einen Ständchenabend voll Witz und Esprit, Erinnerungen und Anregungen, Ausdruck und Freude. Heidrun Bartholomäus, Sigrun Fischer, Laura Marie Hänsel (neu in dieser Spielzeit), Daniel Borgwardt, Kai Börner und Roland Schroll waren als Darsteller und Sänger zur Premiere auf Ausnahmeniveau. Und dazu die Kostüme von Nicole Lorenz: toll. Die Hauptrolle des Abends aber spielt die Musik. Und die ‚Chancen‘ bei der Musikauswahl einer Heimat- Revue daneben zu greifen sind sehr groß. Doch gerade diese brachte mich zum Staunen. Milena Paulovics … fand 40 (!) Titel – jeden mit einem eigenen Charakter, eigenen Melodien, eigenen Emotionen – großartig. Und Hans Petith schuf Arrangements für seine kleine Band (Lu Schulz, Dan Baron, Ramona Geißler, Heiko Liebmann), die die szenische Idee betonten, Raum und Anlass ideal entsprachen und seine Sänger geradezu durch die Vorstellung trugen. […] Gemeinsam ist die Umsetzung eine kleine Sensation, mindestens aber eine Attraktion mit Straßenfeger-Potenzial, die man sich nicht entgehen lassen sollte.“


Ida Kretzschmar, Lausitzer Rundschau, 20.6.2011

„Seit Samstagabend ist klar, wo die Sterne leuchten: in der Cottbuser Theaterscheune. Die neue Revue des Staatstheaters vertrieb nicht nur dunkle Wolken, sondern sorgte auch für auflodernde Heimatgefühle. Das Bühnenbild könnte sparsamer nicht sein. Eine Allerweltstreppe in einer Hotel-Lobby. Unpersönlich. Fremd. Nur die Blümchentapete sorgt für etwas Heimeligkeit. Und die Besenkammer. Die weckt Erinnerungen. Da war doch mal was… So fühlt sich der Zuschauer gleich ein wenig heimischer in dieser Heimat-Revue. Zumal die Heimat-Band unter Leitung von Hans Petith mit einem Volksliedermedley für einen furiosen Auftakt sorgt. […] Milena Paulovics, die in Cottbus schon mit der ‚Komödie im Dunkeln‘, ‚Sechs Tanzstunden‘ und ‚Auf hoher See‘ die Publikumsgunst eroberte, hat in ihrer Inszenierung Lieder, Schlager, Rock- und Popsongs aus unterschiedlichen Zeiten zusammengestellt, die nicht nur augenscheinlich die Spiel- und Sangeslust der Schauspieler anstacheln, sondern auch viele einfallsreiche Arrangements und Musizierlust zutage fördern. Für die Zuschauer ist es zudem ein nachdenkliches Vergnügen: Wo die Sterne leuchten, ist die Heimat los. Und wie!“

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Wo die Sterne leuchten

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Aus meiner kritischen Grundhaltung gegenüber dem Schlager u. ä. Kitsch wurde eine große Begeisterung für diesen Abend (WO DIE STERNE LEUCHTEN - d. Admin.). Klasse arangiert sowie hochwertig und mitreißend …